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Newsticker Corona: Schweiz - Krankenhaus-Kapazitäten werden nicht reichen

Newsticker Corona: Schweiz - Krankenhaus-Kapazitäten werden nicht reichen

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04.12.2020 - 15:57
30.10.2020 14:07:00

Es folgen aktuelle Entwicklungen rund um die Virus-Pandemie:

14.40 Uhr - Das Schweizer Gesundheitssystem droht überfordert zu werden. Obwohl die Zahl der nicht akuten Eingriffe in den Krankenhäusern bereits massiv reduziert worden sei, dürfte die Bettenkapazität in rund zwei Wochen erschöpft sein, sagt der Leiter eines wissenschaftlichen Beratergremiums, Martin Ackermann. Die Regierung habe zwar schärfere Maßnahmen abgeordnet, doch diese dürften sich in den Krankenhäusern erst in etwa zehn Tagen auswirken. "Das bedeutet leider, dass wir damit rechnen müssen, dass die Kapazitäten in unseren Spitälern überschritten werden."

14.29 Uhr - Auch die Niederlande melden einen neuen Negativ-Rekord - 11.119 bestätigte Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Der bisherige Höchststand lag bei 10.343 Fällen Anfang dieser Woche.

13.58 Uhr - Die Polizei in Nordrhein-Westfalen wird im November auf die Umsetzung der neuen Corona-Regeln pochen, deren Einhaltung Innenminister Herbert Reul zufolge aber nicht in Privatwohnungen kontrollieren. "Wir gehen nicht in Privatwohnungen", sagt Reul. Ausnahmen seien Sachverhalte wie häusliche Gewalt, die ein Einschreiten notwendig machten. Im öffentlichen Raum werde die Polizei eingreifen, wenn die Regeln nicht eingehalten würden. Es werde auch gemeinsame Streifen von Ordnungsämtern und Polizei geben. "Wir müssen die Zügel stärker anziehen, weil viel auf dem Spiel steht", betont der CDU-Politiker.

13.23 Uhr - Die EU will die Reform der Weltgesundheitsorganisation WHO vorantreiben. Darauf einigen sich die EU-Gesundheitsminister am Freitag. Man werde nun Verbündete in anderen Teilen der Welt suchen, kündigt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn als Vertreter der derzeitigen deutschen EU-Ratspräsidentschaft an. Die WHO solle transparenter und effektiver werden. Teil der Reform soll aber auch eine verlässlichere Finanzierung der Organisation sein. US-Präsident Donald Trump hatte den Austritt seines Landes aus der WHO verkündet, der er einen mangelhaften Umgang mit der Corona-Pandemie und eine zu große Nähe zu China vorwirft. Spahn betont dagegen die Bedeutung der Organisation für die weltweite Pandemie-Bekämpfung.

13.15 Uhr - Ende des Jahres soll die EU ein gemeinsames digitales Anmeldesystem für Einreisen haben. Das hat EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides angekündigt. Elf EU-Staaten hätten derzeit nationale digitale Anmeldesystem oder arbeiteten daran. Die EU-Kommission starte im November ein Pilotprojekt, es müssten etwa Datenschutz-Fragen geklärt werden.

13.02 Uhr - Die britischen Arzneimittelbehörde MHRA hat einem Medienbericht zufolge ein beschleunigtes Prüfverfahren für Corona-Impfstoffkandidaten des Mainzer Unternehmens BioNTech und seines US-Partners Pfizer sowie des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca eingeleitet. Die beiden Unternehmen und die Behörde waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu der Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg News. AstraZeneca sowie Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech gehören neben dem US-Biotechkonzern Moderna zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus.

12.56 Uhr - Deutschland wird nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn solange Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufnehmen, solange dies möglich ist. Dies gelte etwa für Staaten wie Tschechien oder Belgien, aber auch andere, die um Hilfe bitte würden. Das Auswärtige Amt teilt mit, dass derzeit bereits je zwei Corona-Intensivpatienten aus den Niederlanden und Belgien in deutschen Kliniken behandelt würden.

12.50 Uhr - In Österreich melden die Behörden 5627 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind über 1000 mehr als am Vortag, als mit 4453 neuen nachgewiesenen Fälle der bisherige Rekordwert registriert wurde. Am Samstag will die Regierung neue Maßnahmen bekanntgeben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

12.50 Uhr - Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass er nach seiner Corona-Infektion und der Ende der Quarantäne ab kommenden Montag wieder im Ministerium arbeiten wird. Spahn war am 21. Oktober positiv getestet worden. Er folge damit den Vorgaben des Gesundheitsamtes und des RKI, sich bei leichten Symptomen zehn Tage in Isolation zu begeben, heißt es im Ministerium. Spahn sei mittlerweile negativ getestet worden.

