Lebensversicherungen werfen 2016 weniger ab als gedacht
· Börse Online Redaktion
"Das sendet ein starkes Signal an die Kunden aus", sagte Heermann. Der wirtschaftliche Effekt auf den Bestand sei auf dem gegenwärtigen Niveau begrenzt. Denn für Lebensversicherungen, die vor 2004 verkauft wurden, müssen die Unternehmen statt der aktuellen Gesamtverzinsung ohnehin den Garantiezins zahlen, der vorher stets über 3,25 Prozent gelegen hatte. Von 2004 bis 2006 lag der Garantiezins, der über die gesamte Laufzeit zugesagt wird, bei 2,75 Prozent. Auch diesen Wert unterschreiten mehrere Lebensversicherer inzwischen bei der Deklaration für 2016. Um mit den hohen Verpflichtungen zurechtzukommen, muss die Branche für das vergangene Jahr mehr als zehn Milliarden Euro zusätzlich zurücklegen, wie der oberste BaFin-Versicherungsaufseher Frank Grund kürzlich gesagt hatte.
Marktführer Allianz Leben hatte mit einer Senkung der laufenden Verzinsung auf 3,1 von 3,4 Prozent die Richtung vorgegeben. "Wenn einer den Anfang macht, trauen sich auch die anderen", sagte Heermann.
Die größten Einschnitte müssen 2016 die Kunden von Swiss Life Deutschland hinnehmen, die nur noch 2,25 Prozent zahlt - im vergangenen Jahr waren es noch 3,00 Prozent. Generali Leben senkte die Verzinsung auf 2,25 von 2,9 Prozent und liegt damit am unteren Ende der Liste von 57 Deklarationen, die Assekurata bisher erhoben hat. Um 0,6 Prozentpunkte tiefer geht es bei der DEVK (jetzt 2,8 Prozent), der Gothaer Leben (2,5) und der Targo Leben (3,1). Einige Lebensversicherer - vor allem solche mit besonders niedrigen Sätzen - veröffentlichen die Überschussbeteiligung nicht. Nur vier Versicherer hielten die Verzinsung stabil. Den höchsten laufenden Zins bietet die Ideal Leben mit 3,7 (4,0) Prozent.
Reuters
Buchtipp: Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen
Es ist der Traum eines jeden Anlegers: die nächste Amazon, Apple, Tesla oder Google vor allen anderen zu finden, sie ins Depot zu legen, jahrelang nicht anzurühren und dann eines Tages den Verzehn-, Verzwanzig- oder gar Verhundertfacher sein Eigen zu nennen. Oder zumindest die Unternehmen zu finden, deren Anteile sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Der Name dieser Kunst: „Stock-Picking“ – die Auswahl der Gewinner von morgen. Joel Tillinghast ist einer der erfolgreichsten Stock-Picker überhaupt. In diesem Buch teilt er seine Gedanken, seine Methoden und seine Strategien mit dem Leser. Er zeigt, welche Fehler die Masse macht, welche Nischen man ausnutzen kann, wie man denken sollte und vieles mehr. Unter dem Strich ein Lehrbuch, das seine Leser zu erfolgreicheren Anlegern machen wird.
Autoren: Tillinghast, Joel
Seitenanzahl: 384
Erscheinungstermin: 24.07.2025
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-68932-065-2