Das ist ein Wort! Während die Deutschen den Gürtel eng schnallen müssen und auf Steuersenkungen wie beispielsweise die Beseitigung der kalten Progression warten und warten und warten, signalisiert Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi grünes Licht: Ab 2016 will der Politiker die Steuern im Land schrittweise weiter senken. Bis 2018 soll es zu den seit seinem Amtsantritt im Februar 2014 bereits realisierten Steuerkürzungen von 15 Milliarden Euro weitere Entlastungen von 35 Milliarden Euro geben.

Mit der Lockerung des Sparkurses will Renzi die Wirtschaft ankurbeln und die hohe Arbeitslosigkeit Italiens - die Quote lag im April mit 12,4 Prozent doppelt so hoch wie in 2007 - bekämpfen. Zwar scheint sich Italien inzwischen aus dem Griff der Rezession zu befreien. Im ersten Quartal schaffte das Land nach langer Schrumpfungskur ein Wachstumsplus von 0,3 Prozent. Doch so wirklich überzeugend sind die Steigerungen bisher nicht. Der Internationale Währungsfonds IWF erwartet für dieses Jahr eine Konjunkturbeschleunigung Italiens um 0,5 und im nächsten Jahr von 1,1 Prozent. Der Rest des Euroraums soll in den beiden Jahren dagegen um 1,5 und 1,6 Prozent wachsen.

Unabhängig davon: Börsianer finden die Steuerpläne von Renzi offensichtlich gut. Denn nach Bekanntgabe der Erleichterung kletterte Italiens Leitindex MIB mit seinen 40 Mitgliedern an einem Tag um 1,8 Prozent. Immerhin sollen ab 2017 die Unternehmenssteuern sinken - die Gewinne der Unternehmen dürften durch die verbesserte Konjunktur und niedrigere Steuerlasten steigen.

Auf Seite 2: Wie Anleger auf den Durchbruch der 24000-Punkte-Marke setzen können





Das positive Umfeld - auch die von der EZB beschlossenen Ankaufprogramme für Euro-Staatsanleihen hat den MIB seit Januar kräftig befeuert - bringt nun einen Indexstand der Börse Mailand im Bereich des starken Widerstands von 24000 Punkten. Anleger setzen darauf, dass die Marke jetzt nachhaltig überwunden wird und weitere Steigerungen bringt. Immerhin notierten Italiens Blue Chips zuletzt in 2009 über dieser Hürde. Allerdings lag damals das Hoch auch nur bei rund 24500 Punkten. Würde auch diese Marke fallen, könnte der Markt möglicherweise schnell in Richtung der alten 30000 Punkte-Zone aus 2008 rasen. Nach unten hin dürfte die Marke von 22000 Punkten hingegen eine gute Unterstützung bieten.

Basiswert: FTSE MIB

Produkt: Knock-out Call

ISIN: DE000XM5HL47

Emittent: Deutsche Bank

Laufzeit: endlos

Basispreis: 20886,1757 Punkte

Knock-out: 21500,00 Punkte

Bezugsverhältnis: 1000:1

Hebel: 8,1