Osram-Aktie plus 20 Prozent: Finanzinvestor Bain erwägt offenbar Übernahme
· Börse Online Redaktion
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Auch andere Private-Equity-Gesellschaften hätten ein Auge auf Osram geworfen. Die Analysten von Credit Suisse verwiesen auf Äußerungen von Vorstandschef Olaf Berlien, der sich im September einen Ankeraktionär gewünscht hatte, "einen also, der uns länger begleitet".
"Eine Übernahme durch Private Equity wäre zwar natürlich etwas ganz anderes, aber wir wären nicht überrascht, wenn wir erfahren würden, dass Osram auf potenzielle große Investoren zugegangen wäre", hieß es in der Studie. Die ehemalige Mutter Siemens hatte sich im vergangenen Jahr endgültig zurückgezogen und ihren restlichen Anteil von 17 Prozent verkauft. Die zuletzt gebeutelte Osram-Aktie schoss am Dienstag um bis zu 20 Prozent auf 40,40 Euro nach oben. Das sind gut zehn Euro mehr als der Tiefstkurs der Aktie, aber nur die Hälfte des Zwölf-Monats-Hochs von 79,58 Euro, das das Papier Anfang des Jahres erreicht hatte. Insgesamt ist das Unternehmen damit an der Börse 3,9 Milliarden Euro wert.
Osram wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Vor zwei Jahren hatte das Münchner Unternehmen das Interesse von zwei chinesischen Bietern auf sich gezogen: Sanan Optoelectronics und Go Scale. Beide zogen sich aber zurück, nachdem unter anderem der Betriebsrat Widerstand angekündigt hatte.
In diesem Jahr hat Osram zwei Gewinnwarnungen hinter sich und befindet sich weiter im Umbau. Der operative Gewinn (Ebitda) schrumpfte im Geschäftsjahr 2017/18 (zum 30. September) um 13 Prozent auf 605 Millionen Euro, der Nettogewinn brach um fast die Hälfte auf 142 Millionen Euro ein. Grund dafür ist unter anderem die schwächelnde Nachfrage aus der Autoindustrie, die selbst mit Absatzproblemen kämpft. Der Umsatz stieg - bereinigt um Zu- und Verkäufe - um zwei Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Für das neue Geschäftsjahr prognostiziert Osram ein Umsatzplus von maximal drei Prozent und eine schrumpfende operative Rendite.
rtr
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