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Lufthansa-Aktie: Auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2017

Lufthansa-Aktie: Auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2017

WKN: 823212 ISIN: DE0008232125 Lufthansa AG

23,05 EUR
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24.09.2018 - 17:35
26.04.2018 17:32:00

Die Papiere der Lufthansa sind am Donnerstag nach Quartalszahlen und Prognosen für das Gesamtjahr der Fluggesellschaft auf den tiefsten Stand seit Oktober 2017 gefallen. Mit einem Abschlag von 6,76 Prozent auf 23,88 Euro lagen sie am Nachmittag abgeschlagen am Ende des Dax . Der Leitindex stand zeitgleich knapp im Plus.



Am Markt wurde ein Potpourri an Gründen für den Kursrutsch gefunden. Zunächst wurde ein unterhalb der Markterwartungen liegendes Ergebnis für das erste Quartal benannt, das vor allem mit der teuren Integration von Air-Berlin-Teilen in Verbindung gebracht wurde. Laut RBC-Analyst Damian Brewer hätte die Airline ohne die bremsenden Integrationskosten im saisonal schwächsten Quartal einen deutlichen Gewinn eingefahren.



Analyst Daniel Roeska von der Investmentbank Bernstein verwies derweil als negativen Punkt auf die Ticketpreis-Prognosen für das Gesamtjahr. So habe die Lufthansa an der Annahme festgehalten, dass die Umsätze je angebotenem Sitzkilometer vor Währungseinflüssen in diesem Jahr stabil bleiben. Das aber würde für das zweite Halbjahr auf niedrigere Durchschnittspreise hindeuten. "Die Konsensschätzung läuft jedoch auf eine bessere Entwicklung hinaus, was für Enttäuschung sorgen könnte", schrieb der Analyst in einer Studie.


Wolfgang Donie von der NordLB legte den Fokus auf die reduzierte Prognose der Lufthansa für das Angebotswachstum. Dies habe "nicht zur Begeisterung beigetragen". Die Kapitalmärkte seien hierauf nicht ausreichend vorbereitet gewesen - was sich in den heftigen Kursverlusten entladen habe. Donie senkte das Kursziel von 34 auf 31 Euro, betrachtet aber das deutlich niedrigere Kursniveau als Kaufgelegenheit.

Von den Rekordkursen über 31 Euro zum Jahreswechsel haben die Aktien mittlerweile mehr als 20 Prozent eingebüßt. "Die Lufthansa ist nach wie vor in einem Marktumfeld unterwegs, das durch eine hohe Wettbewerbsintensität geprägt ist und sich zuletzt eher verschlechtert hat", sagte Sven Diermeier von Independent Research.

So seien die Chancen auf eine Übernahme der Alitalia durch den jüngsten Regierungswechsel in Italien gesunken. Gleichzeitig sei der Billigflieger Ryanair bei der österreichischen Laudamotion eingestiegen. Mit dem starken Anstieg des Ölpreises dürften sich die Treibstoffkosten erhöhen. Und schließlich hätten auch die geopolitischen Risiken wieder zugenommen, argumentierte der Analyst. Er senkte das Kursziel für die Lufthansa-Aktien von 29 auf 27 Euro und votierte mit "Halten".

rtr

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Bildquelle: Ralph Orlowski/Reuters

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