Zum Wochenstart können Rüstungsaktien trotz des schwachen Börsenumfeldes anziehen. Das steckt hinter dem Kursanstieg und so viel Potenzial ist jetzt noch bei den Papieren drin.
In einem schwachen Börsenumfeld haben zum Wochenauftakt die Aktien von Rüstungsherstellern Stärke gezeigt. Im Dax legten Rheinmetall um 2,6 Prozent zu, im MDax der mittelgroßen Titel gewannen Renk 4,2 Prozent und Hensoldt 3 Prozent. Papiere von TKMS lagen nach ihrer jüngsten Rally Tribut mit 0,9 Prozent im Plus.
Rüstungsaktien wie Rheinmetall und Renk ziehen an
Angesichts des politischen Streits um Grönland sprach Analyst Chris Turner von der Bank ING von der "Gefahr einer Aufspaltung der Nato". Frank Sohlleder vom Broker Activtrades schrieb, die Europäische Union und die NATO versuchten, ihre Position so teuer wie möglich zu verkaufen. Europa drohe allerdings in eine gefährliche Zwickmühle zu geraten: "Im Osten lauert die militärische Bedrohung durch Russland, im Westen die wirtschaftliche Dominanz der USA"
In diesem Umfeld dürften sich die europäischen Staaten wahrscheinlich weiter dazu genötigt sehen, die in den letzten Jahren gemachten Aufrüstungspläne fortzusetzen. Dies entspricht dem bereits seit Längerem von einigen Analysten betonten Narrativ, dass Rüstungswerte auch bei einem Frieden in der Ukraine eine goldene Zukunft vor sich haben.
So viel Potenzial ist bei den Rüstungsaktien noch drin
Dementsprechend optimistisch sind aktuell übrigens auch die Schätzungen für die Aktien von Rheinmetall und Co. So lauten die aktuellen Empfehlungen des Analystenkonsens für die Papiere:
Rheinmetall – Einschätzung: Kaufen – Kurspotenzial laut Konsens: 11,2 Prozent
Renk – Einschätzung: Kaufen – Kurspotenzial laut Konsens: 7,9 Prozent
Hensoldt – Einschätzung: Kaufen – Kurspotenzial laut Konsens: -1,9 Prozent
Enthält Material von dpa-AFX
Lesen Sie auch:
Macht Buffetts Spendenversprechen Berkshire Hathaway angreifbar für eine Übernahme?
Oder:
Aktien von BMW, Volkswagen und Co. unter Druck: Wie geht es weiter?