Bitte beschreiben Sie kurz das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens!


Die Deutsche Rohstoff (ISIN DE000A0XYG76) identifiziert, erschließt und verkauft attraktive Rohstoffvorkommen vor allem in Nordamerika, Australien und Europa. Unser Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Öl- und Gasprojekten in den USA. Metalle wie Gold und Wolfram ergänzen unser Portfolio. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrung in der Exploration von Ressourcen, ihrer Entwicklung und Produktion. In den USA haben wir in den vergangenen Jahren insgesamt über 100 Ölquellen erfolgreich erschlossen. In Australien haben wir eine Goldmine und eine Wolframmine betrieben.

Seit dem Börsengang im Jahr 2010 haben wir drei Anleihen und eine Wandelanleihe mit einem Gesamtvolumen von insgesamt über 200 Millionen Euro platziert. Über die Hälfte davon wurden bereits mit Zinsen fristgerecht zurückgezahlt. Ein Großteil davon sogar vor Fälligkeit. In diesem Zeitraum konnten wir sieben Projekte mit einem Gesamterlös von rund 330 Millionen US-Dollar veräußern und damit insgesamt einen Gewinn vor Steuern von rund 80 Millionen Euro für den Konzern erwirtschaften.

Wie haben sich Umsatz und Gewinn in den vergangenen Jahren entwickelt?


Nach 41 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2019 hatten wir aufgrund eines geplanten Bohrprogramms für 2020 eine Verdopplung der Umsätze erwartet. Im Zuge der Covid-19 Pandemie haben wir uns allerdings entschieden, unsere wertvollen Ölreserven nicht zu Tiefstpreisen zu verkaufen und einen Großteil der Förderung gedrosselt. Nicht geförderte Ölmengen können problemlos zu einem späteren Zeitpunkt in die Produktion gehen, weshalb wir uns bei der Förderung an den Ölpreisen orientieren können. Der Umsatz für 2020 wird daher wieder auf Vorjahresniveau bei 37-40 Millionen Euro erwartet. Mit einer Normalisierung der Ölpreise werden wir auch unsere Förderung wieder anheben und den Umsatz dadurch wieder steigern können. Die für uns wichtige Ergebnisgröße EBITDA erwarten wir für 2020 in einer Spanne von 23-26 Millionen Euro, was über dem Vorjahres-EBITDA von 23 Millionen Euro liegt. Unser diesjähriger Konzernverlust in Höhe von 15-18 Millionen USD ist auf außerplanmäßige Abschreibungen auf unsere Erdölförderanlagen und Abschreibungen einer Aktienposition zurückzuführen.

Was ist für die Zukunft mit Blick auf Wachstum und Zukäufe zu erwarten?


Im ersten Halbjahr dieses Jahres konnte unsere Beteiligung Bright Rock Energy ein Flächenpaket mit ca. 111 Quadratkilometern in dem ölförderfreundlichen Bundesstaat Wyoming, USA, akquirieren. Der Kaufpreis basierte dabei nur auf den bestehenden fünf Bohrungen, während noch über 100 Bohrungen auf den Flächen möglich sind. Ab Ölpreisen von 50 USD/Barrel bieten diese Bohrungen die Möglichkeit einer signifikanten Erhöhung der Förderungsmenge.

Unsere wichtige Wolfram-Beteiligung Almonty hat Anfang Dezember 2020 mit dem Signing der Projektfinanzierung für die Wolfram Mine in Sangdong, Südkorea, durch die deutsche KfW-IPEX einen wichtigen Meilenstein erreicht. Ab 2022 sollen Wolframkonzentrate in Sangdong produziert werden. Unsere Beteiligung steht damit vor dem Sprung zum größten Wolframproduzenten für die nächsten Jahrzehnte außerhalb Chinas.

Die Deutsche Rohstoff ist mit liquiden Mitteln in Höhe von 39,4 Millionen Euro zum 30. September 2020 solide finanziert und ist für weiteres Wachstum gut positioniert. Auf dem Markt werden derzeit gute Chancen gesehen, um sich durch Beteiligungen und Assets für einen Aufschwung am Rohstoffmarkt zu positionieren. Dabei spielen nicht nur Öl- und Gas-Werte in den USA eine Rolle, auch andere Rohstoffe werden für die weitere strategische Ausrichtung beobachtet und evaluiert.

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Patrick Pohl
Tel. +49 621 490 817 18
pohl@rohstoff.de

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