MAX OTTE

Prof. Max Otte zur EZB-Entscheidung: Die Sparer sind am Arsch

Prof. Max Otte zur EZB-Entscheidung: Die Sparer sind am Arsch
28.01.2015 14:22:00

Die EZB hat gestern für Furore gesorgt. Die Notenbanker wollen bis zum September 2016 mindestens 1,1 Billionen Euro in den Kauf von Staatsanleihen stecken. Das entspricht gut elf Prozent der Wirtschaftsleistung im Euroraum. Warum Sparer jetzt die Gekniffenen sind und wie weit Anleger den Aktienanteil in ihren Depots nun aufstocken sollten, erläutert Prof. Max Otte gegenüber www.boerse-online.de. Von Thomas Schmidtutz

Die EZB hat heute den Aufkauf von Staatsanleihen angekündigt. Nach den Plänen will die EZB bis September 2015 pro Monat 60 Milliarden Euro dafür ausgeben. Über die gesamte Laufzeit liegt das Volumen damit insgesamt bei rund 1140 Milliarden Euro. Beobachter hatten zuvor ein deutlich geringeres Wachstum erwartet. Wie überrascht sind Sie?
Ich bin nicht wirklich überrascht. Die "unkonventionelle Geldpolitik" ist das einzige Politikinstrument, welches den Regierungen geblieben ist. Und wenn sie nur einen Hammer haben, dann sieht jedes Problem irgendwann wie ein Nagel aus.

Als Begründung für ihren radikalen Schritt verweist die EZB auf Deflationsgefahren. Halten Sie diese Begründung für stichhaltig?
Die Ängste sind stichhaltig. Ob es aber mit dem Anleihenkaufprogramm gelingen wird, die Deflationsgefahr zu bannen? Das Instrument hat auch einen sehr großen Aspekt der Umverteilung von unsolide auf solide. Die unsoliden Akteure bekommen Risiken abgenommen.

Auf Seite 2: Was die EZB-Entscheidung für die Aktienmärkte bedeutet

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Bildquelle: Simon Katzer für Börse Online

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