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Newsticker Corona: Insider - Länder sprechen über Öffnung von Großveranstaltungen

Newsticker Corona: Insider - Länder sprechen über Öffnung von Großveranstaltungen
09.06.2021 17:16:11

Es folgen aktuelle Entwicklungen rund um die Virus-Pandemie:

16.51 Uhr - Die 16 Ministerpräsidenten wollen in ihren Beratungen am Donnerstag nach Informationen von Reuters aus Verhandlungskreisen versuchen, eine gemeinsame Linie bei den Corona-Öffnungen für Großveranstaltungen und im Sport treffen. Dabei könnte auch eine Grenze bei der Sieben-Tage-Inzidenz festgelegt werden, ab der es bei wieder steigenden Infektionszahlen keine Zuschauer bei Sportveranstaltungen geben soll. Bei dem folgenden Bund-Länder-Spitzengespräch mit Kanzlerin Angela Merkel soll Corona am Donnerstagnachmittag aber keine Rolle spielen.

16.48 Uhr - Die Ukraine bittet Deutschland um die Lieferung überschüssiger Impfstoffdosen. Das sagt Außenminister Dmytro Kuleba nach einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas. Dieser verweist darauf, dass Deutschland zweigrößter Geber der internationalen Covax-Initiative ist, die der Ukraine bisher eine Million Impfdosen geliefert habe und bis Ende Juni eine weitere Million liefern wolle.

16.25 Uhr - Die US-Regierung will für rund 1,2 Milliarden Dollar ein Corona-Medikament des heimischen Pharmakonzerns Merck & Co kaufen. Sollte sich das Mittel in einer laufenden klinischen Studie als wirksam erweisen und von den US-Behörde zugelassen werden, würden damit 1,7 Millionen Behandlungseinheiten erworben, teilt Merck mit. Daten aus der Studie mit weltweit rund 1850 Patienten werden im Herbst erwartet. In der Studie, in der Merck testet, ob die Arznei das Risiko einer Krankenhauseinweisung oder eines Todesfalls verringert, wird eine Dosis alle zwölf Stunden über fünf Tage verabreicht. Merck rechnet damit, bis Ende des Jahres mehr als zehn Millionen Behandlungseinheiten zur Verfügung zu haben.

14.35 Uhr - US-Präsident Joe Biden will im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen Impfplan für die ganze Welt vorlegen. "Ich habe einen, und ich werde ihn verkündigen," sagt Biden, kurz bevor er an Bord der Air Force One geht, um zu seiner ersten Auslandsreise als Präsident nach Europa aufzubrechen. 14.01 Uhr - "Wir gehen nicht davon aus im Augenblick, dass es eine große Insolvenzwelle geben wird", sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin. Im Mai seien die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. "Das ist eine gute Nachricht." Schließlich gelte die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen ab Mai wieder. Sie war in der Corona-Krise zeitweise ausgesetzt worden. Laut dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wurden im Mai 682 Personen- und Kapitalgesellschaften als insolvent gemeldet. Das sind elf Prozent weniger als im Vormonat und 30 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

13.43 Uhr - Die EU und die USA wollen Exporthürden bei der Ausfuhr von Corona-Impfstoffen und Medikamenten gegen das Virus verringern. Das geht aus einem gemeinsamen Entwurf für das Gipfeltreffen am Dienstag hervor. Das Dokument kann allerdings noch abgeändert werden. Eine gemeinsame Task Force soll darüber wachen, dass Lieferketten offengehalten und "unnötige Export-Beschränkungen" vermieden werden. Tenor des Papiers ist es, dass freiwilliges Teilen von Technologie wichtig ist, um die Produktion hochzufahren. Der von US-Präsident Joe Biden vor einiger Zeit vorgebrachte Vorschlag, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe zeitweise aufzuheben, findet sich in dem Entwurf allerdings nicht.

