Der Stellenabbau bei Porsche geht in die nächste Runde: Bis zu 4.000 weitere Jobs könnten wegfallen. Die Aktie befindet sich dagegen im Aufwind.

Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche steht vor einem weiteren tiefen Einschnitt. Wie das "Handelsblatt" berichtet, könnten im Zuge eines neuen Sparprogramms bis zu 4.000 zusätzliche Stellen gestrichen werden.

Im Fokus stehen dabei vor allem Beschäftigte in Management und Verwaltung – Bereiche, die in den vergangenen Jahren stark gewachsen waren. Besonders hart soll es den Entwicklungsstandort Weissach treffen: Dort stehen nach Informationen der Zeitung rund 30 Prozent der Kapazitäten auf dem Prüfstand.

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Massiver Stellenabbau: Porsche plant nächste Sparstufe

Ein Porsche-Sprecher wollte die konkrete Zahl auf dpa-Anfrage nicht bestätigen. Er verwies jedoch auf ein umfassendes Zukunftspaket, das derzeit erarbeitet werde und das Unternehmen schlanker aufstellen solle – und kündigte an, dieses noch vor Ende Juli vorzustellen.

Hinter den Kulissen laufen derzeit intensive Verhandlungen zwischen Management und Arbeitnehmervertretern über das neue Sparpaket. Porsche-Chef Michael Leiters hatte bereits im März den Weg für einen weiteren, tiefgreifenden Stellenabbau freigemacht – zusätzlich zu einem ersten Paket, das bereits beschlossen war. Demnach sollen in der Region Stuttgart bis 2029 rund 1.900 Stellen sozialverträglich abgebaut werden.

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Hinzu kommen weitere Belastungen: Die Verträge von rund 2.000 befristeten Mitarbeitern sind bereits ausgelaufen und nicht verlängert worden. Im Mai hatte Porsche außerdem die Schließung von drei Tochterfirmen angekündigt – ein Schritt, der weitere 500 Beschäftigte betrifft.

Weiterführende Links

Porsche-Aktie: Es geht wieder aufwärts

Die Nachrichten treffen eine Aktie, die seit ihrem Börsengang im September 2022 unter anhaltendem Druck steht. Derzeit befindet sie sich in einer Aufwärtsbewegung und hat auch am heutigen Montag zugelegt. Von ihrem Allzeithoch bei über 90 Euro ist die Porsche-Vorzugsaktie allerdings weit entfernt – derzeit notiert sie bei rund 46 Euro (Stand: 6. Juli, 11:20 Uhr). Der Analystenkonsens bleibt gespalten: Die Mehrheit empfiehlt laut "Marketscreener" ein „Halten". JPMorgan etwa hat die Porsche-Aktie zuletzt mit „Overweight" und einem Kursziel von 50 Euro bestätigt. Analyst Jose M. Asumendi erwartet in einem aktuellen Ausblick, dass die Quartalszahlen am 26. Juli eine Marge am oberen Ende der Zielspanne belegen dürften. Anleger warten damit gespannt auf die Zahlenvorlage Ende Juli.

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Porsche AG (WKN: PAG911)

Enthält Material von dpa-AFX

Häufige Fragen

Was macht Porsche?

Die Porsche AG ist ein deutscher Sportwagenhersteller mit Sitz in Stuttgart-Zuffenhausen. Das Unternehmen gehört zum Volkswagen-Konzern, ist aber eigenständig an der Börse notiert. Seit Januar 2026 ist Michael Leiters Vorstandsvorsitzender

Wie viele Stellen will Porsche zusätzlich abbauen?

Laut "Handelsblatt" plant Porsche den Abbau von bis zu 4.000 weiteren Stellen. Im Fokus stehen vor allem Management und Verwaltung. Der Sportwagenbauer will das entsprechende Zukunftspaket noch vor Ende Juli vorstellen.

Wie hat sich die Porsche-Aktie seit dem Börsengang entwickelt?

Seit dem Börsengang im September 2022 hat die Porsche-Vorzugsaktie massiv an Wert verloren. Von ihrem Allzeithoch bei über 90 Euro ist sie auf rund 46 Euro gefallen (Stand: 6. Juli 2026). Die meisten Analysten empfehlen derzeit „Halten"; JPMorgan sieht das Kursziel bei 50 Euro.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Porsche AG.

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