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Newsticker Corona: Söder spricht von "differenziertem Lockdown"

Newsticker Corona: Söder spricht von

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28.10.2020 18:30:00

Es folgen aktuelle Entwicklungen rund um die Virus-Pandemie:

18.26 Uhr - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht von einem "differenzierten Lockdown". Der Einzelhandel bleibe genauso geöffnet wie der Großhandel. Auch blieben keine Bänder in den Fabriken still. Insofern sei die Lage jetzt anders als im Frühjahr.

18.24 Uhr - Spanien meldet 19.765 neue Positiv-Tests und damit etwas mehr als am Tag zuvor. Die Gesamtzahl steigt damit auf mehr als 1,136 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 168 auf 35.466. Am Dienstag hatte es hier mit 267 Todesfällen den größten Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der zweiten Corona-Welle gegeben.

18.22 Uhr - Kulturstaatsministerin Monika Grütters fordert ein Hilfspaket für die Kultur- und Veranstaltungsbranche. "Es geht für die Branche um Leben und Tod. Die Künstler und Kreativen haben sich in der ganzen Krise ungeheuer fair verhalten, obwohl es an ihren Lebensnerv geht", sagt sie "Bild". Sie erwarte, dass die Branche nun dieselben Hilfen bekomme, wie sie der Gastronomie zugesagt worden seien.

18.16 Uhr - Merkel kündigt an, die Gesundheitsämter weiter aufzustocken, auch mit Bundeswehr-Soldaten. Die Nachverfolgbarkeit der Kontaktketten müsse wieder garantiert werden. Dies sei die Voraussetzung dafür, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Ziel sei, wieder die Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner über sieben Tage zu unterschreiten.

18.03 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt, dass Gottesdienste von den Maßnahmen nicht betroffen seien. Diese könnten mit Beachtung der Hygieneregeln auch weiterhin gehalten werden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Versammlungs- und Religionsfreiheit.

18.02 Uhr - Bundesfinanzminister Olaf Scholz erklärt auf Twitter https://twitter.com/OlafScholz/status/1321495311249014786, der November werde "ein Monat der Wahrheit". Die steigenden Infektionszahlen machten ein hartes Gegensteuern notwendig, um die zweite Corona-Welle zu brechen.

17.59 Uhr - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht von einer "bitteren Pille". Es sei aber mittlerweile eine Situation eingetreten, in der die Kontaktverfolgung bei Infektionen nicht mehr gewährleistet sei. Daher sei nun ein "großer Ansatz" geboten. Wichtig sei jetzt, die Menschen mitzunehmen.

17.52 Uhr - "Es sind harte Maßnahmen und harte Einschränkungen, aber es handelt sich um vier Wochen", sagt Berlins Bürgermeister Michael Müller. Aber wenn dies vier Wochen auf allen Ebenen durchgehalten werde, bestehe die Chance, wieder mehr Sicherheit zu bieten.

17.49 Uhr - "Wenn wir jetzt zugucken, werden wir vielen Menschen nicht helfen können", sagt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. "Da geht es ganz konkret um Gesundheit und um Menschenleben." Die Inentsivbetten in Berlin würden wieder mindestens so stark genutzt wie im März und April, mit einer rasanten Entwicklung nach oben. Zudem betont er: "Wir müssen und werden alles tun, damit Schulen und Kitas offenbleiben."

17.48 Uhr - Merkel sagt, die Politik wisse, was sie den Menschen mit diesen Entscheidungen zumute. "Deshalb ist das heute ein schwerer Tag auch für politische Entscheidungsträger." Es müsse aber ein Weg gefunden werden, eine gesundheitliche Notlage zu verhindern.

17.39 Uhr - Merkel spricht von einer "nationalen Kraftanstrengung", die vom 2. November an noch einmal nötig sei, um den Anstieg der Infektionszahlen zu bremsen. "Wir müssen harte Auflagen machen für die Beschränkung von Kontakten." Die Bürger würden aufgefordert, auf private Reisen und tagestouristische Ausflüge zu verzichten. Zwei Wochen nach Inkrafttreten würden Bund und Länder erneut beraten.

