Q1-ZAHLEN

RTL setzt auf Streaming, "American Gods" und anziehende TV-Werbung

RTL setzt auf Streaming,

WKN: 861149 ISIN: LU0061462528 RTL S.A.

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16.06.2021 - 19:51
06.05.2021 09:41:39

Der europäische Fernsehkonzern RTL geht mit einem Umsatzminus ins neue Jahr, setzt aber trotz Corona-Krise auf eine baldige Besserung im wichtigen TV-Werbegeschäft. Im ersten Quartal sanken die gesamten Erlöse vor allem wegen Währungseffekten und Firmenverkäufen zwar um 4,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, wie die Bertelsmann-Tochter am Donnerstag mitteilte.

Organisch habe es allerdings ein Plus von 3,9 Prozent gegeben - "und dies obwohl die Lockdown-Maßnahmen zu geringeren TV-Werbeumsätzen führten", sagte RTL-Chef Thomas Rabe. "Für das zweite Quartal sehen wir in unseren Märkten ein starkes Wachstum unserer TV-Werbeumsätze und bestätigen unseren Ausblick für das Gesamtjahr 2021."

Zum Jahresstart sanken die Erlöse mit Fernsehwerbung in Deutschland und den Niederlanden zwar noch. Steigende Umsätze im Inhalte-, Streaming- und Werbetechnologie-Geschäft konnten dies laut RTL jedoch ausgleichen. Der Umsatz des Inhaltegeschäfts Fremantle kletterte um 14,6 Prozent - etwa durch Auslieferung der dritten Staffel der von Fremantle mitproduzierten Serie "American Gods". Per Ende März stiegen die Abo-Zahlen der RTL Group für ihre Streaming-Dienste TV Now in Deutschland und Videoland in den Niederlanden auf 2,7 Millionen - und damit auf Jahressicht um 71 Prozent.

Der Konzernumsatz soll 2021 um drei Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zulegen und der operative Gewinn (bereinigtes Ebita) um 14 Prozent auf rund 975 Millionen Euro klettern. RTL will noch im ersten Halbjahr über die Zukunft seiner Sender-Geschäfte in Frankreich, Belgien und den Niederlanden entscheiden. Der Konzern prüft verschiedene Optionen und strebt eine Konsolidierung auf Länderebene in Europas Fernseh-Landschaft an. Ende März hatte Rabe betont, es gebe großes Interesse von Investoren am französischen TV-Sender M6 , den die RTL Group kontrolliert.

Die RTL-Konzernmutter Bertelsmann startete mit einem organischen Umsatzplus von rund zehn Prozent auf 4,2 Milliarden Euro ins Jahr. Dies seien auch sieben Prozent mehr als vor der Corona-Krise Anfang 2019, erklärten die Gütersloher. Die Verlagstochter Penguin Random House, das Musikgeschäft BMG und der Dienstleister Arvato hätten für Schwung gesorgt. "Der Ausbau nationaler Media-Champions kam weiter voran, und auch unsere globalen Inhalte- und Dienstleistungsgeschäfte sind auf einem sehr guten Weg", sagte Rabe, der auch Bertelsmann-Chef ist. Man werde die Ziele für 2021 erreichen.

rtr

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