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Nebenwerte Kaufen: Neun Geheimtipps mit hohem Kurspotenzial

Nebenwerte Kaufen: Neun Geheimtipps mit hohem Kurspotenzial

WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 BYD Co. Ltd.

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18.09.2019 - 19:54
01.04.2019 03:20:00

Aktien unterhalb der großen Indizes wie DAX oder MDAX sind oft besonders aussichtsreich - wenn man die richtigen kauft. Die Redaktion hat neun deutsche Wachstumsgeschichten mit Kurspotenzial gefunden. Von Christian Ingerl, Euro am Sonntag

"Klein, aber oho", so heißt es oft im Volksmund. Dieser Spruch lässt sich aber nicht nur auf besonders quicke Sprösslinge anwenden, auch an der Börse trifft er ins Schwarze. Denn während sich viele Anleger allein auf die Big Player am Markt fokussieren, sind die echten Champions oftmals in den hinteren Börsenreihen zu finden.



Ein Blick auf die historischen Kurs­entwicklungen unterstreicht diese These. Seit dem Start ins neue Jahr­tausend legte der SDAX trotz New-Economy-Blase und Finanzkrise um satte 270 Prozent zu, der DAX schaffte in diesen knapp zwei Jahrzehnten einen Zuwachs von rund zwei Dritteln. Der Kleinwerteindex schneidet aber auch in kürzeren Zeiträumen besser als die Bluechips ab.


Small-Cap-Kritiker argumentieren allerdings gern damit, dass Nebenwerte deutlich volatiler und damit auch risikoreicher seien als ihre großen Pendants. In einer kurzfristigen Betrachtung mag dies durchaus zutreffen, da allein schon die oft fehlende Liquidität in einzelnen Titeln starke Schwankungen verursacht. Über einen längeren Zeitraum lässt sich das Argument aber nicht aufrechterhalten.
"Nebenwerte sind, anders als oft vermutet, nicht grundsätzlich risikoreicher als Large Caps. Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 haben sich die Volatilitäten von Small, Mid und Large Caps auf einem ähnlichen Niveau bewegt", erklärt Fondsmanager Björn Glück von Lupus alpha und fügt hinzu: "Insbesondere in positiven Aktienmarktjahren können sie sich besser entwickeln als die großen Werte."

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Die Kleinunternehmen haben in der jüngsten Vergangenheit auch Vertrauen durch ihren zunehmenden Fokus auf die eigene Substanz aufgebaut. So folgt die Eigenkapitalquote, also das Verhältnis aus Eigenkapital (EK) und Bilanz­summe, nach Berechnungen der KfW seit Beginn der 2000er-Jahre einem stetigen Aufwärtstrend. Die Kennzahl, die für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens eine bedeutende Rolle spielt, verbesserte sich bei kleinen und mittleren Unternehmen von durchschnittlich 18,4 Prozent im Jahr 2002 auf komfortab­le 30 Prozent 2016.

"Small is beautiful"

Viele weitere Gründe sprechen für Nebenwerte: "Der große Vorteil von Small und Mid Caps ist, dass dieses Marktsegment Stockpickern eine sehr große Vielfalt bietet - und das auch in konjunkturell schwierigen Zeiten", sagt Glück. Ein wichtiger Punkt, denn die makroökonomische Lage trübt sich ­derzeit ein. Nebenwerteexperte Glück bleibt gleichwohl zuversichtlich: "Kleine Firmen können oftmals schneller und flexibler auf sich verändernde Marktsituationen reagieren."

Für die Small Caps spricht darüber hinaus, dass sich die Bewertungsniveaus zuletzt deutlich gesenkt haben. Der SDAX etwa büßte seit Ende August 2018 über 13,6 Prozent an Wert ein. Damit ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der zu erwartenden Gewinne für 2019 von knapp 20 auf 16,1 gesunken. Der Vergleich zwischen dem KGV und dem Gewinnwachstum für den Index - der Konsens der Analystenschätzungen geht für 2019 von einem Anstieg um 20,1 Prozent aus - zeigt, dass der SDAX derzeit nicht teuer ist. Zum Vergleich: Beim DAX liegt das KGV deutlich über den prognostizierten Gewinnsteigerungsraten. Und für 2020 wird mit einem weiteren Gewinnplus von 14,5 Prozent bei den 50 SDAX-Mitgliedern gerechnet.

Hinzu kommt bei den Nebenwerten noch ein guter Schuss M & A-Fantasie. "Ich kann mir gut vorstellen, dass bei den aktuellen Bewertungen sowohl Private-Equity-Adressen als auch strategische Käufer auf den Plan treten und Übernahmen so ein potenzieller Kurs­treiber für Nebenwerte 2019 sein könnten", sagt Fondsmanager Glück.

Wir haben uns mithilfe unserer Datenbank auf die Suche nach lukrativen Geheimtipps im Nebenwertesegment gemacht. Unser Auswahlverfahren beruhte hierbei sowohl auf qualitativen als auch auf quantitativen Kriterien: Mit Blick auf die Ergebnisseite kamen nur jene Titel in die engere Auswahl, die maximal einen Gewinnrückgang in den vergangenen fünf Jahren aufweisen und überdies ein Gewinnplus für 2019 in Aussicht stellen. Die Eigenkapitalquote musste zudem die 30-Prozent-Marke überschreiten. Zudem sollten sie Dividende zahlen und diese stetig steigern - höchstens eine Stagnation von 2014 bis 2018 war erlaubt. Unsere neun Top-Picks eignen sich somit nicht nur für risikobereite Anleger. Auf den folgenden Seiten stellen wir sie detailliert vor.

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Bildquelle: Lee Pettet/Istockphoto, BÖRSE ONLINE

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