17.35 Uhr - Kanzlerin Angela Merkel spricht von einem "exponentiellen Anstieg" der Infektionsszahlen. Die Beratungen hätten "in einer sehr ernsten Lage" stattgefunden. Bund und Länder hätten die Gesundheit, Arbeit und die wirtschaftliche Situation der Menschen im Blick. "Es ist vollkommen klar, wir müssen handeln, und zwar jetzt."

17.34 Uhr - Nach rund viereinhalb Stunden beenden Bund und Länder ihre per Videokonferenz geführten Beratungen über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) treten im Kanzleramt vor die Presse.

17.25 Uhr - Italien meldet 24.991 neue Positiv-Tests, ein Rekord. Insbesondere die Lombardei sei betroffen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der neuen Todesfälle liegt bei 205 nach 221 am Dienstag. Damit werden insgesamt 589.766 Positiv-Tests und 37.905 Todesfälle gezählt.

16.20 Uhr - Die Schweizer Regierung verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der zweiten Coronavirus-Welle. Discos und Tanzlokale werden am Donnerstag geschlossen, Bars und Restaurants dürfen nur noch bis 23.00 Uhr offen haben. Alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen würden verboten. An Familienfesten dürften nur noch zehn Personen teilnehmen. Die Maskenpflicht werde ausgeweitet. Mit den unbefristeten Maßnahmen wolle die Regierung die Überlastung der Intensivpflegestationen sowie des Gesundheitspersonals in den Spitälern verhindern. Die Schweiz verzeichnet gemessen an der Bevölkerungszahl von rund 8,5 Millionen zur Zeit eine der europaweit höchsten Covid-Neuansteckungsraten.

16.17 Uhr - Bund und Länder sind sich nach Informationen aus Verhandlungskreisen einig, dass die Gastronomie im November schließen muss, dafür aber Entschädigung vom Bund erhält. Die Geschäfte sollen demnach dagegen offen bleiben. Man habe sich geeinigt, dass je zehn Quadratmeter ein Kunde in den Länden sein dürfe. Der Bund hatte eine Vorgabe von 25 Quadratmetern vorgeschlagen.

16.15 Uhr - Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigt eine intensivere Schleierfahndung an, um die Einhaltung der neuen Regeln zu überwachen. Die Bundespolizei werde in Absprache mit den Ländern Tausende Beamte in Großstädten und Hotspots einsetzen, sagt er "Bild" einem Vorabbericht zufolge. Aber auch die Einreise aus Risikogebieten werde verstärkt kontrolliert. "Dazu wird die Schleierfahndung an allen deutschen Grenzen in einem Radius von 30 Kilometern intensiviert, um auch bei denjenigen, die per Auto aus Risikogebieten einreisen, die Einhaltung der Corona-Bestimmungen kontrollieren zu können."

16.00 Uhr - Das Auswärtige Amt weitet seine Reisewarnung für die Türkei aus - unter anderem auf die Touristenhochburg Antalya: Wegen der Ausbreitung von Covid-19 und damit einhergehenden Einschränkungen hatte es bislang vor nicht notwendigen, touristischen Reisen gewarnt, dabei aber die Provinzen Aydin, Izmir und Muğla in der Ägäisregion sowie die Provinz Antalya am Mittelmeer ausgenommen. Dies galt unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts. Ab dem 9. November wird die Reisewarnung laut dem Amt nun auch für die bislang ausgenommenen Regionen gelten.

15.51 Uhr - Bund und Länder haben sich beim Corona-Gipfel auf eine Schließung der Gastronomie zur Eindämmung der Pandemie verständigt, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichten.

15.20 Uhr - Bund und Länder wollen die privaten Kontakte deutlich einschränken, wie "Bild" unter Berufung auf Teilnehmer des Treffens im Bundeskanzleramt berichtet. Demnach sollen sich ab Montag nur noch maximal zehn Personen aus zwei Hausständen treffen dürfen. Darauf hätten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidenten geeinigt.

