Mansa Musa gilt als der reichste Mann der Weltgeschichte, er hatte ein unfassbares Vermögen, so die britische Rundfunkanstalt BBC. Durch den verschwenderischen Umgang mit seinem Gold bei einer Reise durch Ägypten sei der Goldpreis in der Region über zehn Jahre eingebrochen.

Elon Musk, der derzeit reichste Mensch der Welt, wirkt dagegen wie ein Leichtgewicht. Doch er könnte dieses Jahr noch um einiges vermögender werden. Aufgrund des Erfolgs seines Automobilkonzerns Tesla dürfte Musk mit Aktienoptionen geradezu überschüttet werden, so die Zeitschrift manager magazin. Bereits 2018 habe der Tesla-Chef ein Vergütungspaket mit dem E-Autobauer ausgehandelt. An bestimmte Meilensteile des Unternehmens geknüpft erhalte Musk Aktienoptionen. In diesem Jahr dürfte der Wert bei vielen Milliarden US-Dollar liegen. Doch sein Vermögen basiert insbesondere auf der Performance der Tesla-Aktie. So verlor Elon Musk im Zuge des jüngsten Crashs bei Technologie-Titeln rund 25 Milliarden Dollar.

Das macht die Aktie


Aufgrund der anstehenden Zinserhöhung der US-Notenbank Fed werden seit Wochen die zinssensiblen Technologie-Aktien von Anlegern abgestoßen. So befand sich auch das Papier von Tesla in einer Abwärtsbewegung. Innerhalb eines Monats verlor der Anteilsschein im zweistelligen Prozentbereich. Am Mittwoch notiert die Aktie rund 0,2 Prozent im Minus.

Quartalsergebnisse und Einschätzung


Nach US-Börsenschluss hat Tesla am Dienstag die Zahlen zum abgelaufenen vierten Quartal veröffentlicht. Ungeachtet der anhaltenden Krise im Halbleiterbereich lieferte der US-Konzern so viel Autos aus wie noch nie. So verkaufte der Autobauer im vergangenen Jahr rund 940.000 Fahrzeuge. Das entspricht einem Anstieg um 87 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Chipknappheit belastete Tesla nicht in dem Ausmaß wie andere Automobilbauer. Der Konzern habe Software neu geschrieben, um auf weniger stark gefragte Bauteile auszuweichen, schrieb die Nachrichtenagentur Reuters.

Mit dem Verkaufsrekord übertrifft Tesla die eigenen Vorgaben, denn der Technologiekonzern erwartet für einen Mehrjahreshorizont ein durchschnittlich jährliches Wachstum bei den Auslieferungen um 50 Prozent. Durch das Wachstum bei verkauften Autos und in weiteren Geschäftsbereichen konnte der Umsatz des Konzerns im vierten Quartal um 65 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar gesteigert werden. Der Gewinn im gesamten abgelaufenen Jahr stieg im Vergleich zum Vorjahr um 665 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar. Tesla sei inzwischen weltweit das profitabelste Automobilunternehmen, kommentierten Analysten von Morgan Stanley die Zahlen. Sobald das globale Produktionsnetz des E-Autobauers in den neuen Fabriken rund laufe, könne Tesla mit Unternehmen wie Volkswagen oder Daimler um die Cash-Krone wetteifern, erklärte Fank Schope von der NordLB. Die unangefochtene Spitzenposition dürfte jedoch aufgrund von neuen Konkurrenten wie Rivian und Nio nicht von Dauer sein.

Das Unternehmen selbst bezeichnete 2021 als Jahr des Durchbruchs. Die Fabriken waren für mehrere Quartale jedoch nicht voll ausgelastet. Lieferkettenprobleme waren der am meisten limitierende Faktor. Tesla erwartet hier weitere Einschränkungen im laufenden Jahr. Trotz der guten Zahlen verunsicherte die Warnung die Anleger. Die Aktie ist am Donnerstag mit rund 0,2 Prozent leicht im Minus. Aufgrund der anhaltenden Schwierigkeiten und der Korrektur bei Tech-Werten sind wir mit unserer Einschätzung vorsichtig und empfehlen, das Papier weiterhin zu beobachten.

LB