SAP-Aktie: Konzern-Chef hält Rivalen Salesforce für unverkäuflich
· Börse Online Redaktion
Der Spezialist für Marketing- und Vertriebssoftware werde mit sinkenden Preisen und Druck auf den Umsatz zu kämpfen haben. Der Aktienkurs von Salesforce lag zuletzt über dem Hundertfachen künftiger Gewinne - bei Microsoft betrug der Faktor zuletzt 19.
Salesforce ist als Anbieter von Firmensoftware, die zur Miete über das Internet angeboten wird, der schärfste Konkurrent von SAP. Als Cloud-Softwarehaus ist Salesforce die Nummer eins vor SAP. Die Walldorfer sind weltweit Marktführer für Programme zur Unternehmenssteuerung, wenn das viel größere Geschäft mit Softwarelizenzen hinzugerechnet wird, die Salesforce gar nicht anbietet.
Seit einigen Monaten wird spekuliert, Salesforce stehe davor, übernommen zu werden. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, unter anderem habe Microsoft Interesse an dem Unternehmen. Reuters hatte von mit den Überlegungen Vertrauten erfahren, Microsoft habe das nicht unmittelbar vor, weil die Bewertung von Salesforce hoch sei, langfristig sei das aber möglich.
Wie bereits SAP hat auch Oracle erklärt, an einem Kauf des US-Cloud-Anbieters nicht interessiert zu sein. Oracle-Chefin Safra Catz hatte vor Kurzem erklärt, ihrem Unternehmen könnte es nur recht sein, wenn ein Konkurrent Salesforce schluckt. Das könnte Oracle Kunden der Rivalen, die dann mit der Übernahme beschäftigt sind, in die Arme treiben.
Der Umschwung von Lizenzsoftware, die Kunden bei sich installieren, zu Mietsoftware setzt die Branche unter Druck, da dieses Geschäft zunächst weniger profitabel ist als das traditionelle Lizenzgeschäft. SAP setzt wie seine Konkurrenten auf starkes Wachstum des Cloud-Geschäfts und hat in den vergangenen Jahren mehrere milliardenschwere Übernahmen gestemmt. Weiteren größere Übernahmen haben die Walldorfer McDermott zufolge zurzeit nicht vor. rtr
Buchtipp: KI Genesis: Der Beginn des neuen Zeitalters
In seinem letzten Buch erforscht Politik-Legende Henry Kissinger zusammen mit dem ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt und dem früheren Microsoft-Topmanager Craig Mundie die epochalen Herausforderungen und Chancen der Revolution der künstlichen Intelligenz. KI wird uns helfen, enorme Krisen zu bewältigen – vom Klimawandel über geopolitische Konflikte bis hin zur Einkommensungleichheit. Aber sie bedroht auch unser unabhängiges Urteilsvermögen und unsere Handlungsfähigkeit. Dieses Buch zeichnet einen Weg jenseits von blindem Glauben und ungerechtfertigter Angst und skizziert eine wirksame Strategie, um das Zeitalter der KI zu meistern.
Autoren: Kissinger, Henry
Schmidt, Eric
Mundie, Craig
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 26.06.2025
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-68932-008-9