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Merck, Novartis und Co.: Die besten Pharma-Aktien für unruhige Börsenzeiten

Merck, Novartis und Co.: Die besten Pharma-Aktien für unruhige Börsenzeiten

WKN: 925970 ISIN: CA0909381018 Biotech Holdings LtdShs

25.05.2019 07:40:00

Schlankere Forschung, mehr Produkte, neue Absatzmärkte: Die Branche hat sich neu aufgestellt und bietet für Anleger weit mehr als nur Sicherheit in unruhigen Börsenzeiten. Von Stefan Riedel

Der globale Pharmamarkt befindet sich im Umbruch. Die jährlichen Wachstumsraten werden sich im Zeitraum 2017 bis 2022 auf 5,4 Prozent beschleunigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Branchenstudie der Unternehmensberatung Deloitte. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das einen Umsatzanstieg von 7,7 auf 10,1 Billionen US-Dollar. Die wesentliche treibende Kraft ist die zunehmende Alterung der Weltbevölkerung und die damit verbundenen höheren Gesundheitsausgaben.

Nach Jahren der Gewinnflaute hat sich die Pharmaindustrie neu aufgestellt. Die Forschung wurde verschlankt, die Konzerne beschränken sich auf weniger Krankheitsfelder. Darüber hinaus lassen sich mithilfe der genetischen Diagnostik die Patientenzahlen für klinische Studien und damit die Kosten verringern. "Der Trend zur personalisierten Medizin spielt dabei eine wichtige Rolle, wenn mithilfe von Biomarkern die Patientenpopulation, die für klinische Wirksamkeitstests von neuen Präparaten infrage kommt, genauer eingegrenzt werden kann", erklärt Andreas Bischof, geschäftsführender Gesellschafter des Vermögensverwalters Nova Funds. Ein wichtiger Schritt zur Kostenkontrolle bei Pharmafirmen sei, die kostspielige Produktion von biologischen Substanzen auszulagern, so der Experte.

Spielt die Biotechbranche ihre Innovationskraft vor allem bei neuen Technologien und in kommerziell lukrativen Nischenindikationen aus, dominiert "Big Pharma" weiter bei den Volkskrankheiten. "Je größer der Absatzmarkt für einzelne Krankheiten, umso wichtiger wird die Erfahrung bei klinischer Entwicklung, regulatorischen Erfordernissen und Vermarktung", sagt Daniel Wendorff, Analyst bei der Commerzbank. "Aus diesem Grund werden Pharmafirmen bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder Krebs auch in Zukunft den Ton angeben."

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Für Hanns Frohnmeyer, Senior Portfolio Manager bei BB Adamant, ist für die Profitabilität entscheidend, dass die Pharmakonzerne ihre Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf wenige Indikationen fokussieren. "Mit einer Spezialisierung können auch die Vertriebsteams effizienter eingesetzt werden", erläutert der Fondslenker. "Außerdem lässt sich die Wertschöpfungskette der biotechnologisch hergestellten Präparate über die Entwicklung und Produktion von Biosimilars verlängern", so der Experte weiter.

Biosimilars - das sind Nachahmerprodukte sogenannter Biopharmazeutika, deren Patentschutz abläuft. Anders als mit den Generika chemischer Substanzen, bei denen ein knallharter Preiskampf herrscht, erzielen Biosimilars höhere Margen. Wegen ihrer komplexen Molekülstruktur ist ihre Herstellung aber aufwendig. Eine neue Produktionsanlage kostet schon einmal 250 Millionen US-Dollar. Dazu kommen weitere Kosten für klinische Studien, denn die Kopien müssen den Nachweis erbringen, dass sie genauso wirksam sind wie die Originalprodukte.

Seite 2: Substanz und Wachstumsfantasie

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Bildquelle: Merck KGaA, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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