Raketen zwischen Iran und Israel belasten die Märkte: Aktien der Reisebranche geraten vorbörslich unter Druck - mit wenig Hoffnung auf Besserung.
Die Nervosität an den Märkten wächst angesichts der neuen Eskalationssignale aus dem Nahen Osten. So kam es im vorbörslichen Handel vor allem bei Aktien aus dem Reisesektor zu leicht überdurchschnittlichen Verlusten.
Raketen zwischen Iran und Israel: Reiseaktien unter Druck
Papiere von Tui und Lufthansa gaben auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Freitag um 2,8 beziehungsweise 1,9 Prozent nach – ein Verlust, der spürbar über dem breiten Markt lag.
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Auslöser ist der gegenseitige Raketenbeschuss zwischen Iran und Israel. Selbst eine öffentliche Mahnung von US-Präsident Donald Trump an den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zur Mäßigung blieb Medienberichten zufolge offenbar ohne nachhaltige Wirkung. Die Furcht vor einem erneuten offenen militärischen Konflikt zwischen den beiden Ländern kehrt damit an die Börsen zurück.
Eskalationen im Nahen Osten: Ölpreise legen deutlich zu
Die Folgen gehen dabei über den Reisesektor hinaus. Die jüngste Zuspitzung gefährdet auch die fragilen Verhandlungen über ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Am Ölmarkt machte sich das prompt bemerkbar: Die Preise zogen zum Wochenstart deutlich an.
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Enthält Material von dpa-AFX
Häufige Fragen zum Thema
Warum reagieren Reiseaktien besonders sensibel auf Nahost-Konflikte?
Fluggesellschaften und Reiseveranstalter sind direkt betroffen: Die Region ist für den globalen Flugverkehr strategisch zentral, zudem erhöhen steigende Ölpreise die Treibstoffkosten und geopolitische Unsicherheiten dämpfen die Reiselust der Verbraucher – das drückt auf die Margen.
Was hätte ein US-Iran-Abkommen mit dem Ölpreis zu tun?
Eine Einigung würde die für den Energieexport wichtige Straße von Hormus wieder passierbar machen. Zudem könnte es den Weg für iranische Ölexporte freimachen und das globale Angebot erhöhen – was die Preise tendenziell drücken würde. Die aktuelle Eskalation macht dieses Szenario unwahrscheinlicher und stützt damit den Ölpreis.
Ist die Reaktion der Märkte typisch für solche Eskalationsphasen?
Ja. Erfahrungsgemäß reagieren Reise- und Energietitel bei Nahost-Spannungen als Erste und am stärksten – die Ausschläge bleiben aber oft temporär, sofern sich die Lage nicht weiter zuspitzt.
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