Diese Aktie hat Warren Buffett seit rund 34 Jahren im Depot – und wird sie wohl nie verkaufen. Aus diesen Gründen hält er an ihr fest. Von Jennifer Senninger

Warren Buffett gilt als der erfolgreichste Investor der Welt. Seit er 1965 die Zügel bei Berkshire Hathaway übernommen hat, erzielte er Renditen, die den S&P 500, Dow und Co. in den Schatten stellen. Das Portfolio von Berkshire hat seitdem immer wieder Änderungen durchlebt, doch von einer Aktie kann sich Buffett wohl nie trennen: 1988 begann er mit dem Kauf von Coca-Cola und baut die Position seitdem kontinuierlich auf – damit ist die Aktie laut Benzinga die Aktie, die er mit Abstand bisher am längsten hält.

Die jüngste Offenlegung seines Portfolios zeigte, dass er im dritten Quartal rund 400 Millionen Coca-Cola-Aktien hielt. Das entspricht 7,59 Prozent seines Portfolios. Im Januar 1988 kostete eine Aktie von Cola in etwa 2,45 Dollar. Heute kostet sie etwa 63 Dollar. Rendite: Riesig! Zudem: Cola zahlt aktuell eine Quartalsdividende von 44 Cent. Da Buffett 400 Millionen Aktien hält, entspricht das allein in einem Quartal 176 Millionen Dollar an Dividende.

Darum hält Warren Buffett an der Coca-Cola-Aktie fest

Doch warum hält Buffett so sehr an der Cola-Aktie fest? Nun, der Konzern gilt als solides UN mit zuverlässigem Geschäftsmodell. Seit 60 Jahren zahlt und erhöht Cola bereits Dividende – trotz diverser Krisen und Bärenmärkte, denen der Konzern während dieser Zeiten begegnete. Bei Cola handelt es sich um jene Aktien, die Warren Buffett am meisten mag: Value-Aktien. Zudem ist der Burggraben von Cola ausgeprägt: Das Unternehmen hat fast die Hälfte der Marktherrschaft des US-Markts für Erfrischungsgetränke inne. Ein weiterer wichtiger Buffett-Faktor: Cola schafft Wert. Buffett schwört auf produktive Werte, da sie Bargeld produzieren und ein Produkt herstellen. Aus diesem Grund ist er auch kein Fan von Krypto-Währungen. Ein weiterer Fakt, der für Cola spricht: Die Stärke in der Inflation. Für Cola ist es als Lebensmittelhersteller leichter, die Preise anzuheben. Fast zwei Milliarden Getränke von Cola werden jeden Tag getrunken. Cola könnte den Preis pro Produkt also nur um einen Cent erhöhen und könnte so pro Tag schon zusätzliche 20 Millionen Dollar erwirtschaften.

Vom Hoch im April liegt die Aktie fünf Prozent im Minus. Seit Jahresanfang aber sogar sieben Prozent im Plus, womit sie den Markt deutlich schlägt. Es spricht eigentlich wenig dagegen, warum das Geschäft von Cola und auch die Dividende nicht auch zukünftig weiter florieren sollten. Bei Coca-Cola handelt es sich um ein solides Unternehmen mit stabilem Geschäftsmodell, das seit rund 60 Jahren ohne Unterbrechung Dividende zahlt. Für die derzeitigen Zeiten genau das Richtige.