"Wir kommen bei der Neuausrichtung gut voran und haben neben einer Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr nun auch substantiell unsere Verschuldung um rund 400 Millionen Euro abgebaut", begründete Vorstandschef Matthias Zachert die Ausschüttungspolitik am Dienstag. Für 2013 hatte Lanxess nach einem Verlust die Dividende auf 50 Cent von zuvor einem Euro halbiert. Die Nettofinanzverbindlichkeiten wurden damals mit 1,7 Milliarden Euro beziffert.

Lanxess machen seit längerem neue Wettbewerber, Überkapazitäten und fallende Preise für synthetischen Kautschuk zu schaffen. Das Management steuert mit Stellenabbau gegen: Bis 2016 sollen weltweit 1000 der 16.700 Arbeitsplätze wegfallen. Insidern zufolge sucht Zachert zudem nach Partnern für die schwächelnde Kautschuk-Sparte.

2014 erreichten die Rheinländer dank eines Nachfrageschubs im Dezember einen höheren operativen Gewinn als zuletzt noch erhofft. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) legte um fast zehn Prozent auf 808 (Vorjahr: 735) Millionen Euro zu. Der weltgrößte Produzent von synthetischem Gummi für die Auto- und Reifenindustrie hatte zuvor befürchtet, das Ergebnis werde eher am unteren Rand der von 780 bis 820 Millionen Euro anvisierten Spanne liegen.

Reuters