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Newsticker Corona: R-Pharm - Produktionsziel in Bayern 8 bis 10 Mio Sputnik-Dosen

Newsticker Corona: R-Pharm - Produktionsziel in Bayern 8 bis 10 Mio Sputnik-Dosen
09.04.2021 17:03:00

Es folgen aktuelle Entwicklungen rund um die Virus-Pandemie:

16.50 Uhr - Das russische Pharmaunternehmen R-Pharm rechnet mit der Produktion von acht bis zehn Millionen Dosen des Impfstoffs Sputnik V in seinem Werk in Bayern. Dieses Ziel würde wahrscheinlich im vierten Quartal 2021 erreicht, sagt Firmenchef Alexej Repik der Nachrichtenagentur Reuters. "Ich denke, wir werden mit vier bis fünf Millionen kompletten Dosen beginnen." Eine komplette Dosis besteht aus Erst- und Zweitimpfung.

16.34 Uhr - Die EU will einem Insider zufolge Verhandlungen mit Pfizer/BioNTech über die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen für die Jahre 2022 und 2023 aufnehmen. Eine endgültige Zustimmung der Mitgliedsstaaten stehe noch aus, sagt ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Kommissionssprecher bestätigt die Kaufpläne und dass ein Hersteller von mRNA-Impfstoffen angesprochen werden solle. Dazu gehören neben Pfizer/BioNTech auch Moderna und CureVac. Ein Pfizer-Sprecher lehnt eine Stellungnahme ab. Die Zeitung "Die Welt" berichtete zuvor unter Berufung auf Kommissionskreise, die Dosen seien für Auffrischungen und Minderjährige gedacht.

16.18 Uhr - "Wir brauchen einen radikalen Wellenbrecher", sagt die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, mit Blick auf die dritte Infektionswelle. Auf den Corona-Intensivstationen gebe es immer mehr Patienten: "Wir müssen schnell handeln." Es gebe jetzt die Chance, dass der Bundestag einbezogen werde und nächste Woche eine "echte Notbremse" verabschiede mit einheitlichen Regeln im ganzen Land. Das habe die Runde der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bislang nicht geschafft. Zudem müssten Unternehmen verstärkt in den Blick genommen werden. Es brauche noch mehr Homeoffice - und wenn dies nicht möglich sei, mehr Testkapazitäten in Firmen.

15.37 Uhr - Nach Angaben der Bundesregierung sind am Donnerstag 719.927 Impfdosen verabreicht worden - die höchste Anzahl bisher. Das sind knapp 64.000 mehr als am Vortag. Bereits am Mittwoch stieg die Zahl der Impfungen drastisch auf knapp 670.000, vor allem weil die Hausarztpraxen nun zusätzlich impfen. Insgesamt haben den Angaben zufolge somit 12.204.176 Personen mindestens eine Impf­dosis erhalten.

15.15 Uhr - FDP-Chef Christian Lindner stellt sich grundsätzlich hinter die von der Bundesregierung geplanten einheitlichen Corona-Regeln, mahnt aber Augenmaß an. "Einheitliche Wenn-Dann-Regeln wären gut", sagt er. Aber wenn es bereits bei einer Inzidenz von 100 Ausgangssperren geben solle, sei dies unverhältnismäßig. Auch Modellprojekte müssten weiter möglich sein. "Aus einer Notbremse darf kein Anlass für einen unverhältnismäßigen Lockdown werden."

13.54 Uhr - Die EU-Arzneimittelbehörde EMA untersucht auch mehrere Fälle von Blut-Gerinnseln nach Impfung mit dem Stoff von Johnson&Johnson. Man nehme vier ernste Fälle von Thrombosen in den Blick, erklärt die EMA. Einer von diesen sei tödlich verlaufen. Zudem prüfe man fünf Fälle des sogenannten Kapillarlecksyndroms, die im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Imfpung stehen könnten.

13.10 Uhr - Vize-Kanzler Olaf Scholz will die Corona-Politik in Deutschland einheitlicher gestalten. Das sei vernünftig und richtig, sagt der SPD-Kanzlerkandidat in Berlin. Es solle im Falle einer Notbremse einheitliche Ausgangsbeschränkungen geben. Oberhalb einer Inzidenz von 200 sei in Schulen wieder ein Distanzunterricht geplant. Es gebe ein zu großes Durcheinander durch unterschiedliche Regelungen in den Ländern.