12.40 Uhr - In Belgien steigen die Infektionszahlen weiter rasch an. Mitte Oktober seien im Schnitt 15.316 Neuinfektionen pro Tag verzeichnet worden, teilen die Gesundheitsbehörden mit. In der Zeit von 20. bis 26 Oktober sei die Zahl um 38 Prozent gegenüber der Vorwoche geklettert. Seit Ausbruch der Seuche wurden 392.528 Ansteckungsfälle nachgewiesen. In Belgien leben elf Millionen Menschen. Um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, prüft die Regierung derzeit, ob das bereits stark eingeschränkte öffentliche Leben im ganzen Land weitgehend lahmgelegt wird.

12.30 Uhr - Vize-Kanzler Olaf Scholz verteidigt den Teil-Shutdown im November. Die aktuelle Lage sei viel gefährlicher, als es viele Bürger wahrnähmen, sagt der SPD-Kanzlerkandidat in einem "Bild"-Interview. Es gebe viel zu viele Corona-Neuinfektionen. "Wir wissen gar nicht, wo sich die meisten angesteckt haben." Deswegen müssten menschliche Kontakte jetzt per Shutdown reduziert werden. Ziel sei es, im Dezember wieder eine normalere Situation zu haben. Voraussetzung dafür seien aber die Einschränkungen im November, dem "Monat der Wahrheit", sagt der Bundesfinanzminister.

11.43 Uhr - Bis Anfang dieser Woche haben 81 Unternehmen Interesse an Hilfen aus dem in der Corona-Krise geschaffenen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) bekundet. Das geht aus Unterlagen für den Wirtschaftsausschuss des Bundestages hervor. Fünf Anträge seien bisher bewilligt worden - im Volumen von 6,58 Milliarden Euro.

11.38 Uhr - Die Bundesregierung wird die Überbrückungshilfe für Studenten in der Corona-Krise wieder aktivieren. Dies kündigt eine Sprecherin des Bundesbildungsministeriums an. Die Hilfen sollen demnach "möglichst schnell" wieder fließen.

11.05 Uhr - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet ruft dazu auf, am Wochenende auf Halloween-Partys zu verzichten. "Wir appellieren an jeden: Selbst wenn am 2. November die Verordnung erst in Kraft tritt, verzichten Sie auf die üblichen Halloween-Partys und alles, was an diesem Wochenende stattfinden könnte", sagt Laschet im Düsseldorfer Landtag. "Sie werden streng kontrolliert werden, und die Polizei und die Ordnungsämter werden vor Ort keinen Missbrauch dulden."

10.45 Uhr - Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft wird im November keine physischen Treffen auf Ministerebene mit den EU-Partnern abhalten. Das kündigt Europa-Staatsminister Michael Roth bei der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) an. Grund seien die verschärften Beschränkungen, um die Zahlen der Corona-Infektionen wieder zu senken.

10.35 Uhr - Die Behörden in Polen melden 21.629 nachgewiesene Neuinfektionen binnen eines Tages. Das ist abermals ein Rekordwert. 202 weitere Menschen starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Zusammenhang mit dem Coronavirus, insgesamt sind es damit 5351. Um die wachsende Zahl der Patienten aufnehmen zu können, hat die Regierung mehrere Staatsunternehmen angewiesen, Feldlazarette zu errichten.

10.15 Uhr - Die Gesundheitsminister der EU beraten nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn heute auch über die Beschränkung von nicht notwendigen Reisen innerhalb der Union. Auf Twitter spricht sich Spahn zudem für eine Reform und Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus. "Wir wollen als EU den Reformprozess der WHO maßgeblich gestalten", sagt er zu entsprechenden Vorschlägen Deutschlands.

09.30 Uhr - Ziel der neuen Corona-Maßnahmen ist nach Angaben von Kanzleramtschef Helge Braun, die Zahl der Neuinfektionen wieder auf 50 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen zu drücken. "Die sollten wir auch wieder erreichen, damit wir wieder Stabilität bekommen", sagt der CDU-Politiker im bayerischen Rundfunk. In zwei Wochen werde man überprüfen, ob man eine Wende bei den stark steigenden Infektionszahlen erreicht habe. Zudem spricht sich Braun gegen "proaktive Kontrollen" im Privatbereich aus. Im öffentlichen Raum solle dagegen intensiv kontrolliert werden, ob die beschlossenen Kontaktbeschränkungen eingehalten werden.