15.16 Uhr - Der Bund muss angesichts weiterer Corona-Hilfen voraussichtlich 2021 weitaus mehr neue Schulden aufnehmen als bisher geplant. Die Neuverschuldung werde weit über 100 Milliarden Euro betragen und sich eher einer Summe von 120 Milliarden Euro nähern, erfährt Reuters von einem Insider. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geht in seinem Etatentwurf für 2021 bislang von einer Neuverschuldung in Höhe von rund 96 Milliarden Euro aus. Für dieses Jahr hat das Parlament bereits bis zu 218 Milliarden Euro bewilligt.

14.48 Uhr - Weitere drastische Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus sollen bereits vom kommenden Montag an gelten. Der Termin 2. November sei Wunsch der Ministerpräsidenten, erfährt Reuters aus den laufenden Beratungen von Bund und Ländern. Der Bund hatte zunächst für den Beginn eines Shutdowns etwa in der Gastronomie und für Freizeiteinrichtungen den 4. November vorgeschlagen.

14.35 Uhr - Vertreter der Gastronomie und des Handels appellieren an Kanzlerin Angela Merkel, auf umfassende Schließungen von Restaurants zu verzichten. Härtere Regulierungen der Branche bis hin zu Schließungen führten nur dazu, dass soziale Kontakte in Privaträume verlagert würden, heißt es in einem offenen Brief an Merkel. "Stärken Sie den öffentlichen Raum statt ihn durch einen Lockdown oder verfrühte Sperrstunden zu schwächen und machen Sie die Gastronomen dabei zu Ihren Partnern", heißt es in dem Schreiben weiter.

14.29 Uhr - In Schweden melden die Gesundheitsbehörden 1980 neue Corona-Fälle. Das ist der höchste Wert Zahl seit Ausbruch der Pandemie. Die Zahl der Corona-Toten steigt um neun auf 5927.

14.25 Uhr - Die Coronavirus-Krise dürfte den Schweizer Bundeshaushalt tief in die roten Zahlen reißen. Die Regierung rechne mit einem Defizit von 20 Milliarden Franken, teilt sie am Mittwoch mit. Davon seien 18,1 Milliarden auf Ausgaben zur Bekämpfung der Epidemie zurückzuführen. Ursprünglich hatte die Regierung einen Überschuss von 0,3 Milliarden Franken geplant.

13.55 Uhr - Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht nach einem "Bild"-Bericht Entschädigungen für Umsatzausfälle der von Einschränkungen betroffenen Unternehmen in Milliardenhöhe vor. In den laufenden Beratungen von Bund und Ländern habe Scholz vorgeschlagen, kleineren Betrieben bis zu 75 Prozent ihrer Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat zu ersetzen. Größere Betriebe sollten bis zu 70 Prozent erhalten. Es solle keine besonderen Nachweispflichten geben. Die Kosten habe Scholz auf sieben bis zehn Milliarden Euro für vier Wochen beziffert.

13.53 Uhr - Zur Eindämmung der Pandemie müssen nach Worten von Wirtschaftsminister Peter Altmaier die sozialen Kontakte deutlich reduziert werden. "Und zwar nicht um 10 oder 15 Prozent, sondern in einer Größenordnung, die in Richtung der Hälfte oder noch darüberhinaus geht", sagt er bei einer Befragung im Bundestag mit Blick auf laufende Beratungen von Bund und Ländern. "Dazu werden umfangreiche Maßnahmen notwendig sein."

13.53 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder über weitere Einschränkungen in der Corona-Pandemie am Mittwochabend die Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag über die Beschlüsse informieren. Dies kündigt die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz in Berlin an. Am Donnerstagmorgen wird Merkel im Bundestag eine Regierungserklärung über die Corona-Krise abgeben.

13.48 Uhr - Der Flughafenverband ADV appelliert an Bund und Länder, Airports finanziell stärker zu stützen. "Die Liquidität an fast allen Standorten ist nur noch bis in das 2. Halbjahr 2021 gesichert", erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. "Daher stellt sich im Winterhalbjahr für die ersten Flughäfen die Überlebensfrage." Ein erster wichtiger Schritt wäre die Übernahme von Kosten für die Lockdown-Zeit seit März 2020 über 740 Millionen Euro. Die Umsatzausfälle belaufen sich laut ADV zwischen März und September auf rund zwei Milliarden Euro.