12.58 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Umsetzung der Maßnahmen gegen die Pandemie in Bayern kritisch. "Die jetzt gefundene Lösung war nötig, weil die Notbremse sehr unterschiedlich ausgelegt worden ist. Dazu gehört natürlich auch das bayerische Modell", sagt die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer, auf die Frage, ob die Kanzlerin auch das bayerische Vorgehen kritisch sehe. Der Bund müsse deshalb jetzt einheitliche Regeln anstreben. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bekanntgegeben, dass Geschäfte bei einer Inzidenz von 100 bis 200 nicht schließen müssen, sondern dass das "Click & Meet"-Verfahren mit einer Testpflicht verbunden wird. Merkel hatte zuvor ähnliche Regeln in Berlin und Nordrhein-Westfalen kritisiert - das war als Kritik an CDU-Chef Armin Laschet aufgefasst worden. Söder hatte dagegen seine Übereinstimmung mit dem Corona-Kurs der Kanzlerin betont.

12.20 Uhr - Bei der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist einem Bericht der "Welt" zufolge vorgesehen, ab einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche nächtliche Ausgangsbeschränkungen für das jeweilige Bundesland vorzuschreiben. Die Schulen sollen demnach ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 in den Distanzunterricht wechseln.

11.53 Uhr - Der Bundestag will den knapp 200 Abgeordneten im Alter ab 60 Jahre kommende Woche ein Impfangebot machen. Eine entsprechende Einladung der Parlamentsärztin hätten die Parlamentarier am Donnerstag erhalten, teilt ein Sprecher mit. Das Angebot ist möglich, weil Berlin die nach der Impfverordnung vorgesehene Impfberechtigung für den Impfstoff AstraZeneca aufgehoben hatte. Über 60-Jährige können danach grundsätzlich ohne Einschränkungen mit diesem Impfstoff geimpft werden.

11.46 Uhr - Bund und Länder haben sich laut einer Regierungssprecherin auf eine Änderung des Infektionsschutz-Gesetzes für bundeseinheitliche Regelungen verständigt. Entsprechend werde sich das Bundeskabinett damit bereits am Dienstag befassen, sagt Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Man sei auch in enger Abstimmung mit den Fraktionen. Ziel seien einheitliche Einschränkungen in Deutschland bei über 100 Infektionsfällen über sieben Tage pro 100.000 Einwohnern in einem Landkreis. Die geplante Konferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder werde es daher so in der nächsten Woche nicht geben.

11.35 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält eine Pflicht zu Corona-Tests in Unternehmen nicht für nötig. "Es ist erstaunlich, wie viel erreicht wurde", sagt er mit Blick auf den freiwilligen Aufbau von Testmöglichkeiten in Firmen. Es brauche aber eine weitere Steigerung. "Ich glaube, dass es machbar und möglich ist."

11.21 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will die sogenannte Überbrückungshilfe III - also Zuschüsse zu den Fixkosten von Unternehmen - bis zum Jahresende 2021 verlängern. Bisher sind sie nur bis zur Jahresmitte geplant. Dazu gebe es momentan Gespräche in der Regierung, vor der Sommerpause werde es hoffentlich Klarheit geben, sagt der CDU-Politiker.

11.15 Uhr - In Polen ist nach Einschätzung von Gesundheitsminister Adam Niedzielski der Höhepunkt der Infektionen anscheinend überschritten. 28.487 Neuinfektionen wurden den Behörden zufolge binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Der Höchstwert lag am 1. April bei 35.251 nachgewiesenen Ansteckungsfällen. 768 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus, das ist der zweithöchste Wert an einem Tag seit Ausbruch der Pandemie.

10.55 Uhr - RKI-Chef Lothar Wieler hält einen scharfen Lockdown von zwei bis vier Wochen für nötig, um die dritte Infektionswelle zu brechen. Sollte die Mobilität nicht eingeschränkt werden, würden die Infektionszahlen ansteigen. "Jeden Tag, den wir nicht handeln, verlieren wir Menschenleben."

10.40 Uhr - Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg muss wegen Verstoßes gegen die Corona-Auflagen eine Geldstrafe zahlen. Sie habe ein Familientreffen organisiert, um ihren Geburtstag zu feiern, teilt die Polizei mit. Damit habe sie gegen die Vorschriften zur sozialen Distanzierung verstoßen. Die Geldstrafe beträgt 20.000 Kronen (1976 Euro).

10.33 Uhr - Die Hausärzte bekommen laut Gesundheitsminister Jens Spahn in den ersten Wochen zunächst nur BioNTech zum impfen. Danach würden zusätzlich auch AstraZeneca-Dosen zur Verfügung gestellt. Später werde auch Johnson & Johnson in die Arztpraxen gehen. Spahn ergänzt, in den kommenden Wochen würden jeweils gut eine Million Dosen an Hausärzte ausgeliefert. Diese Woche waren es 940.000 Dosen.

10.30 Uhr - Der russische Impfstoff Sputnik V ist weniger wirksam gegen die südafrikanische Variante des Coronavirus, meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Dennoch sei er besser als andere Vakzine, zitiert die Agentur Alexander Gintsburg, den leitenden Wissenschaftler bei der Sputnik-V-Produktion.

