K+S-Aktie: Konzern erhält Rückendeckung gegen Potash-Offerte
· Börse Online Redaktion
In einer Umfrage hätten 84 Prozent von ihnen den Kurs des K+S-Vorstands unterstützt, teilte der Kasseler Konzern am Montag mit. K+S hatte Ende Juli eine Umfrage unter sämtlichen Privataktionären gestartet, um sie zur ihrer Meinung zu den Übernahmeabsichten des kanadischen Düngemittelriesen zu befragen.
Von etwa 140.000 angeschriebenen Privataktionären hätten rund 28 Prozent an der Umfrage teilgenommen. Nur vier Prozent von ihnen würde ein Übernahmeangebot zu den aktuell vorgeschlagenen 41 Euro annehmen. Insgesamt liegen rund 30 Prozent der K+S-Anteile bei Privataktionären, der Rest bei institutionellen Investoren. Einen Großaktionär, der eine Übernahme blockieren könnte, hat der Konzern nicht.
"Der Tenor stimmt mit der Einschätzung der großen Mehrheit der mit uns im Kontakt stehenden institutionellen Anleger überein, die ebenfalls die Ablehnung des Vorschlags von PotashCorp begrüßen", bewertete Finanzchef Burkhard Lohr das Ergebnis der Umfrage. Mehr als ein Viertel der Privatanleger würden aber gegebenenfalls eine höhere Offerte annehmen.
Aus den Ergebnissen geht allerdings nicht hervor, wie viele Aktien die einzelnen Anleger halten, die an der Umfrage teilgenommen haben. K+S-Vorstandschef Norbert Steiner hat die Avancen der Kanadier strikt zurückgewiesen. Die aktuelle Offerte, die K+S mit knapp acht Milliarden Euro bewertet, will Potash bislang nicht aufstocken. Ein Sprecher wollte sich zu der Umfrage nicht äußern.
Zuletzt hatte Potash in Kassel mit weiteren Zusagen um den deutschen Rivalen geworben, nach Einschätzung von K+S enthalten diese aber weitreichende Einschränkungen, ihre Durchsetzbarkeit sei damit nicht gewährleistet. Wie Reuters von Insidern erfuhr, haben die Kanadier K+S unter anderem Standortgarantien über fünf Jahre in Aussicht gestellt.
Zuvor hatte der Rivale nur erklärt, sein Übernahmevorschlag basiere nicht darauf, Minen zu schließen, die Produktion zu drosseln, das Salzgeschäft zu verkaufen oder Personal abzubauen.
Reuters
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