Viele Kleinigkeiten machen das Zuhause bequemer. Ein Thermostat regelt die Raumtemperatur, eine Lichtschranke die Beleuchtung am Hauseingang. Die Alarmanlage meldet Eindringlinge. Noch einfacher wird es, wenn einzelne Komponenten miteinander kommunizieren. In einem Smart Home erkennt eine Kamera die Bewohner, schließt für sie die Haustür auf, heizt ein und spielt deren Lieblingsmusik. Die Anwendungsgebiete für das smarte Heim sind vielfältig und noch lange nicht erschöpft.

Weil die Angebote intelligenter Hausvernetzung immer praktischer und anwenderfreundlicher werden, schreiben Experten diesem Markt ein rasantes Wachstum zu. Die Entwicklung, die Herstellung und der Verkauf vernetzter Geräte, die Wohn- und Lebensqualität erhöhen, mehr Sicherheit bieten und die effizientere Nutzung von Energie fördern, könnten allein im europäischen Markt im Jahr 2017 zu Umsätzen von über vier Milliarden Euro führen, prognostizieren die Marktforscher von Deloitte.

Einer Studie von BI Intelligence zufolge lag der weltweite Umsatz 2014 bei über 60 Milliarden Dollar. Bis ins Jahr 2019 erwarten die Experten einen Anstieg auf 490 Milliarden Dollar. Ein beachtlicher Zuwachs.

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Ein Index für das gesamte Segment



Die Krux für Anleger ist es, die eine Wachstumsperle in diesem Segment zu identifizieren. Auf dem Markt sind viele Unternehmen aktiv. Beispielsweise betreibt der US-Gigant Apple die Smart-Home-Plattform HomeKit. Als Pionier für die Hausüberwachung in den USA gilt der Mobilfunkanbieter Verizon, der schon seit den 90er-Jahren Produkte für ein Smart Home auf dem Markt hat. Auch Google drängte mit der Übernahme des US-Unternehmens Nest in diesen Markt. In Deutschland tut sich neben dem Beleuchtungsspezialisten Osram die Deutsche Telekom hervor. Die Bonner nahmen sich der vielen unterschiedlichen Systeme an und entwickelten mit Qivicon ein herstellerübergreifendes System, das alle namhaften Gerätehersteller und App-Entwickler aus dem Smart-Home-Markt integrieren kann. Weil hierzulande die Sorge groß ist, dass mit den gesammelten Daten nicht sorgsam genug umgegangen wird, haben deutsche Anbieter einen großen Wettbewerbsvorteil in Sachen Datenschutz.

Eine smarte Sache für Anleger ist das Indexzertifikat auf den Solactive Home Automation TR Index. Es bildet die Performance von 26 großen Smart-Home-Akteuren ab. Die Aktien aller Unternehmen sind darin zu Anfang gleich hoch gewichtet. Dividenden werden reinvestiert. Auf eine Absicherung der Währungsrisiken wurde verzichtet. Das Open-End-Zertifikat der BNP Paribas auf den Solactive Home Automation TR Index kann noch bis zum 23. Juli gezeichnet werden. Der einmalige Ausgabeaufschlag beträgt ein Prozent. Jährlich fällt eine Verwaltungsgebühr von einem Prozent an. Anleger tragen das Risiko eines Totalverlusts, sollte die Emittentin zahlungsunfähig werden.

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