"Trotzdem wird es noch vier bis sechs Wochen dauern, um alle Erstattungen für Flüge bis Ende Juni abzuarbeiten." Bislang seien 1,4 Milliarden Euro ausgezahlt worden.

Um den Flugplan an die veränderten Bedingungen anzupassen, habe die Airline die "größte Flugplanänderung aller Zeiten durchgeführt" - mit 250.000 Änderungen bis Ende Oktober, sagte Hohmeister. Das führt zu fast sechs Millionen Umbuchungen. "Bislang haben wir unseren Flugplan im Zwei-Wochen-Rhythmus angepasst. Nun machen wir das für zehn Wochen auf einen Schlag. Dadurch entsteht ein neues Erstattungsvolumen von 1,2 Milliarden Euro", erklärte der Manager.

Viele Airlines zahlen einer Studie zufolge nur schleppend Erstattungen für coronabedingt ausgefallene Flüge. Vor allem Lufthansa und der irische Billigflieger Ryanair seien hier sehr zurückhaltend, hatte das Verbraucherportal für die Durchsetzung von Fluggastrechten, Flightright, mitgeteilt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte sich bei der Hauptversammlung entschuldigt und angekündigt, jeder Kunde, der seinen Ticketpreis erstattet haben möchte, erhalte sein Geld zurück.

rtr