13.37 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat von weiteren Einschränkungen betroffenen Betrieben schnelle Hilfe zugesagt. "Ich gehe davon aus, dass falls es zu Einschränkungen kommt, auch die Hilfsangebote gleichzeitig mitbeschlossen werden", sagt der CDU-Politiker bei einer Befragung im Bundestag.

13.15 Uhr - Die Zahlen in Deutschland werden nach Angaben der Bundesregierung immer alarmierender. So verdoppele sich die Zahl der Neuinfektionen derzeit binnen sieben Tagen und die Zahl der Intensivpatienten binnen zehn Tagen, sagt die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz in Berlin.

13.15 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Videokonferenz der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder nach Angaben von Teilnehmern eröffnet, danach spricht Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Die Bundesregierung schlägt den Ländern in einer Vorlage eine drastische Einschränkung des öffentlichen Lebens ab dem 4. November bis zum Ende des Monats vor, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen.

12.59 Uhr - Der Virologe Hendrik Streeck warnt vor der Vorstellung, die Pandemie werde in absehbarer Zeit überwunden. "Das Virus wird Teil unseres Lebens bleiben. Und auch wenn ein Impfstoff da ist, werden wir noch Jahre mit diesem Virus zu tun haben", sagt er Reuters-TV. "Daher ist es sehr viel wichtiger, dass wir uns auf diesen Marathon vorbereiten, nicht diesen kurzen Sprint."

12.45 Uhr - In Russland verschlechtert sich die Lage des Gesundheitssystems nach Einschätzung der Regierung wegen der rasch steigenden Infektionszahlen immer mehr. In 16 Regionen sei die Situation kritisch, sagt Vize-Ministerpräsidentin Tatiana Golikowa bei Beratungen von Regierungsmitgliedern und Präsident Wladimir Putin. Dort seien die Krankenhausbetten zu 90 Prozent belegt. Das Verteidigungsministerium hat angekündigt, es werde Mediziner der Armee in den Ural schicken, um dort den überlasteten Ärzten zu helfen.

12.45 Uhr - In Russland verschlechtert sich die Lage des Gesundheitssystems nach Einschätzung der Regierung wegen der rasch steigenden Infektionszahlen immer mehr. In 16 Regionen sei die Situation kritisch, sagt Vize-Ministerpräsidentin Tatiana Golikowa bei Beratungen von Regierungsmitgliedern und Präsident Wladimir Putin. Dort seien die Krankenhausbetten zu 90 Prozent belegt. Das Verteidigungsministerium hat angekündigt, es werde Mediziner der Armee in den Ural schicken, um dort den überlasteten Ärzten zu helfen.

12.32 Uhr - Die EU-Kommission ruft die Mitgliedstaaten dazu auf, die Maßnahmen gegen die Pandemie zu verschärfen. Zudem müssten die 27 Länder ihr Vorgehen stärker koordinieren, mahnt die Brüsseler Behörde. Der Anstieg der Zahl der Neuinfektionen in der EU sei "alarmierend". Auch die Engpässe der Testkapazitäten müssten schnell behoben werden. Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten am Donnerstagabend in einer Video-Konferenz über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

12.30 Uhr - Im Iran sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 415 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor an nur einem Tag. Insgesamt seien 33.714 Menschen der Epidemie erlegen. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle sei binnen 24 Stunden um 6824 auf 558.648 gestiegen. Der Iran ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in der Region.

12.10 Uhr - In der Schweiz schießen die Coronavirus-Fallzahlen in die Höhe. Innerhalb eines Tages wurden dem Gesundheitsamt 8616 neue Covid-Infektionen gemeldet - ein neuer Höchststand. 149 weitere Personen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, 24 starben in Zusammenhang mit der Seuche. Am Nachmittag will die Schweizer Regierung über schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie informieren.

11.20 Uhr - In Großbritannien könnte noch vor Weihnachten ein Corona-Impfstoff eingeführt und einigen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Ein Start der Impfungen Anfang kommenden Jahres sei aber wahrscheinlicher, sagt Kate Bingham, die für die Beschaffung von Impfstoffen zuständig ist, der BBC. "Wenn die ersten beiden Impfstoffe oder einer von beiden zeigen, dass sie sicher und wirksam sind, ist es möglich, dass ihre Ausgabe vor Weihnachten beginnt." Wenn nicht, sei die Einführung Anfang 2021 realistischer.

