Der Traton-Mutterkonzern Volkswagen bietet bis zu 57,5 Millionen Aktien in einer Preisspanne zwischen 27 und 33 Euro pro Stück an. Der Börsengang soll damit mindestens 1,55 Milliarden Euro einbringen - deutlich weniger als einst erhofft. Die Zeichnungsfrist soll am Donnerstag enden, am Freitag will Traton das Börsendebüt feiern. Traton lehnte eine Stellungnahme ab, von VW war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Eigentlich hatte Volkswagen die Lkw-Sparte schon vor Ostern an die Börse bringen wollen. Das Vorhaben wurde aber mit Verweis auf das schwache Marktumfeld im März überraschend auf Eis gelegt. "Investoren nutzen aus, dass Volkswagen nun Fortschritte bei seinem Umbau zeigen muss", sagte einer der Insider.

Doch auch jetzt sind die Bedingungen für Börsengänge nicht rosig. So hatte die Global Fashion Group (GFG) am Dienstag angesichts der schwachen Nachfrage nach den Aktien des Online-Modehändlers die Zeichnungsfrist um drei Tage verlängert.

Volkswagen hatte sich nach längerem Hin und Her entschieden, wegen des schwierigen Marktumfelds nur einen kleinen Aktienanteil an die Börse zu bringen. 11,5 Prozent der Dachgesellschaft mit den beiden Lkw- und Busherstellern MAN und Scania wollen die Wolfsburger an die Börse bringen. Am unteren Ende der Preisspanne würde der Börsengang 1,55 Milliarden Euro schwer. Traton-Chef Andreas Renschler hatte zunächst einen Erlös von bis zu sechs Milliarden Euro für einen Anteil von 25 Prozent vorgeschwebt. Investmentbanker bezeichneten das aber als zu ehrgeizig.

rtr