10.23 Uhr - Nach Informationen von Reuters aus Regierungskreisen wird es kommende Woche keine Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) geben. "Die Bundesregierung beabsichtigt schon nächste Woche im engen Einvernehmen mit den Ländern und dem Bundestag einen Gesetzentwurf auf den Weg zu bringen, der eine direkt verbindliche und umfassende Notbremse für Kreise ab einer Inzidenz von 100 vorsieht", heißt es. Unterhalb einer Inzidenz von 100 sollten die bestehenden Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz fortgelten und die Länder damit ihre Zuständigkeit behalten.

10.07 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wurde am Freitag mit AstraZeneca geimpft. Das teilt das Ministerium mit. Der 62-Jährige habe seine erste Dosis in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin erhalten.

09.04 Uhr - Die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD dringen auf eine stärkere Mitsprache des Bundestages bei der Pandemie-Bekämpfung. Das Parlament müsse vor der nächsten Bund-Länder-Runde über den Stand der Pandemie und die nötigen Schlussfolgerungen beraten, fordern CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus, sein SPD-Kollege Rolf Mützenich sowie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel und den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller. "Geeigneter Rahmen könnte eine Regierungserklärung sei oder eine vereinbarte Debatte", heißt es. Außerdem fordern die Regierungsfraktionen Klarheit darüber, wann das Spitzentreffen von Bund und Ländern stattfinde.

08.19 Uhr - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) kritisiert mangelnde Vorschläge für eine Umsetzung umfangreicherer Befugnisse des Bundes. "Diejenigen, die jetzt sagen, wir brauchen einen anderen gesetzlichen Rahmen auf der Bundesebene, die müssen ihn eben auch mal formulieren", sagt Müller im ZDF. "Herr Laschet hat das zum Beispiel nicht getan und andere bisher auch nicht." Genau deswegen werde es am Montag "höchstwahrscheinlich eine kurze interne Abstimmungsrunde" geben.

08.25 Uhr - Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil ist jetzt zu einer Verschiebung der Ministerpräsidentenkonferenz bereit. "Wenn man der Auffassung sein sollte, um zu besseren Ergebnissen zu gelangen, brauchen wir noch etwas mehr Zeit, dann soll es mir auch recht sein", sagt der SPD-Politiker den Senders RTL und ntv. Alle Beteiligten müssten vorher wissen, dass ein Ergebnis dabei herauskomme, mit dem sie gut leben könnten. "Davon sind wir, glaube ich, derzeit noch ein kleines Stück entfernt." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte eine Verschiebung der für Montag geplanten Beratungen ins Gespräch gebracht.

08.05 Uhr - Am Montag wird es nach den Worten von Berlins Regierendem Bürgermeisters Michael Müller (SPD) "bestenfalls eine kurze Rücksprache" zwischen dem Bund und den Ministerpräsidenten geben. Müller ist als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) für die Koordinierung der SPD- und Unionsländer zusammen mit CSU-Chef Markus Söder als seinem Stellvertreter zuständig. Zuletzt waren Zweifel daran gewachsen, ob die MPK überhaupt stattfindet.

07.50 Uhr - EZB-Direktorin Isabel Schnabel warnt vor einer Blockade beim europäischen Corona-Wiederaufbaufonds. "Wenn sich die Auszahlung der Gelder auf unbestimmte Zeit verzögern würde, wäre das eine wirtschaftliche Katastrophe für Europa", sagt sie dem "Spiegel". "Dann müsste Europa sich Gedanken über alternative Lösungen machen, das könnte dauern." Das Bundesverfassungsgericht hat die Zustimmung Deutschlands zu dem 750 Milliarden Euro umfassenden Fonds vorerst gestoppt. Schnabel sieht kein Problem darin, dass durch den Fonds und weitere nationale Hilfsprogramme die Staatsschulden deutlich wachsen. "Ein Anstieg der öffentlichen Schulden ist angesichts dieser Jahrhundertkrise unvermeidlich und sinnvoll, solange die Ausgaben das Wachstum nachhaltig ankurbeln."

07.45 Uhr - Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen plädiert dafür, dass der Bund das Recht auf eine Durchsetzung der Notbremsen-Regelung auf nationaler Ebene bekommen soll. Dafür reiche es aus, dem Bund im bestehenden Infektionsschutzgesetz zusätzlich zu den Ländern die Umsetzungsbefugnis durch Erlass von Rechtsverordnung einzuräumen, sagt Röttgen im Deutschlandfunk. Dies sei ein "minimalinvasiver Eingriff". Damit könnte der Bund dann in Kooperation mit den Ländern bei Übersteigen bestimmter Inzidenzzahlen Maßnahmen wie Ausgangssperren durchsetzen. Schulschließungen gehörten seiner Meinung nach nicht dazu, weil Schulen ein Kern der Hoheitsbefugnis der Länder seien. "Da würde ich als Bund nicht rangehen."

