15.55 Uhr - In Brandenburg steigen die Grundschulen ab dem 31. Mai vom Wechselunterricht wieder komplett in den Präsenzunterricht um. Dies gelte in Kreisen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50, teilt die brandenburgische Staatskanzlei nach einer Kabinettssitzung mit. Am 7. Juni sollen dann die weiterführenden Schulen unter dieser Bedingung folgen. Weitere Lockerungen wie die Öffnung von Freibädern oder der Innengastronomie seien ab dem 3. Juni geplant. Hotels und Pensionen sollen ab dem 11. Juni ohne Auslastungseinschränkungen öffnen dürfen. Die Details für die Lockerungen ab dem 3. Juni will das Kabinett am kommenden Dienstag (1. Juni) beschließen.

14.02 Uhr - Trotz sinkender Infektionszahlen rechnet der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Pandemie. "Diese Pandemie wird in meinen Augen nie beendet sein", sagt Montgomery den Sendern RTL und ntv. "Dieses Virus wird uns ähnlich wie das Grippevirus noch lange, lange über Generationen begleiten." Deswegen sei Prävention so wichtig. Die erste Prävention sei Impfen, die zweite Abstandsregeln und das Tragen von Masken. "Das kann man ja weiter wirklich machen", sagte Montgomery. Das Maske-Tragen sei ja nun nicht gerade ein so dramatischer Grundrechtseingriff, dass er die Leute komplett schädige.

11.28 Uhr - Die Europäische Union rechnet damit, bis Ende September mehr als einer Milliarde Impfstoff-Dosen zu erhalten. Das geht aus einem von der EU-Kommission erstellten Dokument für die Staats- und Regierungschefs hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Danach sollen im zweiten Quartal dieses Jahres 413 Millionen Dosen von den Herstellern geliefert werden. Von Juli bis September sollen es weitere 529 Millionen sein. Im ersten Quartal wurden 106 Millionen Dosen geliefert.

10.10 Uhr - Österreich verhängt wegen der Verbreitung der indischen Variante des Corona-Virus ab 1. Juni ein Landeverbot für alle Flugzeuge aus Großbritannien. Zudem kommt das Land ab diesem Dienstag auf die Liste der Virus-Varianten-Gebiete, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Einreise aus Großbritannien nach Österreich ist damit nur sehr eingeschränkt möglich. Im Wesentlichen dürfen nur österreichische Staatsbürger und Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich einreisen. Auch die Einreise aus humanitären Gründen oder im zwingenden Interesse der Republik ist möglich.

08.45 Uhr - Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat noch keine Entscheidung über eine Empfehlung einer generellen Impfung von Kindern gegen Covid-19 getroffen. "Es muss zunächst genau geklärt werden, wie dringend die Kinder die Impfung brauchen zu ihrem eigenen Gesundheitsschutz", sagt der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens im Deutschlandfunk. "Unser oberstes Ziel muss der Schutz und das Wohlergehen der Kindern sein." Die anderen Argumente wie die Öffnung der Schulen oder die Teilhabe am Leben oder an den Urlauben der Eltern, seien sekundäre Argumente. "Die Frage, die zu klären ist, ist, ob die Impfung wirklich die einzige und richtige Lösung ist." Bei den Impfungen würden schließlich "keine Bonbons verteilt", sondern es werde ein medizinischer Eingriff vorgenommen. Andere Maßnahmen könnten möglicherweise eine bessere Lösung sein. Die Klärung dieser Fragen wolle die Stiko in den kommenden zehn bis 14 Tagen liefern. Mertens verwies zudem auf die bisherigen Studien zur Impfung der Kinder mit dem Vakzin von Biontech. Die Aussage der Studie der EMA sei "limitiert, da sie lediglich 1100 Kinder umfasste. Daher sei es auch nicht auszuschließen, dass die Stiko bei ihrer letzendlichen Empfehlung der Politik nicht in allen Punkten nachkommen könne.

06.45 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) registriert 1911 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 2298 weniger als eine Woche zuvor. 33 weitere Menschen starben, am Dienstag vor einer Woche waren es 221. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 58,4, am Tag zuvor betrug der Wert 62,5, in der Vorwoche 79. Das RKI weist darauf hin, dass wegen der Feiertage weniger Menschen einen Arzt aufgesucht haben und damit weniger Tests vorgenommen wurden. Die Zahlen sind damit schwer vergleichbar. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,65 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, 87.456 Menschen starben.

02.00 Uhr - Die deutschen Landkreise fordern mehr verlässliche Impfstofflieferungen für die Impfzentren, um den Impftourismus zu vermeiden. "Die Lieferungen an viele Zentren sind noch immer zu unzuverlässig, so dass Erstimpfungen zurückgefahren werden müssen. Deshalb weichen die Leute aus und nehmen auch lange Wege auf sich. Im Grunde unterstreicht das die große Impfbereitschaft der Bevölkerung. Und darauf kommt es trotz aller Ruckelei entscheidend an", sagt der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, der Zeitung "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Der Impftourismus zwischen den Bundesländern zeige aber das Versagen der Politik, die Zentren mit ausreichend Impfstoff zu versorgen.

01.13 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verspricht den Unternehmen, die staatlichen Corona-Hilfen über den bislang geplanten 30. Juni hinaus zu verlängern. "Ich sage Ihnen zu: Wir werden das so lange fortführen, wie es eine nennenswerte Zahl von Unternehmen gibt, die unter den Spätfolgen von Corona nach wie vor leiden", sagt Altmaier im Polittalk der Zeitung "Bild". Über das konkrete Datum der Verlängerung von Überbrückungshilfen werde in der Bundesregierung noch diskutiert. "Ich würde es eigentlich gerne bis Ende des Jahres verlängern, weil ich weiß, dass viele Geschäfte eine Zeit lang brauchen werden, um das alles wieder aufzuholen." Voraussetzung der Hilfe bleibe, dass der Umsatz mindestens 30 Prozent unter dem Vorjahr liege. Dann könne man bestimmte Fixkosten angeben und andere Leistungen erhalten.

rtr