HAUSHALTSWARENHERSTELLER

Leifheit-Aktie: Sauber gemacht

Leifheit-Aktie: Sauber gemacht
04.10.2016 04:35:00

Der Hersteller von Haushaltswaren ist diese Woche in den SDAX aufgestiegen. Unternehmenschef Thomas Radke überzeugt nicht nur mit Wischmop, Wäscheständer und Bügelbrett - Anleger gewinnt er mit einer attraktiven Dividendenstratagie für sich. Von Sonja Funke

Blitzblanke Arbeit: Mit ganz banalen Dingen wie Wischmop, Wäschespinne und Schneebesen ist der Hersteller von Haushaltsartikeln Leifheit zu Beginn vergangener Woche in den SDAX eingezogen. Das Unternehmen aus dem rheinland-pfälzischen Nassau, das seine Produkte in mehr als 80 Ländern verkauft, fegte die Comdirect Bank aus dem Index. Die musste ihren Platz räumen, weil es bei der Commerzbank-Tochter vor allem an der Börsenliquidität hapert.



An ihrem ersten Handelstag im SDAX stieg die Leifheit-Aktie um rund drei Prozent. Allerdings kommt es bei Indexneueinsteigern anfangs häufig zu größeren Kursbewegungen, da Fonds, die das entsprechende Börsenbarometer nachbilden, ihr Portfolio gemäß den Veränderungen anpassen müssen.


Dennoch bricht für das 1959 gegründete Unternehmen nun eine neue Ära an: "Die Aufnahme in den SDAX ist für Leifheit ein wichtiger Meilenstein und für uns Ansporn und Aufgabe zugleich, den eingeschlagenen Weg auch künftig konsequent weiter zu verfolgen", sagte Unternehmenschef Thomas Radke im Gespräch mit BÖRSE ONLINE (siehe Interview Seite 4).

Für den 54-Jährigen, der das Unternehmen seit Anfang 2014 führt, ist der SDAX-Aufstieg somit nicht nur verdienter Lohn für die Mühen der vergangenen Jahre, sondern auch die Bestätigung dafür, das Unternehmen mit Ausdehnung der Kundenbasis in Frankreich und der Strategie "Leifheit 2020" auf den richtigen Weg geführt zu haben. Diese sieht unter anderem vor, mit Innovationen mehr Wachstum zu schaffen. Die Verluste aus den Jahren 2004 und 2007 waren zu Radkes Amtsantritt allerdings bereits ausgebügelt.

Innovation und Expansion



Seit dem Jahr 2008 schreibt Leifheit wieder kontinuierlich Gewinn. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um fünf Prozent auf rund 232 Millionen Euro, der Nettogewinn lag bei etwas über 14 Millionen. Und so soll es weitergehen: Im ersten Halbjahr verbuchte Leifheit ein Umsatzplus von sieben Prozent auf 121,1 Millionen Euro (Vorjahr: 113,2 Millionen Euro). Der Gewinn ging zeitgleich jedoch leicht zurück, Schuld waren ungünstige Wechselkurse.

Die Währungseffekte schmälerten den Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2016 um 2,5 Prozent auf 6,6 Millionen Euro. Leifheit revidierte die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr: Statt bislang angepeilter 22 bis 23 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird für dieses Jahr nun mit einem Ebit in Höhe von 21 bis 22 Millionen Euro gerechnet. Beim Umsatz kalkuliert Radke weiterhin mit einem Plus von drei bis vier Prozent, nachdem dieser im vergangenen Jahr bei 231,8 Millionen Euro gelegen hatte.

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