Am Vormittag ging es für die Papiere der von der Corona-Krise gebeutelten Fluggesellschaft um 1,7 Prozent bergab auf 10,37 Euro. Kepler Cheuvreux gab die bisherige Kaufempfehlung auf.

Die jüngste Erholung nach einem besonders kräftigen Kursrutsch am Dienstag fand damit wieder ein Ende. Das Anfang März erreichte Kursniveau von knapp 13 Euro war zuletzt schon immer weiter in die Ferne gerückt. Bei gut 10 Euro hatten die Aktien in dieser Woche ein Tief seit Ende Januar erreicht.

Kepler-Cheuvreux-Expertin Ruxandra Haradau-Döser argumentierte am Freitag für ihre Abstufung auf "Hold" mit der seit einigen Monaten guten Kursentwicklung der Aktie, die Ende Oktober noch für knapp 7 Euro und damit nahe des Corona-Tiefs zu haben war. Sie äußerte sich vor der Bundestagswahl im September auch skeptisch, was die politische Rückendeckung für den deutschen Luftfahrtsektor betrifft. Nach der Wahl könnte es außerdem nicht förderlich sein, dass die Grünen vielleicht in der Bundesregierung vertreten sein werden. Die Folgen für die Lufthansa wären dann zwiespältig, so die Expertin. Der Wettbewerb durch Billigflieger könnte zwar nachlassen, durch die Bahn etwa könnte er aber zunehmen.

dpa-AFX