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ANALYSE

ProSiebenSat.1-Aktie, Infineon und United Internet: Wo die Insider kaufen

ProSiebenSat.1-Aktie, Infineon und United Internet: Wo die Insider kaufen
07.09.2017 04:20:00

In der zweiten Augusthälfte gab es bei einigen Unternehmen auffällige Insidertransaktionen zu beobachten. Dabei handelte es sich zum Beispiel um ProSiebenSat.1, Infineon und United Internet. Von Jörg Bernhard



Bei der in heftige Turbulenzen geratenen Aktie von ProSiebenSat.1, die seit Anfang April ein Drittel ihres Werts verloren hat, griffen einige Unternehmenslenker mutig zu. Neben Vorstandschef Thomas Ebeling kauften auch die beiden Aufsichtsräte Werner Brandt (Vorsitzender) und Marion Helmes (stv. Vorsitzende) insgesamt 15.250 Anteilsscheine im Wert von über 415.000 Euro. Unternehmenschef Ebeling zeigte sich besonders mutig und orderte nach dem Kurssturz des DAX-Unternehmens 10.000 Aktien mit einem Transaktionsvolumen von 279.000 Euro. Die beiden "Aufpasser" Brandt (3.750 Stück) und Helmes (1.500 Stück) haben etwas weniger investiert.



Ausgelöst wurde die jüngste Talfahrt der Aktie durch das Bekanntwerden einer drastisch reduzierten Jahresprognose bei der marktführenden britischen Werbeagentur WPP. Auch ProsiebenSat.1 hat seine Aktionäre gewarnt. Das Management geht derzeit davon aus, dass der TV-Werbemarkt 2017 lediglich das Niveau des Vorjahres erreichen wird. Damit hat man in diesem Jahr zum dritten Mal den Ausblick für die Werbeeinnahmen gesenkt. Die bisherigen Prognosen beinhalteten ein Wachstum am unteren Ende einer Spanne von 1,5 bis 2,5 Prozent. Analysten haben daraufhin scharenweise ihre Kursziele bzw. Urteile nach unten revidiert. Die Angst vor einem drohenden DAX-Abstieg dürfte dabei ebenfalls eine große Rolle gespielt haben.


Aus charttechnischer Sicht sieht es bei der Aktie von ProSiebenSat.1 ziemlich trostlos aus. Vom Ende 2016 markierten Rekordhoch von über 50 Euro ist man meilenweit entfernt. Und auch der im Dezember 2016 erfolgte Rebound um rund 30 Prozent hat sich mittlerweile komplett in Luft aufgelöst. Zahlreiche Unterstützungszonen machten ihrem Namen absolut keine Ehre und wurden kampflos unterschritten. Auch der Blick auf die 200-Tage-Linie bereitet derzeit wenig Freude. Sie wurde in der ersten Maihälfte verletzt und drehte nach unten. Beides gilt unter chartorientierten Anlegern als eindeutiges Ausstiegssignal. Damit liegt aber auch auf der Hand, dass sich die ProSiebenSat.1-Aktie derzeit in einem massiv überverkauften Zustand befindet, schließlich zeigt der Timingindikator Relative-Stärke-Index aktuell einen Wert von lediglich 19 Prozent an. Steigt der RSI über 30 Prozent, entstünde ein charttechnisches Kaufsignal.

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