07.25 Uhr - Die Intensivmediziner fordern rasch drastische Beschränkungen des öffentlichen Lebens statt Lockerungen. "Wir brauchen wirklich einen harten Lockdown", sagt Gernot Marx, der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), im ZDF. Die Lage sei sehr dramatisch. "Wir müssen unbedingt das Infektionsgeschehen unter Kontrolle bringen und drücken." Es habe überhaupt keinen Sinn, jetzt über Modelle zum Öffnen nachzudenken. In den vergangenen Tagen seien täglich 80 bis 100 Patienten auf den Intensivstationen hinzugekommen. "Und wir werden mit Sicherheit bis Ende April über 5000 Patienten zu versorgen haben. Das sind wirklich sehr hohe Zahlen." Zudem sei die Anzahl der Intensivbetten knapp.

06.50 Uhr - In den USA melden die Gesundheitsbehörden mindestens 79.236 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurde damit in mehr als 31,05 Millionen Fällen das Coronavirus nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 1000 auf 558.658. Die USA weisen weltweit die höchsten Werte bei Ansteckungs- und Todesfällen auf.

06.25 Uhr - Indien meldet mit 131.968 Neuinfektionen an einem Tag einen Rekordwert - den dritten in Folge. Insgesamt seien 13,06 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg binnen 24 Stunden um 780 auf 167.642. Indien weist nach den USA und Brasilien weltweit die höchsten Infektionszahlen auf.

05.00 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 25.464 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Das sind 3576 mehr als vor einer Woche. 296 weitere Menschen sind in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 110,4 von 105,7 am Vortag. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,96 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. 78.003 Personen starben dem RKI zufolge nach einer Infektion mit dem Virus. Das Institut erklärt auf seiner Webseite, sinkende Zahlen könnten auch daran liegen, dass rund um Ostern weniger Menschen einen Arzt aufgesucht hätten und weniger getestet wurde. Auch könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und Landesbehörden ihre Fallzahlen übermittelt hätten.

04.05 Uhr - Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, fordert mehr Kompetenz für den Bund in Corona-Fragen. Ihre Fraktion fordere schon seit langem, dass der Bundestag die Corona-Maßnahmen beschließen müsse, sagt sie der "Augsburger Allgemeinen". Göring-Eckardt bot Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Regierungskoalition Gespräche an. "Wir sind jederzeit bereit, auch kurzfristig im Bundestag zusammenzukommen, um notwendige Beschlüsse zu fassen." Die Ministerpräsidentenkonferenz habe kein gemeinsames Vorgehen erreicht, deswegen müsse nun auf Bundesebene gehandelt werden.

03.50 Uhr - Nach dem Rekordwert von 4249 Corona-Toten an einem Tag in Brasilien plant der Senat eine Untersuchung des Vorgehens der Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie. Dazu solle nächste Woche ein Sonderausschuss eingerichtet werden, sagt Senatspräsident Rodrigo Pacheco. Zudem entscheidet der Oberste Gerichtshof, dass staatliche und kommunale Verbote religiöser Versammlungen legal sind. Präsident Jair Bolsonaro hatte die Verbote als Angriff auf die Religionsfreiheit bezeichnet.

01.12 Uhr - Costa Rica lässt die Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffs zu. Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, habe man die Hinweise der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zu Risiken und möglichen Nebenwirkungen des Vakzins geprüft. Die Öffentlichkeit werde erfahren, welchen Impfstoff die Menschen erhielten, auswählen dürfe man aber nicht. Das Land beabsichtigt, 70 Prozent seiner Bevölkerung mit Hilfe des Covax-Programms der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu impfen. Zusätzlich hat Costa Rica eine Million Dosen von AstraZeneca und vier Millionen Dosen vom US-Pharmakonzern Pfizer erworben.

00.38 Uhr - Weltweit haben sich bislang mehr als 133,3 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. 3.030.022​​​Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus, wie eine Auswertung der offiziellen Behördenangaben durch die Nachrichtenagentur Reuters zeigt.

00.15 Uhr - Der Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen (CDU) weist darauf hin, dass bei der von ihm auf den Weg gebrachten Initiative für eine Reform des Infektionsschutzgesetzes Zeitdruck herrsche. "Je länger wir zuwarten, desto größer werden die Schäden", sagt Röttgen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut Vorabbericht. Er sei sich sicher, dass man die Reform so gestalten könne, dass die Zustimmung des Bundesrates nicht erforderlich sei. Bisher habe die Initiative bei insgesamt 52 Mitgliedern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Unterstützung gefunden. Der Vorschlag zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes soll dem Bund in Zukunft mehr Einfluss im Pandemie-Krisenmanagement geben.

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