* DEUTSCHLAND/SCHIESSEREI - Bei einer Schießerei in zwei Shisha-Bars in Hanau sind am Abend neun Menschen getötet worden. Die Polizei berichtete am Morgen, der mutmaßliche Täter sei tot in seiner Wohnung gefunden worden. "Zudem entdeckten Spezialkräfte der Polizei dort eine weitere Leiche", schrieb die Polizei Südosthessen auf Twitter https://twitter.com/Polizei_soh/status/1230342279879151622.

Die Hintergründe waren zunächst unklar. * VIRUSEPIDEMIE - Die Zahl der neuen Erkrankungen in China ist am Mittwoch zwar deutlich gefallen. Allerdings wiesen die Behörden darauf hin, dass in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei ein anderer diagnostischer Ansatz verfolgt wird: Wer nur Symptome habe, aber keinen positiven Test, werde nicht mehr als Coronavirus-Fall gezählt. An neuen Erkrankungen wurden damit für ganz China 394 Fälle gezählt nach 1749 am Dienstag. In Südkorea kamen 31 weitere Fälle hinzu.

* EU/HAUSHALT - In Brüssel beginnen heute die Verhandlungen über die neue Finanzperiode der Europäischen Union von den Jahren 2021 bis 2027. Es geht dabei um einen Haushalt, der rund eine Billion Euro umfassen soll. Gestritten wird, wie der Haushalt finanziert und wie das Geld verteilt werden soll. Unterdessen hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz Bedingungen für einen höheren deutschen Beitrag genannt. Es gehe darum, "dass wir eine moderne, fortschrittliche Politik entwickeln", sagte Scholz der Nachrichtenagentur Reuters. Wichtig sei ein Haushalt, "der sich mit den Zukunftsfragen der europäischen Politik beschäftigt". Deutschland sei bereit, mehr in den EU-Haushalt zu bezahlen.

* BMW will seine Werke optimieren. "Wir werden in der Produktion bis Ende 2022 insgesamt zwei Milliarden Euro Effizienzpotential heben", sagte Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic der "FAZ". Es würden erstens die Anlageinvestitionen verbessert und zweitens die laufenden Kosten gesenkt. Die Prozesse sollten kontinuierlich verbessert und die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden.

* FRESENIUS - Hohe Investitionen haben den Gesundheitskonzern 2019 gebremst. Das bereinigte Konzernergebnis legte um zwei Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zu, wie Fresenius mitteilte. Währungsbereinigt stagnierte es wie erwartet. Im vierten Quartal ging es jedoch aufwärts mit einem währungsbereinigten Gewinnplus von zwei Prozent auf 517 Millionen Euro. Fresenius setzte 2019 rund 35,5 Milliarden Euro um. Währungsbereinigt lag der Zuwachs bei sechs Prozent und damit im Rahmen der prognostizierten Wachstumsspanne von vier bis sieben Prozent. Die Dividende soll um vier Cent auf 0,84 Euro je Aktie steigen. + Bilanz-PK

* FRESENIUS MEDICAL CARE - Der Ausbau des Heimdialysegeschäfts zahlt sich für Fresenius Medical Care aus. Im vierten Quartal kletterte der Umsatz um sechs Prozent auf mehr als 4,5 Milliarden Euro, wie die Dialysetochter von Fresenius mitteilte. Währungsbereinigt stand ein Plus von vier Prozent zu Buche. Das bereinigte Konzernergebnis legte um drei Prozent auf 408 Millionen Euro zu, währungsbereinigt stagnierte es allerdings. + Bilanz-PK

* AIRBUS - Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern will in seiner Rüstungssparte bis Ende kommenden Jahres knapp 2400 Stellen abbauen. Betroffen seien auch 829 Arbeitsplätze in Deutschland, kündigte der Chef von Airbus Defence and Space, Dirk Hoke, in einem Schreiben an die Mitarbeiter an, das Reuters vorlag. Die Verhandlungen mit dem europäischen Betriebsrat hätten bereits begonnen.

* FUCHS PETROLUB - Dem Schmierstoffhersteller macht die Schwäche der Automobilindustrie zu schaffen. Dank Zukäufen konnte der Konzern den Umsatz 2019 zwar mit 2,6 Milliarden Euro stabil halten, wie Fuchs Petrolub mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging aber um 16 Prozent auf 321 Millionen Euro zurück.

* REAL - Der neue Eigentümer der Supermarktkette Real plant harte Einschnitte bei der bisherigen Metro-Tochter. "Es ist in der Tat eine herausfordernde Akquisition, Real so wie es heute ist, ist nicht zukunftsfähig", sagte Marjorie Brabet-Friel, Vorstandschefin der SCP Group, dem "Handelsblatt". "Wir treffen keine überhasteten Entscheidungen und geben Real eine faire Chance", betonte sie. Allerdings sei jetzt schon zu erkennen, "dass es schwierig wird".

* LENOVO hat seinen Nettogewinn im dritten Geschäftsquartal um elf Prozent gesteigert und damit etwas stärker als von Experten erwartet.

* USA/ZINSEN - Die US-Notenbank Fed will trotz der Virus-Krise in China vorerst an ihrer Zinspause festhalten. Der eingeschlagene geldpolitische Kurs bleibe wahrscheinlich "eine Zeitlang" angemessen, heißt es in den Protokollen der Sitzung von Ende Januar. Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in China wird an den Märkten verstärkt darüber spekuliert, dass die Fed wegen negativer Auswirkungen auf die US-Wirtschaft Mitte des Jahres die Zinsen senken könnte. In den Fed-Protokollen heißt es, die Währungshüter seien der Ansicht, die von der Epidemie ausgehende Gefahr erfordere "genaue Beobachtung".

rtr