Festmachen lässt sich diese These nicht nur an einem zuletzt buchstäblich abgestürzten Goldpreis. Auch der als Krisenwährung geltende Schweizer Franken erlebt eine regelrechte Abwertungswelle.

Beim Devisengespann USD/CHF kommt diese Tatsache in steigenden Kursen zum Ausdruck. Noch Mitte Februar war der US-Dollar für weniger als 0,92 Franken und damit so günstig wie seit Juni 2015 nicht mehr zu haben. Fünf Monate später hat der Greenback die Paritätsgrenze erreicht - will heißen, ein Dollar kostet ziemlich genau einen Franken. Im Bereich von 1,005 Franken wartet nun ein technischer Widerstand auf den Dollar. Sollte er den Sprung über diese Hürde schaffen, wäre der Weg in Richtung 1,10 Franken frei. Fundamental betrachtet, spricht der enorme Zinsvorsprung des Dollarraums für steigende Notierungen. Zehnjährige US-Staatsanleihen werfen eine Rendite von 2,84 Prozent ab.

Dagegen liegt der Ertrag einer Schweizer Bundesobligation gleicher Laufzeit unter der Nulllinie. Passend zu dieser Diskrepanz gehen die Notenbanken der beiden Währungsräume völlig unterschiedliche Wege. In den USA zieht die Federal Reserve (Fed) den Zinsstraffungszyklus durch. Angesichts der brummenden Wirtschaft und einer anziehenden Inflation peilt sie für das zweite Halbjahr zwei weitere Erhöhungen an.

Tradingchance an der Paritätsmarke



Derweil dürfte die Schweizerische Nationalbank den Drei-Monate-Franken-Libor bis auf Weiteres in einer Spanne von minus 1,25 Prozent bis minus 0,25 Prozent belassen. Zudem ist sie bereit, am Devisenmarkt zu intervenieren, sollte der Franken doch wieder als sicherer Hafen gefragt sein. "Derzeit gibt es keinen Grund, unsere Geldpolitik zu ändern", sagte SNB-Präsident Thomas Jordan vor Kurzem. Solange die Investoren nicht kollektiv in den Risk-off-Modus schalten, könnte die Aufwärtsfahrt beim FX-Duo USD/CHF also weitergehen.

Für Trader bietet ein Endlos Turbo Long der Société Générale die Möglichkeit, auf dieses Szenario zu setzen. Das Produkt partizipiert mit einem Hebel von aktuell 21,5 an steigenden Kursen beim Duo USD/CHF. Überproportional hohe Verluste drohen, sobald sich das Blatt zugunsten des Schweizer Franken wendet und der Dollar nach unten dreht.