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Nach Attacken auf Aurelius, Ströer und Wirecard: Was Anleger über Leerverkäufer wissen müssen

Nach Attacken auf Aurelius, Ströer und Wirecard: Was Anleger über Leerverkäufer wissen müssen

WKN: A0JK2A ISIN: DE000A0JK2A8 AURELIUS

32,48 EUR
-0,56 EUR -1,69 %
21.02.2020 - 17:58
14.06.2017 04:00:00

Die Spezies ist verhasst wie keine andere an der Börse - dennoch sind Shortseller auch ein notwendiges Regulativ. Und wenn sie schiefliegen, kann das für Anleger zum Fest werden. Von Andreas Meyer



Sie haben die Macht über Milliarden von Dollar oder Euro. Sie jonglieren mit den Geldern ihrer Investoren täglich an den internationalen Kapitalmärkten. Dabei wird ihnen unterstellt, über Leichen zu gehen. Die Rede ist von oftmals sagenumwobenen und gleichermaßen verhassten alternativen Investmentvehikeln, allgemein auch als Hedgefonds bekannt.



Laut Barclays betrug das verwaltete Vermögen in Hedgefonds Ende 2016 über 3000 Milliarden US-Dollar (eine Drei mit zwölf Nullen). Tendenz steigend. Damit kann der Einfluss dieser Fonds auf die Aktienmärkte essenziell sein. Hinzu kommt, dass Hedgefonds mit Sitz in Steueroasen kaum reguliert sind und sich oftmals auf nur wenige Aktien fokussieren. Dabei verfolgen die angeblichen Meister der Geldanlage häufig einen aktivistischen Ansatz, indem sie versuchen, das Management eines Unternehmens in die eine oder andere Richtung zu bewegen.


Viele Hedgefonds setzen auch auf fallende Kurse. Diese sogenannten Short-Strategien machen sie besonders unbeliebt. Besonders schmerzhaft für Anleger wird es, wenn sich auf Leerverkauf spezialisierte Spekulanten ein Unternehmen herauspicken und eine umfangreiche Analyse dazu veröffentlichen, in der sie schwere Vorwürfe erheben.

Reizwörter reichen



Ob solche Analysen zutreffend sind oder auch nur annähernd eine Berechtigung haben, bleibt dabei meistens zweitrangig. Mittlerweile reicht es aus, wenn nur von "Attacke" und "Leerverkauf" die Rede ist, um eine Aktie zu Fall zu bringen. Nervenstärke und Durchhaltevermögen sind für investierte Anleger dann angesagt, um den Spekulanten die Stirn zu bieten.

Unternehmen wie Aurelius, Ströer und Wirecard sind nur einige der jüngsten Fälle hierzulande. Jedes Mal fiel der Aktienkurs nach den Anschuldigungen dramatisch, und die Leerverkäufer kassierten kräftig ab. Aurelius etwa warf man vor, die einzelnen Beteiligungen mit viel zu hohen Preisen zu bewerten. Der Kurs stürzte von über 65 auf unter 35 Euro ab. Bis heute legte die Aktie zwar wieder bis auf gut 53 Euro zu, konnte sich jedoch trotz erfolgreicher Beteiligungsverkäufe nicht gänzlich von dem Tiefschlag erholen.

Auf Seite 2: Die positive Seite



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Bildquelle: Wirecard AG, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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