09.05 Uhr - Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hält eine Verlängerung des Lockdowns in den Dezember hinein für möglich, sollten die Infektionszahlen nicht entscheidend sinken und die Kontaktnachverfolgung schwierig bleiben. "Dann müssen wir besprechen, was wir machen. Natürlich gibt es dann verschiedene Optionen. Man kann noch schärfere Maßnahmen machen, wir schließen ja auch nicht alles. Man kann das Ganze verlängern", sagt der CDU-Politiker RTL/ntv. Der Plan aber sei, mit den vier Wochen durchzukommen.

09.00 Uhr - Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwartet, dass die zusätzlich zur Verfügung gestellten zehn Milliarden Euro Corona-Hilfen für die Einschränkung des öffentlichen Lebens im November ausreichen. "Ja, und wenn es elf Milliarden würden, würden wir das auch noch schaffen", sagt er im SWR. Der Bundestag habe ausreichend Geld bewilligt. "Wir geben so viel Geld, wie wir überhaupt nur dürfen" und wie nach europäischen Regeln möglich sei. Die Hilfen für die besonders betroffenen Branchen wie Reiseveranstalter, Gastronomie und Kultur seien passgenau. Betriebe und Solo-Selbständige sollen bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes des Vorjahresmonats als Ersatz bekommen. Selbst wenn der November des Vorjahres nicht als Referenzgröße herangezogen werden könne, gebe es ausreichend individuelle Lösungen.

08.45 Uhr - In Russland melden die Behörden 18.283 Neuinfektionen binnen eines Tages - so viele wie nie zuvor. Allein 5268 Ansteckungsfälle wurden in Moskau nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus legt um 355 auf 27.656 zu. Russland verzeichnet nach den USA, Indien und Brasilien die meisten Infektionsfälle, weist aber im Vergleich zu diesen Ländern deutlich weniger Todesfälle aus. Insgesamt sind knapp 1,6 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert.

07.40 Uhr - Die tschechischen Behörden melden 13.051 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das Land mit seinen rund 10,7 Millionen Einwohnern verzeichnet damit inzwischen insgesamt über 310.000 nachgewiesene Ansteckungsfälle. Tschechien kämpft mit einer der am schnellsten steigenden Infektionsraten in Europa. Zuletzt starben 187 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind es damit 2862 Todesfälle.

06.30 Uhr - Weltweit haben sich mehr als 44,88 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Fast 1,18 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus. Die meisten Infektionen weltweit verzeichnen die USA, gefolgt von Indien, Brasilien, Russland, Frankreich und Spanien.

06.20 Uhr - In den USA steigt die Zahl der Infektionsfälle an nur einem Tag um mehr als 91.200 auf 8,98 Millionen. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus legt um mindestens 1055 auf 228.885 zu. Die USA sind das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

06.00 Uhr - Das Robert-Koch-Institut verzeichnet erstmals mehr als 18.000 Neuinfektionen an einem Tag. Die Gesundheitsämter hätten 18.681 nachgewiesene Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden gemeldet. Am Donnerstag waren es noch 16.774 Neuinfektionen. Seit Ausbruch der Seuche wurden damit insgesamt 499.694 Infektionen registriert. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 77 auf insgesamt 10.349.

02.11 Uhr - Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hält den erneuten Lockdown einiger Länder im Kampf gegen die Corona-Pandemie für übertrieben. Dies sei "verrückt", sagt Bolsonaro angesichts der Bemühungen in vielen westlichen Ländern, die zweite Corona-Welle abzumildern. In Frankreich etwa gelten ab diesem Freitag neue Beschränkungen. "Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause", appellierte Präsident Emanuel Macron an seine Landsleute.

01.28 Uhr - China meldet weniger Corona-Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen 24 Stunden auf 25 gesunken, nachdem es zuvor noch 47 gewesen seien, wie die Gesundheitsbehörde des Landes mitteilt. Die neuen Fälle seien mit einer Ausnahme aus Übersee importiert worden. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Covid-19-Fälle in der Volksrepublik liegt nun bei 85.940. Die Zahl der Todesfälle verharrte unverändert bei 4634.

00.22 Uhr - Der iPhone-Hersteller Apple schließt wegen der Pandemie vorübergehend die meisten seiner Läden in Frankreich. 17 von 20 Geschäften sollen ab Freitag geschlossen bleiben, steht auf der Homepage des US-Konzerns. Die 15 Apple-Stores in Deutschland sollen demnach geöffnet bleiben. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Reaktion zu erreichen. In Frankreich beginnt an diesem Freitag ein einmonatiger Lockdown, in Deutschland folgt ein teilweiser Lockdown ab Montag.

rtr

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