* Das CORONAVIRUS breitet sich weiter rasant aus. Immer mehr Länder melden neue Fälle. In Deutschland wurden Infektionen auch in Hamburg und Hessen bekannt. Der Krisenstab des Bundes will eine Einschätzung abgeben, ob die Tourismusmesse ITB nächste Woche in Berlin starten kann. Die Höhe der wirtschaftlichen Folgen ist noch nicht abzuschätzen. Die Ratingagentur Moody's rechnet weltweit und in den USA mit einer Rezession in der ersten Jahreshälfte. Das verschreckt Anleger. Der Ausverkauf an den Börsen ging am Freitag in Asien weiter. Den weltweiten Märkten drohen die höchsten Wocheneinbußen seit der Finanzkrise 2008.

* THYSSENKRUPP - Der seit Jahren kriselnde Konzern hat sich mit dem Verkauf seiner Aufzugssparte für 17,2 Milliarden Euro eine Verschnaufpause verschafft. Die Tochter gehe an ein Bündnis um Advent, Cinven und die RAG-Stiftung, teilte Thyssenkrupp mit. Das Geschäft gehe vollständig an das Konsortium, Thyssenkrupp werde aber in einem weiteren Schritt einen Teil des Kaufpreises von rund 1,25 Milliarden Euro in eine Rückbeteiligung am verkauften Aufzugsgeschäft investieren.

* SYRIEN - Die Lage in der umkämpften syrischen Grenzregion Idlib eskaliert. Bei einem Luftangriff syrischer Truppen sind türkischen Angaben zufolge 33 türkische Soldaten ums Leben gekommen. Die Türkei kündigte daraufhin Angriffe auf Stellungen syrischer Regierungstruppen an. UN-Generalsekretär Antonio Guterres äußerte sich besorgt über die Entwicklung und forderte erneut eine umgehende Waffenruhe. Die Türkei wird syrische Flüchtlinge nach Angaben eines hochrangigen Insiders nicht länger von der Flucht über Land oder See nach Europa abhalten.

* BASF hat das Ergebnis im vierten Quartal überraschend deutlich gesteigert. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) erhöhte sich um gut 23 Prozent auf 765 Millionen Euro, wie der Chemiekonzern mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg auf 655 Millionen Euro erwartet. BASF hatte das deutlichen Zuwächsen in den meisten Geschäftsbereichen zu verdanken, vor allem in der Agrarsparte, die der Konzern durch die Übernahme von Geschäften von Bayer ausgebaut hatte. Der Umsatz sank indes wegen niedriger Preise und eines rückläufigen Absatzes um zwei Prozent auf 14,686 Milliarden Euro.

* Die COMMERZBANK sagt wegen der Ausbreitung des Coronavirus internationale Großveranstaltungen ab. Dies gelte etwa für ein im März geplantes Führungskräftetreffen, sagt ein Banksprecher. Zudem rät sie Mitarbeitern von nicht unbedingt notwendigen Dienstreisen ab.

* FREENET - Der Mobilfunkanbieter hat im vergangenen Jahr Umsatz und Abonnentenzahl leicht gesteigert, beim operativen Gewinn jedoch Einbußen erlitten. Das Ebitda habe 2019 bei 426,8 Millionen Euro gelegen, ein Rückgang zum Vorjahr von 3,3 Prozent, teilte Freenet mit. Der Umsatz stieg dagegen um 1,2 Prozent auf 2,93 Milliarden Euro, die Zahl der Abonnenten wuchs um 2,5 Prozent auf 8,367 Millionen. Für 2019 wolle der Vorstand eine unveränderte Dividende von 1,65 Euro je Aktie ausschütten.

* BEYOND MEAT hat die Märkte mit einem Verlust im vierten Quartal enttäuscht. Unter dem Strich habe ein Minus von einem Cent je Aktie gestanden, teilte die vegane Burgerfirma mit. Analysten hatten jedoch einen Gewinn von einem Cent je Anteilsschein im Durchschnitt erwartet. Der Umsatz verdreifachte sich im Berichtszeitraum auf 98,5 Millionen Dollar und übertraf die Expertenschätzungen.

* EZB - Die Coronavirus-Epidemie stellt nach Ansicht von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane ein größeres Risiko für die Konjunktur dar, sollte die Lungenkrankheit länger anhalten. "Eine weitere großflächige Ansteckung und eine längere Unterbrechung der normalen Wirtschaftsaktivität erzeugen zusätzliche Risiken für die kurzfristigen Projektionen", sagte er. Im März stehen die neuen Wachstums- und Inflationsprognosen der EZB an.

rtr