Netflix-Aktie: Auf dem Sprung nach Europa
· Börse Online Redaktion
Die Spezialität sind nicht nur eigene Produktionen. Netflix weiß auch was seinen Kunden gefallen könnte. Ein ausgefeilter Algorithmus unterbreitet ein individuelles Unterhaltungsangebot. Das Potenzial ist vorhanden. Die Markforschung zählt 66 Millionen Haushalte in den neuen Netflix-Ländern. Auch wenn Deutschland in Sachen Video-on-Demand noch eine Diaspora ist, sind die Zuwächse der zweistellig. Vor allem die Digital Native, also die Generation, die mit den elektronischen Endgeräten aufgewachsen ist, fühlt sich von Streamingdiensten angesprochen. Im Mediareport Prognos wird ein "grundlegender Wandel des Fernsehsystems" prognostiziert und "der Trend zur nicht-linearen Fernsehnutzung und zum personalisierten Programm ist unaufhaltsam".
Auf Seite 2: Netflix in den Staaten
In den USA ist Netflix der Platzhirsch mit über 37,2 Millionen Abonnenten, gefolgt vom großen Konkurrenten HBO. Der Pay-TV-Sender kommt auf 30,4 Millionen Abonnenten. Zuletzt stockte allerdings der Kundenstrom in den USA. Anstatt der prognostizierten 1,3 Millionen Neukunden, waren es nur 980.000. Die Aktie rauschte mit einem Tagesminus von rund 20 Prozent in den Keller. Der Kursrückgang bietet allerdings auch eine gute Einstiegsgelegenheit in den Wachstumswert. Zumal das Quartal auch ein Ausrutscher gewesen sein könnte. In den drei vorangegangenen übertraf der Film-Anbieter die Prognosen regelmäßig. Außerdem steht dem Rückgang ein internationaler Wachstumskurs entgegen. Im dritten Quartal kletterte die Nutzeranzahl außerhalb der USA von 12,91 auf 14,39 Millionen. Weil das rasante Wachstum erst einmal Kosten verursacht, hat Netflix bereits deutlich gemacht, dass im Schlussquartal nicht mit den üblichen zweistelligen Steigerungen beim Ergebnis zu rechnen ist. Doch das Management zeigt sich zuversichtlich, dass die Investition bald zurückverdient ist. In den Niederlanden dauerte es ein Jahr bis der Dienst profitabel lief.
Auf eine ganz andere Entwicklung setzt dagegen Mark Cuban. Der Selfmade-Milliardär könnte ein Näschen dafür haben. Cuban wurde durch den Verkauf von Broadcast.com, eine Firma die in den 1990ern Sportevents im Internet übertrug reich. Cuban stieg nach dem Kursrutsch von Netflix groß ein. Nach seinem Preisziel gefragt, antwortete Cuban, sein Ziel sei es, nie zu verkaufen. Für ihn ist die Firma ein potenzielles Übernahmeziel. Mögliche Käufer könnten seiner Meinung nach Apple, Google, Facebook oder Verizon Communications sein. Anleger können über den Knock-out-Call auf die US-Aktie auf beide möglichen Entwicklungen setzen. Netflix expandiert erfolgreich und (oder) wird übernommen, in beiden Fällen locken hohe Aufschläge, die das Hebelpapier vervielfacht.
Auf Seite 3: Investor-Info
Basiswert: Netflix
Produkt: Mini-Future Long
ISIN: DE000VZ4WD60
Emittent: Vontobel
Laufzeit: endlos
Basispreis: 292,92 US-Dollar
Knock-out-Schwelle: 307,44 US-Dollar
Bezugsverhältnis: 0,01
Hebel: 6,5
Kurs KO-Call : 0,37 Euro
Kurs Basiswert: 343,00 US-Dollar
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Schachwunderkind, genialer Computerspiel- und Softwareentwickler, Mitgründer von DeepMind Technologies, Chemie-Nobelpreisträger: Heute ist Demis Hassabis Chairman seines inzwischen von Google übernommenen Unternehmens und verfolgt das Ziel, durch Allgemeine Künstliche Intelligenz die Geheimnisse der Biologie und der Physik zu entschlüsseln.
Der Bestsellerautor und Journalist Sebastian Mallaby sprach mehr als 30 Stunden mit Hassabis und befragte außerdem dessen Kritiker, Rivalen und Wegbegleiter. Entstanden ist das facettenreiche Porträt einer Firma und ihres Gründers, der jenseits des Silicon Valleys grenzenlose Intelligenz erschaffen will, die unser Verständnis des Universums verändern wird. Ein packender Blick auf ein Rennen um Talente, Rechenleistung und Macht, dessen Ausgang offen ist, und auf eine der faszinierendsten Erfolgsstorys unserer Zeit.
Autoren: Mallaby, Sebastian
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