10.46 Uhr - Der Einzelhandelsverband HDE warnt vor Einschränkungen wegen der stark steigenden Corona-Infektionen. "Der Einzelhandel ist kein Hotspot, Einkaufen ist auch in der Pandemie sicher", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Deshalb sei es auch nicht sinnvoll, neue Einschränkungen für Ladengeschäfte zu erlassen oder gar Geschäftsschließungen zu verordnen. Die jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie führten zu einem faktischen Lockdown. "Die Geschäfte dürfen zwar geöffnet bleiben, die Kunden werden jedoch aufgefordert, nicht mehr in die Innenstädte zu kommen", sagt Stefan Genth. Die Begrenzung der Kundenanzahl in den Geschäften mit einer Vorgabe von 25 Quadratmetern pro Kunde sei zudem unverhältnismäßig. Das führe besonders bei den Lebensmittelgeschäften zu unnötigen Warteschlangen und damit zu vermeidbaren Ansteckungsrisiken.

10.40 Uhr - Die Regierung in Polen meldet 18.820 Neuinfektionen und 236 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus - so viele wie noch nie binnen 24 Stunden. Die Krankenhäuser seien überlastet, teilt das Gesundheitsministerium mit. 13.931 Krankenhausbetten seien mit Covid-19-Patienten belegt, 1150 Patienten müssten beatmet werden. Am Tag zuvor waren es noch 13.291 Covid-19-Patienten, von denen 1078 beatmet wurden.

10.35 Uhr - Die SPD erwartet von den Bund-Länder-Beschlüssen am Nachmittag bundeseinheitliche Regelungen. Darüber herrschte nach Angaben ihres Parlamentarischen Geschäftsführers Carsten Schneider am Vormittag Konsens in einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern der Bundesregierung, der Bundestagsfraktion und den Ministerpräsidenten der SPD-geführten Länder. "Die müssen nicht überall gleich sein, sich müssen gleich wirken", sagt Schneider.

10.30 Uhr - Das Schweizer Gesundheitssystem kämpft mit der zunehmenden Zahl von Patienten, die nach einer Ansteckung mit dem Virus erkrankt sind. Angesichts von Infektionsraten, die weit über denen in Deutschland und Italien liegen, könnten in zehn Tagen die Krankenhaus-Kapazitätsgrenzen erreicht werden, warnen Experten. Bereits jetzt werden Mediziner im Ruhestand reaktiviert und Krankenhaus-Abteilungen ohne Bezug zur Pandemie geschlossen.

10.23 Uhr - Über Details der Finanzhilfen für die von den geplanten neuen Einschränkungen betroffenen Wirtschaftsbereiche wird nach den Worten des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD im Bundestag, Carsten Schneider, "derzeit noch verhandelt". Reuters erfuhr von einer mit den Beratungen vertrauten Person, dass es sich allein bei den Hilfen für November nach ersten groben Schätzungen um eine geringe zweistellige Milliardensumme handeln könnte.

10.18 Uhr - Der Handelsverband BGA lehnt das Schließen von Restaurants zur Eindämmung der Virus-Pandemie ab. "Völlig unangemessen erscheint uns in der aktuellen Situation die angedachte Schließung der Gastronomie, die für viele mittelständische Betriebe in der jetzigen Lage den Todesstoß bedeuten kann", erklärt der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). "Brennpunkte sind ganz klar die privaten Bereiche und auch wenn es unpopulär ist, müssen wir uns hierauf konzentrieren", fordert BGA-Präsident Anton Börner vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern.

