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Südkorea-Aktien: Für Mutige bieten sich hier Einstiegsgelegenheiten

Südkorea-Aktien: Für Mutige bieten sich hier Einstiegsgelegenheiten

WKN: 888322 ISIN: KR7005930003 Samsung

13.06.2019 04:10:00

Die Aktienkurse haben wegen der anhaltenden Handelskonflikte deutlich an Wert verloren. Für Mutige bieten sich Gelegenheiten zum Nachkaufen. Von Martin Blümel

Wo man in Deutschland irgendwann hinwill, dort ist Südkorea längst angekommen. Zumindest in Sachen Internet. Dort surft man doppelt so schnell wie hierzulande. Vor Kurzem wurden flächendeckende 5G-Netze in Betrieb genommen. Auch deswegen belegt man seit Jahren einen der vordersten Plätze im Digitalierungsindex der Vereinten Natio­nen - Deutschland schafft da nur Rang 25.

Dass man in Sachen Technologie führend ist, sieht man auch an der Unternehmenslandschaft: Samsung Electronics ist einer der weltweit größten Hersteller von Speicherchips, Smartphones, TV-Geräten und Kühlschränken. Außerdem beliefert man - wie SK Innovation und LG Chem - Tesla und andere E-Auto-Hersteller mit Batteriezellen beziehungsweise Akkus.

Und dennoch schwächelt auch Koreas Börse. Man wird wegen der sinoamerika­nischen Handelskrise "in Sippenhaft" genommen - wie auch andere Marktplätze weltweit. Zudem werden höhere Zölle für Ausfuhren in die USA befürchtet. Da lahmt dann auch die Konjunktur etwas. Zwar scheint das Wachstum mit gut zwei Prozent passabel, es ist aber so langsam wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr.

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Kritisch ist in diesem Kontext auch die große Bedeutung der Chipherstellung. Wie Ökonomen der OECD meinen, ist die Wirtschaft wegen der Abhängigkeit vom Wachstum im Halbleitersektor und wenigen anderen Schlüsselbranchen anfällig für Schocks. Allein auf die Halbleiterindus­trie entfielen in den zurückliegenden Jahren 80 Prozent aller Unternehmensinvestitionen und 20 Prozent aller Exporte.

Nicht ganz unschuldig an der schwächeren Konjunktur ist aber auch die links­gerichtete Regierung von Präsident Moon Jae-in. Offiziell will er zwar Deregulierung und Innovation fördern, doch viel passiert ist bisher nicht. Vielmehr hat er die Staatsausgaben erhöht: Das Personal im öffentlichen Dienst soll um 30 Prozent aufgestockt werden und der Mindestlohn bis 2022 um 50 Prozent steigen.

Mit dem Fiskalstimulus will die Regierung einer Krise vorbeugen. Allerdings wird es so für die Notenbank schwierig, trotz bereits steigender Inflation die Zinsen zu erhöhen, weil dies den Stimulus­effekt wieder dämpfen würde.

Auf Seite 2: Chancen und Risiken bei Samsung


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Bildquelle: neomistyle/iStock

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