Der US-Konzern begründet seine trüben Erwartungen mit Verzögerungen bei neuen Serien und Filmen wie der neuen "Bridgerton"-Staffel und dem Ryan-Reynolds-Film "The Adam Project". Allerdings dürfte auch die scharfe Konkurrenz von Disney, Apple und Amazon dafür sorgen, dass Kunden nicht nur auf Netflix zurückgreifen, wenn sie vor ihren Smartphones und Laptops sitzen. Im Sog verlor auch die Disney-Aktie.

Netflix-Co-Chef Ted Sarandos begründete den Ausblick auch mit dem auf und ab, dass durch die Corona-Krise entsteht, und Vorhersagen erschwert. Zugleich betonte er, dass die Basis des Geschäfts "ziemlich solide" ist. Immer mehr Menschen weltweit wendeten sich vom traditionellen Fernsehen ab und wechselten zu Streamingdiensten. Von Oktober bis Dezember gewann Netflix auch dank der neuen "Witcher"-Staffel und Filmen mit Starbesetzung wie "Red Notice" und "Don't look up" mit Leonardo DiCaprio insgesamt 8,3 Millionen Abonnenten und kommt inzwischen weltweit auf fast 222 Millionen. Noch ist unklar, wie sich die jüngste Preiserhöhung in den USA und Kanada auf die Nutzerzahlen auswirkt.

Netflix, aber auch Disney, Apple und AT&T's HBO Max investieren Milliarden in neue Inhalte, um Kunden regelmäßig zum Schauen zu animieren. Der US-Streaming-Pionier setzt zudem auf mobile Videospiele und will das Angebot 2022 ausbauen. Der Gewinn im vierten Quartal stieg um zwölf Prozent auf 607 Millionen Dollar, der Umsatz legte um 16 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar zu. Für das laufende Quartal wird mit einem Umsatz von 7,9 Milliarden Dollar gerechnet.

rtr