10.10 Uhr - Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke hält die Banken für gut gerüstet für einen zweiten Lockdown, warnt aber vor zu strikten Einschränkungen des öffentlichen Lebens. "Wir unterstützen die Maßnahmen, die die Regierungen in Deutschland und in der ganzen Welt zum Schutz ihrer Bevölkerung und ihrer Gesundheitssysteme für notwendig erachten", sagt er in einer Telefonkonferenz. Die Banken hätten während der Einschränkungen im ersten und zweiten Quartal gezeigt, wie widerstandsfähig sie seien und wie gut sie es geschafft hätten, die Kunden in der schwierigen Phase zu unterstützen. "Natürlich ist die Unsicherheit sehr groß. Aber ich denke, wir haben im zweiten Quartal viel gelernt, und ich hoffe, dass wir in der Lage sind, diese zweite Welle mit dem geringsten Schaden zu überstehen."

09.30 Uhr - In Tschechien breitet sich die Pandemie rasant aus. Die Behörden melden mit 15.663 Infektionen einen neuen Höchstwert. Damit haben sich insgesamt 284.033 Menschen mit dem Erreger infiziert. Die Zahl der Corona-Toten steigt um 182 auf 2547. Tschechien zählt zu den europäischen Ländern mit den am schnellsten steigenden Infektionsraten.

09.15 Uhr - EU-Ratspräsident Charles Michel erklärt, die Pandemie-Lage in Europa sei "ernst und alarmierend". Die EU müsse bei Tests, Nachverfolgung von Infektionswegen, Impfungen und Handhabung von Quarantänen besser werden. Gleichzeitig müssten die Maßnahmen derart abgestimmt werden, dass die negativen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen begrenzt würden, sagt er der Zeitung "La Stampa".

09.10 Uhr - In Deutschland gibt es fast 15.000 nachgewiesene Neuinfektionen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts meldeten die Gesundheitsämter 14.964 weitere Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden. 85 Menschen starben in dem Zeitraum, seit Ausbruch der Epidemie sind es damit 10.183 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Infektion. Insgesamt haben sich 464.239 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt.

09.05 Uhr - Gesundheitsminister Jens Spahn warnt vor Engpässen in Krankenhäusern. "Wenn wir warten, bis die Intensivstationen voll sind, ist es zu spät", sagt er dem SWR. Im europäischen Ausland seien die Krankenhäuser schon wieder am Limit und es kämen auch wieder Hilfsanfragen.

09.00 Uhr - In Russland registrieren die Behörden mit 346 Todesfällen nach Ansteckungen mit dem Coronavirus eine neue Tageshöchstzahl. Insgesamt sind 26.935 Menschen der Infektion erlegen. 16.202 neue Coronavirus-Infektionen werden erfasst. Damit haben sich insgesamt 1.563.976 Menschen angesteckt. Russland steht in der Rangfolge der Länder mit den meisten Coronavirus-Fällen an vierter Stelle hinter den USA, Indien und Brasilien.

08.58 Uhr - In der Ukraine sind nach offiziellen Angaben 165 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor an einem einzigen Tag. Insgesamt starben bislang 6755 Menschen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg um 7474 auf 363.075.

08.50 Uhr - Der Virologe Alexander Kekule lehnt einen eingeschränkten Lockdown - den "Lockdown light" - ab. Es sei sinnvoller, bei Verstößen gegen die bestehenden Regeln härter durchzugreifen, sagt er dem Sender MDR. Restaurants zu schließen, sei nicht sinnvoll. "Die Probleme sind tatsächlich im privaten Bereich. Das ist der Bereich, in dem wir mit den Ordnungsmaßnahmen sowieso nicht hinterherkommen."

08.35 Uhr - Unionfraktionschef Ralph Brinkhaus fordert mit Blick auf Weihnachten "ganz harte Einschränkungen". "Es geht jetzt darum, dass wir Weihnachten retten. Dass wir Weihnachten relativ normal feiern können - und dafür müssen wir kämpfen", sagt der CDU-Politiker dem Sender RTL/ntv.

08.30 Uhr - Die Arbeitgeber sehen die von der Bundesregierung vorgeschlagenen drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Teilen kritisch. "Was da diskutiert wird, sieht nicht besonders light aus, sondern ist schon ziemlich heavy", sagt der Hauptgeschäftsführer ihres Spitzenverbandes BDA, Steffen Kampeter, im Deutschlandfunk. Für Schließungen in der Gastronomie habe er wenig Verständnis. "In Bereichen etwas anzuordnen, wo kein Infektionsgeschehen erkennbar ist, ist ein vermeidbarer Schaden." Richtig sei es, im privaten Bereich strikter vorzugehen. Positiv sei der Wille, Schulen und Kitas offen zu halten. Andernfalls drohten Betriebsschließungen wegen fehlender Kinderbetreuung.

