* USA/ZINSEN - Inmitten der Corona-Pandemie entscheidet die US-Notenbank Fed heute über den Leitzins. Sie hat den geldpolitischen Schlüsselsatz unter dem Eindruck der Krise bereits in zwei Sitzungen außerhalb der Reihe auf die akutelle Spanne von null bis 0,25 Prozent nach unten gesetzt. Experten erwarten keine weitere Absenkung, zumal Notenbankchef Jerome Powell einen negativen Zins weitgehend ausgeschlossen hat. Allerdings dürften die Währungshüter den Finanzmärkten eine Orientierungslinie geben, wie sie die Konjunkturaussichten einschätzen und wie lange sie am Niedrigzins festhalten könnten.

* GOOGLE - Die Coronavirus-Pandemie hat das Wachstum des Konzerns gedämpft. Zum Jahresstart legte der Umsatz um 13 Prozent auf 41,2 Milliarden Dollar zu, wie der Google-Mutterkonzern Alphabet mitteilte. "Die Performance in den ersten beiden Monaten des Quartals war stark, aber im März haben wir eine starke Drosselung bei den Werbeeinnahmen erlebt", teilte Google-Finanzchefin Ruth Porat mit. Sie gehe davon aus, dass das laufende Quartal für das Werbegeschäft schwer werde.

* CORONAVIRUS - Die Bundesregierung will laut "Spiegel" in der Corona-Pandemie vorerst keinerlei Lockerungen für Fernreisen. Wie das Nachrichtenmagazin online berichtet, soll die strikte Warnung für alle touristischen Reisen ins Ausland heute vom Bundeskabinett verlängert werden, mindestens bis zum 14. Juni. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag habe das Auswärtige Amt kurz vor der Kabinettssitzung unter den Bundesministerien abgestimmt. In Deutschland stieg die Zahl der Infektionen um 1304 auf 157.641, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legte um 202 auf 6115 zu.

* LUFTHANSA - In der Diskussion um die Rettung der Fluggesellschaft verlangt SPD-Chef Norbert Walter-Borjans im Gegenzug für Milliardenhilfen der Steuerzahler Mitspracherechte für den Bund. "Es gibt gute Gründe, einem an sich gesunden Unternehmen mit öffentlichen Geldern aus der Patsche zu helfen. Wenn die Allgemeinheit aber ein Unternehmen mit Milliarden stützen soll, muss es das Geld auch im Sinn der Allgemeinheit verwenden", sagte Walter-Borjans den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das bedeute, dass Arbeitsplätze erhalten blieben und bei künftigen unternehmerischen Entscheidungen Rücksicht auf das Klima genommen werde.

* DAIMLER - Für Beschäftigte des Konzerns gilt bis Ende Juni eine Urlaubssperre, das berichtet die "WirtschaftsWoche" unter Berufung auf ein internes Schreiben an die Mitarbeiter. Hintergrund könne sein, dass Arbeitgeber für Urlaubstage das volle Gehalt zahlen müssen und kein Kurzarbeitergeld bekommen. Daimler erklärte dem Magazin zufolge, das Hochlaufen der Produktion solle gesichert werden.

* AIRBUS - Der europäische Flugzeugbauer hat im ersten Quartal angesichts der Coronavirus-Krise einen Verlust von 481 Millionen Euro eingefahren. Im Vorjahr hatte das Unternehmen dagegen auch in den traditionell schwachen ersten drei Monaten noch 40 Millionen Euro Gewinn verzeichnet. Der Betriebsgewinn halbierte sich in etwa auf 281 Millionen Euro von 549 Millionen Euro 2019, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

* ZOOM - Die US-Videokonferenz-Plattform will durch einen Deal mit Oracle den sprunghaften Anstieg der Nutzungszahlen bewältigen. Die beiden Unternehmen gaben die Größe des Deals nicht bekannt, aber der Datenverkehr für "Millionen" von Meeting-Teilnehmern werde vom Oracle-Clouddienst verarbeitet, etwa sieben Millionen Gigabyte Zoom-Daten pro Tag würden über Oracle-Server fließen, teilte Zoom mit. Online-Videoanrufe stiegen nach Unternehmensangaben von zehn Millionen im Dezember auf aktuell 300 Millionen pro Tag.

* FORD bleibt einen Zeitplan für die Wiederaufnahme der Produktion in seinen nordamerikanischen Werken schuldig. Finanzchef Tim Stone erklärte, dies werde geschehen "sobald es praktikabel ist". Er machte jedoch keine konkreten Angaben. Der US-Autobauer wies wie bereits zuvor angekündigt für das erste Quartal einen Verlust von zwei Milliarden Dollar aus. Im zweiten Quartal werde dieser voraussichtlich auf mehr als fünf Milliarden Dollar klettern. Die Bar-Reserven des Konzerns dürften für das restliche Jahr reichen.

* AMD - Der US-Chiphersteller profitiert von der höheren Nachfrage nach Spielekonsolen in der Coronavirus-Pandemie. Der Umsatz legte im ersten Quartal um rund 40 Prozent auf 1,79 Milliarden Dollar zu, wie der Konzern mitteilte. Für das laufende Quartal rechnet AMD mit einem Plus von etwa 25 Prozent. Analysten hatten da mehr erwartet.

* UBER - Der Fahrdienstanbieter verliert seinen Technik-Chef. Thuan Pham habe seinen Rücktritt zum 16. Mai eingereicht, teilte das US-Unternehmen mit. Er war seit 2013 bei dem Konzern. Einem Bericht des Webportals "The Information" zufolge überlegt Uber zudem, wegen der Coronavirus-Pandemie etwa ein Fünftel der Belegschaft zu entlassen - mehr als 5400 der 27.000 Mitarbeiter. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, man prüfe angesichts der Epidemie "jedes mögliche Szenario".

* DEUTSCHLAND/FUSSBALL - Das Bundesarbeitsministerium gibt einem Medienbericht zufolge in Sachen Arbeitsschutz grünes Licht für einen Spielbetrieb der 1. und 2. Fußball-Bundesliga. "Der Arbeitsschutz der Spieler, Trainer und Betreuer kann bei vollständiger Umsetzung des Konzepts weitgehend sichergestellt werden", zitiert das RedaktionsNetzwerk Deutschland aus einem Schreiben des Staatssekretärs im Bundesarbeitsministerium, Björn Böhning, an Kanzleramtschef Helge Braun.

rtr