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Preiserhöhungen für Börsendaten ruft Wertpapieraufsicht auf den Plan

Preiserhöhungen für Börsendaten ruft Wertpapieraufsicht auf den Plan

WKN: 581005 ISIN: DE0005810055 Deutsche Börse AG

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13.12.2018 - 17:35
12.07.2018 09:23:09

Ein Streit zwischen Börsen und Banken über die Kosten von Marktdaten hat die europäische Wertpapieraufsicht Esma auf den Plan gerufen. Die Esma habe in einem Fragebogen bei Marktteilnehmern Informationen über die Datenpreise eingeholt, sagte ein Sprecher der Behörde dem Handelsblatt. Sie will prüfen, ob sich Börsenbetreiber wie Deutsche Börse, Euronext oder die spanische Bolsa de Madrid bei der Preisgestaltung an die Vorgaben der europäischen Finanzmarktrichtlinie Mifid II halten.

Die Esma werde die Antworten der Beteiligten nun auswerten und dann entscheiden, ob sie Maßnahmen ergreife, sagte der Esma-Sprecher der Zeitung.



Auch von den Wettbewerbshütern in Brüssel droht den Börsenbetreibern Ungemach. "Die Esma steht in Kontakt mit der EU-Wettbewerbskommission, bei der auch Beschwerden eingegangen sind", erklärte der Esma-Sprecher. Die Kommission beobachte die Situation, habe jedoch noch kein formelles Verfahren eingeleitet.


Nach der seit Anfang des Jahres geltenden Mifid-II-Richtlinie müssen die Börsen ihre Daten "zu angemessenen wirtschaftlichen Konditionen" bereitstellen. Börsenbetreiber haben ihre Preise für bestimmte Marktdaten zum Jahreswechsel zum Teil erheblich angehoben. Banken, Broker und Hochfrequenzhändler werfen den Börsenkonzernen vor, ihre monopolartige Stellung in einigen Marktbereichen auszunutzen. Die Börsen weisen dem Bericht zufolge die Kritik zurück.

"Gestiegen sind die Kosten vor allem für professionelle Nutzer, bei denen unsere Daten direkt in die Systeme einfließen, etwa bei Algo-Tradern oder bankeigenen Handelsplattformen", sagte Deutsche-Börse-Manager Hartmut Graf dem "Handelsblatt". Das Preismodell für die automatisierte Datennutzung sei zehn Jahre alt gewesen. "Dort war eine Anpassung überfällig - auch vor dem Hintergrund, dass die automatisierte Nutzung von Daten stark zugenommen hat."


Bildquelle: Julian Mezger

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