08.00 Uhr - Weltweit haben sich mehr als 43,72 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Demnach starben mehr als 1,16 Millionen Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Bei den Infektionen sind die USA am stärksten betroffen, gefolgt von Indien, Brasilien und Russland.

07.45 Uhr - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil plädiert vor den Beratungen zwischen Bund und Ländern für bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus. Sein Land habe ein "großes Interesse" daran und werde aller Voraussicht nach umsetzen, was bei den Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel beschlossen werde. "Das werden sicherlich keine einfachen Gespräche", sagt der SPD-Politiker im ARD-Morgenmagazin.

07.30 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagt den Kulturschaffenden finanzielle Hilfe zu. "Die Kultur gehört zur Identität unseres Landes. ... Deshalb wollen wir eine Pleitewelle oder Änderung dieser Kulturlandschaft, die tiefgreifend ist, verhindern", sagt der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Die Soloselbstständigen hätten zwar die Möglichkeit, Grundsicherung zu erleichternden Bedingungen zu beantragen. Das schrecke aber viele ab. "Deshalb reden wir über zumutbare Alternativen. ... Wir werden in den nächsten Wochen ganz intensiv auch über dieses Thema reden." Zu möglichen drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens äußert sich Altmaier nicht. Er wolle den Gesprächen zwischen Bund und Ländern nicht vorgreifen.

05.16 Uhr - Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnt vor einem Kahlschlag in der Branche, wenn es zu erneuten massiven Einschränkungen für Hotels und Gaststätten käme. "Hotels, Gaststätten und auch Bars sind die mit am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Unternehmen und dürfen nicht geopfert werden", sagt der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND/Mittwoch). Es gehe um Arbeitsplätze, die unwiederbringlich verloren wären. "Das Gastgewerbe ist nach bisherigen Erkenntnissen, wenn die Hygienestandards eingehalten werden, kein Infektionsherd wie etwa private Feiern."

05.09 Uhr - In den USA steigt nach einer Reuters-Zählung die Zahl der positiv auf das Coronavirus Gestesteten um mindestens 74.194 auf rund 8,81 Millionen. Mindestens weitere 976 Menschen sind nach einer Ansteckung mit dem Virus in den vergangenen 24 Stunden gestorben. Die Zahl der Corona-Todesfälle erhöht sich demnach auf mindestens 226.804.

05.06 Uhr - Angesichts der Diskussion um einen neuerlichen Lockdown stellt die SPD der notleidenden Veranstaltungsbranche Hilfen in Aussicht. "Oberstes Ziel von uns allen muss sein, die Ansteckungswelle zu brechen. Und leider trifft das die Veranstaltungsbranche besonders hart", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Parteichefin Saskia Esken und Generalsekretär Lars Klingbeil, die dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND/Mittwoch) vorliegt. Die Politik müsse die Hilfsprogramme auf die Bedürfnisse von Kunst- und Kulturschaffenden besser anpassen, da sie so vielseitig sei, dass sie kaum in ein Raster passe, forderte der SPD-Generalsekretär. "Die Veranstaltungsbranche ist nicht nur ein Wirtschaftszweig, sondern sehr viel mehr, sie ist Bereicherung und Haltung."

05.01 Uhr - Angesichts der sich verschärfenden Corona-Lage sprechen sich Ökonomen und Verbraucherschützer für ein Ende der Mehrwertsteuersenkung wie geplant zum Jahresende aus. "Sie ist fiskalisch teuer und nicht zielgenau", sagt der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, dem Handelsblatt (Mittwochesausgabe). Sie helfe am meisten Branchen mit hohen Umsätzen, also den Krisengewinnern. Auch Deutschlands oberster Verbrauchschützer Klaus Müller fordert ein Ende der Entlastung. "Die vergangenen Monate sind den Beweis schuldig geblieben, dass sich die Mehrwertsteuersenkung so positiv auf die Konjunktur auswirkt wie erhofft", sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV). Kosten und Ertrag stünden in keinem Verhältnis.

