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Osram-Aktie im freien Fall: Was Anleger jetzt tun sollten

Osram-Aktie im freien Fall: Was Anleger jetzt tun sollten

WKN: LED400 ISIN: DE000LED4000 OSRAM AG

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16.01.2019 - 18:21
12.01.2019 04:30:00

Beim Lichtkonzern Osram enttäuscht beim Rückblick auf das abgelaufene Jahresviertel. Die Nachfrage nach Leuchtioden ging spürbar zurück. Auch die rückläufige Auto-Konjunktur trübt die Stimmung beim Chef Olaf Berlien. Unsere Einschätzung zur Aktie, was Anleger jetzt wissen müssen.



Es ziehen dunkle Wolken am Horizont auf: Osram-Chef Olaf Berlien blickt pessimistisch auf das neue Geschäftsjahr. An der Börse rauschten die Aktien des Münchner Lichttechnik-Konzerns daraufhin in den Keller. "Die Nachfrage nach Leuchtdioden geht spürbar zurück", sagte Berlien der "Augsburger Allgemeine" (Donnerstagausgabe). Das erste Quartal 2018/19, das am 31. Dezember endete, sei bei Osram wohl "noch schwächer ausgefallen als dies manche Finanzexperten und wir noch vor einigen Monaten erwartet haben".



Den Grund dafür sieht Berlien in der Schwäche der Auto- und der Smartphone-Branche, die zu den wichtigsten Kunden von Osram gehören. Analysten hatten für das erste Quartal im Schnitt einen Umsatzrückgang um zehn Prozent prognostiziert, Berlien selbst hatte bereits im November vor einer schleppenden ersten Jahreshälfte gewarnt.


Übernahmefantasien liegen in der Luft



Seit Monaten halten sich Spekulationen über eine Übernahme von Osram durch Finanzinvestoren, die das Unternehmen von der Börse nehmen könnten. Nach einem Bericht des "Manager Magazins" interessieren sich unter anderem Bain Capital und CVC für den Lichttechnik-Konzern. Osram-Chef Berlien zeigte sich in dem Interview offen für den Einstieg eines Großaktionärs. Er wäre "im Grundsatz kein Risiko", sondern könne den Osram-Vorstand beim Umbau des Konzerns auch in einer konjunkturellen Schwächephase unterstützen. Zu den Berichten könne er aber keine Stellung nehmen.

Osram fahre "Monat für Monat auf Sicht", sagte Berlien der Zeitung. Die Schwäche in der Autoindustrie liege nicht nur am Diesel-Skandal, auch seien die Abatzzahlen in China in den vergangenen drei Monaten um 16 Prozent eingebrochen. "Das ist für uns schmerzlich." Osram spüre den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Dazu kämen die Einbrüche bei den Smartphone-Herstellern Apple und Samsung. Auch der Brexit habe Auswirkung auf Osram.

Berlien verteidigte die Entscheidung des neuen chinesischen Eigentümers der ehemaligen Osram-Glühlampen-Sparte Ledvance, das Werk in Augsburg zu schließen: "Unter Osram wäre es genauso gelaufen. Wir hätten das Werk sogar noch viel früher als Ledvance zugemacht."

rtr

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Bildquelle: Osram AG

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