13.25 Uhr - Der digitale Impfpass soll ab Donnerstag in Deutschland in den Einsatz kommen. Das sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Mit dem digitalen Impfpass sollen Nutzer leichter nachweisen können, dass sie bereits ausreichend gegen Corona geimpft sind. Dies gilt etwa für die Reisebranche als wichtig.

11.35 Uhr - Japan will die Corona-Impfung aller Willigen bis Oktober oder November abschließen. Dies teilt Ministerpräsident Yoshihide Suga mit. Japan hinkt bei den Impfungen gegen das Coronavirus anderen Industrieländern hinterher. Weniger als 50 Tage vor dem geplanten Beginn der Olympischen Spiele in Tokio sind erst etwa elf Prozent der Bevölkerung mindestens ein Mal geimpft. In der Bevölkerung gibt es entsprechend Vorbehalte gegen die Austragung der Spiele.

11.22 Uhr - Russland meldet mit 10.407 Corona-Neuinfektionen die höchste Zahl seit Anfang März. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen laut Angaben der Task-Force der Regierung binnen 24 Stunden auf über 5,15 Millionen. Die Zahl der Toten erhöhte sich demnach um 399 auf 124.895. Die Statistikbehörde, die separate Zahlen ermittelt, spricht von rund 270.000 Toten zwischen April 2020 und April 2021.

10.45 Uhr - Vor den Bund-Länder-Gesprächen macht sich der Deutsche Städtetag für weitere Corona-Finanzhilfen stark. "Wir haben ausgerechnet, dass uns in diesem und im kommenden Jahr neun Milliarden Euro fehlen werden, und jetzt auf den letzten Metern der Koalition hoffen wir, dass dieses Notsignal auch ankommt", sagt der Vizepräsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe (CDU) "SWR Aktuell". Der Städtetag fordere einen 50-prozentigen Ausgleich der Steuer-Mindereinnahmen. Die Gewerbesteuerausfälle seien nicht allein zu schultern. "Wir erleben jetzt schon die ersten Städte, die nicht mehr in der Lage sind, wichtige Investitionen im Bereich der Schulen, der Kitas durchzuführen." Auch Brücken und Tunnel könnten nicht mehr saniert werden. Ohne weitere Hilfen müssten Städte und Kommunen viele freiwillige Leistungen und womöglich auch "lang gewachsene Produkte wegstreichen - und das werden viele Bürgerinnen und Bürger nicht mehr verstehen".

05.22 Uhr - Die Olympischen Spiele in Tokio könnten einem Medienbericht zufolge nun doch vor Zuschauern stattfinden. Die Regierung in Japan und die Organisatoren der Spiele würden wegen sinkender Fallzahlen in Erwägung ziehen, einheimisches Publikum zuzulassen, berichtet die Zetung Asahi. Wegen der Corona-Pandemie und ihrer Risiken sind ausländische Zuschauer bereits ausgeschlossen.

05.00 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3254 neue Positiv-Tests. Das sind 1663 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 20,8 von 22,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 107 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89.491. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

04.00 Uhr - Der Lockdown in Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne wird Regierungsangaben zufolge wie geplant in der Nacht zum Donnerstag aufgehoben. Bewohner dürften dann ihre Häuser verlassen, müssten aber innerhalb eines Radius von 25 Kilometern bleiben, teilt der Ministerpräsident des Bundesstaates Victoria, James Merlino, in Melbourne mit. Private Treffen in Haushalten blieben untersagt.

00.39 Uhr - Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki fordert zum Start der Fußball-Europameisterschaft am Freitag die Aufhebung von Beschränkungen für Public Viewing. "Das wäre die rechtliche Konsequenz. Denn nach dem Infektionsschutzgesetz sind die Beschränkungen aufzuheben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenzzahl im jeweiligen Kreis unter 35 pro 100.000 Einwohner fällt. Dementsprechend gibt es keine rechtliche Handhabe für pauschale Verbote von Public Viewing", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwochausgaben) laut Vorabbericht.

rtr

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