02.41 Uhr - In China meldet offiziellen Angaben zufolge mit 42 neuen Fällen die höchste Zahl an tägliche Neuinfektionen seit mehr als zwei Monaten. Der Anstieg sei auf den Ausbruch in der Kleiderfabrik in der nordwestlichen Region Xinjiang zurückzuführen, teilt die nationale Gesundheitsbehörde mit. Von den neuen Fällen seien 22 zuvor asypmtomatische Fälle aus der Region Xinjiang gewesen. China wertet symptomlose Infektionen nicht als bestätigte Covid-19-Fälle. Die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen auf dem chinesischen Festland liegt nun bei 85.868, während die Zahl der Todesopfer unverändert bei 4634 bleibt.

02.03 Uhr - Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) Clemens Fuest spricht sich gegen einen erneuten bundesweiten Lockdown aus. "Regionale Lockdown-Maßnahmen, angepasst in ihrem Ausmaß an die Infektionslage vor Ort, sind die bessere Lösung", sagt er in einem Interview mit der Zeitung "Mannheimer Morgen" (Mittwochsausgabe). "Wir haben ja auch aus den Erfahrungen mit dem ersten bundesweiten Lockdown gelernt", so der Ökonom weiter. Der Schutz der Gesundheit habe Vorrang, die Maßnahmen müssten aber verhältnismäßig sein. Die wachsenden Infektionszahlen belasten nach Fuests Einschätzung die Wirtschaft sehr stark, selbst wenn es keinen staatlich verordneten Lockdown geben sollte. "Die Pandemie ist das Problem und nicht die Reaktion des Staates auf das Virus", sagt Fuest.

01.37 Uhr - Die Vorsitzende der britischen Impfstoff-Arbeitsgruppe, Kate Bingham, geht davon aus, dass die erste Generation von Covid-19-Impfstoffen "wahrscheinlich nicht perfekt ist" und dass sie "möglicherweise nicht für alle geeignet sind". Die Impfstoffe könnten eine Infektionen möglicherweise nicht verhindern, sondern nur die Symptome lindern, und vielleicht nicht für alle oder lange wirken. Ob es jemals ein wirksames Vakzin gebe, sei noch ungewiss, daher sei es wichtig, "sich vor Selbstgefälligkeit und Überoptimismus zu schützen", schrieb Bingham in einem Artikel im rennonommierten The Lancet Medical Journal.

01.01 Uhr - Vor der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch dringt der Deutsche Städtetag auf eine bundeseinheitliche Verschärfung der Corona-Regeln. "Trotz beängstigend steigender Zahlen müssen wir einen zweiten vollständigen Lockdown wie im Frühjahr verhindern", sagt Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Mittwochsausgaben). Die Zahl der Infektionen müsse deutlich runtergehen, ohne dass Schulen und Kitas geschlossen werden müssen. "Die Menschen sollen weiter einkaufen gehen können. Und die wirtschaftliche Erholung darf nicht abgewürgt werden." Dazu sollten alle Länder die gleichen Maßnahmen ergreifen, wenn die Grenze von 35 oder 50 Infektionen je 100.000 Einwohner überschritten werde, fordert Jung. "Dann blicken die Menschen besser durch und wir haben nicht dauernd die öffentliche Debatte über einen Flickenteppich."

00.26 Uhr - Nach drei Monaten wird in der australischen Stadt Melbourne der Lockdown aufgehoben. Ab Mittwoch können die rund fünf Millionen Einwohner Australiens zweitgrößter Stadt wieder Restaurants und Cafes besuchen, auch Friseure öffnen wieder. Zudem werden die Beschränkungen für gesellschaftliche Zusammenkünfte gelockert: Künftig dürfen sich Angehörige von zwei Haushalten besuchen. In Melbourne wurde nach dem Ausbruch einer zweiten Infektions-Welle mit rund 700 täglichen Coronavirus-Fällen Anfang Juli der strikte Lockdown verhängt.

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