Ausgangssituation und Signal



Die Notierungen der im TecDAX notierten TeamViewer AG gingen am Dienstag sehr schwach aus dem Handel und verabschiedeten sich mit einem Kurs von 42,24 Euro in den Feierabend - ein Minus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit wurde die jüngste Hausse jäh beendet.

Das kräftige Minus führte in eine große Kurslücke zu Handelsbeginn am Dienstag. Eine Kurslücke entsteht, wenn es etwa zwischen dem Vortageshoch(tief) und dem aktuellen Tagestief(hoch) keine Kursfeststellung gab. Eine Kurslücke kann - je nach ihrer Ausgeprägtheit - auf einen bevorstehenden starken Trend hinweisen. Im Falle der TeamViewer-Aktie könnte dieser Trend gen Süden weisen, zumal die Kurse nun wieder unterhalb ihrer 21-Tagelinie (grüne Kurve) notieren. Diese 21-Tagelinie zeigt den kurzfristigen Trend des Aktienkurses auf. Ihr bislang steigender Verlauf wurde mit den Dienstagsschlusskursen beendet.

Zum Hintergrund: Zum dritten Mal seit dem Börsengang vor gut einem Jahr machte der Finanzinvestor Permira beim Softwareunternehmen TeamViewer Kasse und warf über Nacht TeamViewer-Aktien im Wert von 930 Millionen Euro auf den Markt. Die 22 Millionen Papiere seien zu je 42,25 Euro bei institutionellen Investoren untergebracht worden, teilte die Beteiligungsgesellschaft in der Nacht zum Dienstag mit. Damit schmilzt der Anteil von Permira, die vor sechs Jahren bei der Start-up-Firma aus Göppingen eingestiegen war, auf 28 Prozent (zuvor: 39 Prozent).

Die Charts im Detail



Was die längerfristige Aussicht eines Basiswerts anbelangt, so hilft ein Blick auf den Wochen- / Monatschart weiter. Im Falle der TeamViewer-Aktie gilt es zu beachten, dass der Titel erst seit September vergangenen Jahres börsennotiert ist. Die Charthistorie ist dementsprechend kurz. Doch gibt gerade der Wochenchart dennoch eine gute Auskunft über den großen Trend. Zu erkennen: Die TeamViewer-Aktie tendiert seit Anfang August de facto seitwärts zwischen den Kursmarken 47 Euro (Widerstand) und 39,40 Euro (Unterstützung). Die 200-Tagelinie (blaue Kurve; aktuell bei 40,29 Euro verlaufend) strebt aufwärts und zeugt damit grundsätzlich von einer tendenziell übergeordneten Aufwärtsbewegung. Mit ihrem positiven Verlauf verstärkt sie den Unterstützungsbereich um 40,40 Euro. Im Falle einer weiteren Marktschwäche sollten Anleger dennoch mit einem weiteren Rückschlag des TeamViewer-Kurses bis in den Bereich um 40,00 / 40,40 Euro rechnen. Auf Basis des Dienstagsschlusskurses (42,24 Euro) entspräche dies noch immer einem interessanten Rückschlags-Potenzial von rund 5,3 Prozent - ein Fall für eine gehebelte Short-Strategie.

Tageschart





Wochenchart




Monatschart





Empfehlung der Redaktion



Nachfolgendes Long-Derivat zielt auf weiter fallende Kurse bei den Aktien der TeamViewer AG ab. Etwaige Buchgewinne sollten zeitnah durch ein Anpassen des Stop-Losskurses abgesichert werden. Das Produkt ist mit gleichem Basispreis und Knockoutschwelle ausgestattet - nachfolgende Tabelle zeigt die Ausstattungsmerkmale auf, die beim Kauf nochmals abgecheckt werden sollten, insbesondere Basispreis / Knockoutschwelle und der aktuelle Hebel.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 48,50
Oberes Ziel 1 46,91
Unteres Ziel 1 40,29
Unteres Ziel 2 39,40


Trading-Ideen

Trading-Idee
Basiswert
Produktvorstellung Turbo
WKN MA16A7
Emittent Morgan Stanley
Laufzeit endlos
Basispreis 51,71
Knock-Out-Schwelle 51,71
Hebel 4,31
Kurs in EUR 0,97


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Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.


AUTOR Manfred Ries vom Index Radar-Magazin ist ausgebildeter Bankkaufmann. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete er über viele Jahre hinweg in den Bereichen Vermögensanlage und Devisenhandel bei Großbanken. Seit mehr als 15 Jahren ist Manfred Ries als Wirtschaftsjournalist tätig. Für Börse Online analysierte er bereits 1999 die Märkte aus charttechnischer Sicht. www.index-radar.de