ANALYSE INSIDERDEALS

Munich Re, Tui und HolidayCheck: Auffällige Insidertransaktionen

Munich Re, Tui und HolidayCheck: Auffällige Insidertransaktionen

WKN: TUAG00 ISIN: DE000TUAG000 TUI

8,98 EUR
0,46 EUR 5,42 %
19.07.2019 - 19:52
12.07.2019 04:20:00

In den vergangenen beiden Wochen gab es einige auffällige Insidertransaktionen börsennotierter Unternehmen zu beobachten. Erwähnenswert waren die Deals bei Munich Re, TUI und HolidayCheck. Von Jörg Bernhard

Die Aktie der weltgrößten Versicherung Munich Re notiert derzeit nur knapp unter ihrem höchsten Stand seit 16 Jahren. Einige Manager des Unternehmens nehmen dies zum Anlass und trennen sich im großen Stil von Aktien der von ihnen geführten Gesellschaft. In der vergangenen Woche verkaufte zum Beispiel Vorstandsmitglied Thomas Blunck 1.000 Munich Re-Aktien und wurde dadurch um fast 228.000 Euro reicher. Seit dem Jahreswechsel belaufen sich die Vorstandsverkäufe auf über 11.200 Aktien und haben damit die seither registrierten Käufe anderer Unternehmensmanager um mehr als 3.800 Aktien übertroffen. Privatanleger sollten diese Entwicklung als Warnzeichen sehen und lieber die Finger von dem Finanzwert lassen.

Charttechnik Munich Re


Aus charttechnischer Sicht kann man bei der Aktie von Munich Re wahrlich nicht meckern. Seit drei Jahren befindet sich die Aktie in einem steilen Aufwärtstrend und hat sich seither um über 60 Prozent verteuert. Derzeit deutet nichts auf einen Trendwechsel nach unten hin, was unter anderem am starken Aufwärtsdrang der langfristigen 200-Tage-Linie abzulesen ist. Selbst der Timingindikator Relative-Stärke-Indikator (aktuell: 66 Prozent) zeigt trotz der rasanten Rally noch keine überkaufte Lage an. Die Nervosität der Börsianer dürfte aber beim Überschreiten der Marke von 70 Prozent erheblich steigen. Dann droht beim Unterschreiten dieser "Hausnummer" aufgrund des damit verbundenen Ausstiegssignals chartinduzierter Verkaufsdruck.

Massive Kauflaune bei TUI-Chef


Seit über einem Jahr befindet sich die Aktie des Touristikkonzerns TUI im steilen Sinkflug und musste seither Kursverluste von in der Spitze über 60 Prozent hinnehmen. Unternehmenschef Friedrich-Peter Joussen stuft diese Negativentwicklung offensichtlich als übertrieben ein und hat sich Ende Juni erneut mit TUI-Aktien eingedeckt. Diesmal erwarb er rund 3.300 Anteilsscheine und bezahlte hierfür über 26.000 Euro. Damit belaufen sich seine diesjährigen Käufe auf ein Volumen von ungefähr 375.000 Aktien. Daraus errechnet sich ein Investitionsvolumen von fast 3,4 Millionen Euro. Besonders interessant: Diverse Kollegen aus dem Vorstand bzw. Aufsichtsrat sind in diesem Jahr ebenfalls mit Insiderkäufen in Erscheinung getreten. Insgesamt beläuft sich deren Kaufvolumen auf zusätzliche 165.000 Aktien mit einem Transaktionsvolumen in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro.

Charttechnik Tui


Den Chart von Tui kann man als relativ desaströs bezeichnen. Dies liegt vor allem daran, dass der seit Mai 2018 eingeschlagene Abwärtstrend besonders steil verläuft und nach wie vor intakt ist. Dessen obere Begrenzung verläuft derzeit bei ungefähr zehn Euro. Bei einem markanten Ausbruch aus diesem Trendkanal entstünde ein charttechnisches Kaufsignal. Übergeordnet betrachtet kann man die charttechnische Lage aber vor allem als ausgesprochen labil bezeichnen. Charttechnisches Ungemach droht nämlich, falls der charttechnische Boden wegbrechen sollte. Dies wäre bei einem deutlichen Rutsch unter die Marke von acht Euro der Fall.

Vorstandstrio von HolidayCheck in Kauflaune


Anfang Juli haben die drei Vorstände von HolidayCheck signifikante Insiderkäufe getätigt. Das Gesamtvolumen der Transaktionen belief sich auf fast 121.000 Aktien im Wert von über 320.000 Euro. Glissmeyer, Scheuermann und Hesse sind auch im vergangenen Jahr mit Insiderkäufen in Erscheinung getreten. Damals zahlten sie aber unisono mehr als drei Euro (Aktienkurs aktuell: 2,69 Euro). Unter charttechnischen Aspekten verfügt der Nebenwert über eine massive Unterstützungszone im Bereich von 2,50 bis 2,70 Euro. Diese sollte auf keinen Fall verletzt werden.

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Bildquelle: Wolfgang Kriegbaum

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