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AKTIE DER WOCHE

KSB-Aktie: Rohr frei

KSB-Aktie: Rohr frei
12.09.2016 06:32:00

Der Pumpenhersteller hat ein Programm aufgelegt, um die Effizienz zu steigern und wieder wettbewerbsfähig zu werden. Geht der Plan auf, könnte sich der Gewinn in den kommenden drei Jahren glatt verdoppeln. Von Peer Leugermann

Werner Stegmüller muss ein guter Hürdenläufer sein. Der Chef von KSB sah noch zu Jahresbeginn "einige Hürden" vor dem Pumpenhersteller liegen, doch die scheinen nun überwunden zu sein, stieg der Aktienkurs zuletzt doch deutlich an. Dabei waren noch im ersten Halbjahr Auftragseingang, Umsatz und Gewinn rückläufig. Und doch traut Torben Teichler, Analyst bei Hauck & Aufhäuser, KSB die Verdopplung des operativen Gewinns bis 2019 zu.

Laut Teichler befindet sich KSB in einer "fundamentalen Übergangsphase". Für das Familienunternehmen wandelt sich vieles im angestammten Geschäft. KSB baut für Stromkonzerne, Minenbetreiber und Ölraffinerien Spezialpumpen, die höchsten Temperaturen oder aggressivsten Materialen standhalten. Solche Großprojekte stehen für rund die Hälfte des Umsatzes. Weitere 50 Prozent stammen aus dem Geschäft mit Standardpumpen.

Aus ineffizient und teuer …



Doch in Europa wird auf Wind- und Sonnenenergie gesetzt - und da benötigt man keine Kühlpumpen. Kaum Bedarf haben auch Bergbaufirmen, Gas- oder Ölförderer, die wegen niedriger Rohstoffpreise derzeit kaum investieren. Die ausbleibenden Aufträge führen dazu, dass zum Beispiel frühere Ölausrüster auf den Markt für Kraftwerke oder Industrieanlagen drängen. Diese Konkurrenz hat einen harten Preiskampf ausgelöst, in dessen Folge KSB vergangenes Jahr auf einige Aufträge verzichten musste.

Es liegt aber nicht nur am stärkeren Wettbewerb, dass die 1871 gegründete Firma nicht jede Preissenkung mitmachen kann. Die Profitabilität leidet seit Jahren. Lag die operative Marge 2008 noch bei 10,5 Prozent, fiel die Gewinnspanne bis zum vergangenen Jahr auf 4,4 Prozent. Ein Grund ist die Firmenstruktur. Der Konzern ist ein Verbund von über 110 Tochtergesellschaften mit weltweit 46 Fertigungsstandorten. Ergebnis: ineffiziente Doppelstrukturen und ein schwer zu steuernder Konzern. Hinzu kommt eine riesige Produktpalette mit über 1000 Modellreihen. Obwohl KSB einer der Weltmarktführer ist, sind die Pumpenbauer in Sachen Marge das absolute Schlusslicht der Branche.

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