VW-Aktie: Betriebsratschef fordert schlankere Konzernstruktur
· Börse Online Redaktion
Neben einigen funktional verantwortlichen Vorständen etwa für Personal und Finanzen sollten dem Konzern-Gremium weiterhin die wichtigsten Markenchefs und der Vorsitzende der Truck-Holding angehören, erklärte der Betriebsratschef. Markengruppen seien auch künftig nur hilfreich, wenn deren Chefs dann auch im "Sinne des Konzerns denken und handeln".
Volkswagen-Chef Martin Winterkorn geht nach dem überstandenem Machtkampf mit Firmenpatriarch Ferdinand Piech den Umbau des Wolfsburger Autoimperiums an. Dazu präsentierte er dem Spitzenmanagement vor Kurzem erste Vorstellungen. Die Pläne sollen bis Oktober vorgestellt werden. "Es ist an der Zeit, unser Führungsmodell weiterzuentwickeln und die Strukturen und Aufgaben ein Stück weit neu zu ordnen. Wir müssen schneller, effizienter und beweglicher werden", so Winterkorn vor den Managern.
Osterloh kritisierte abermals die Macht der Konzernzentrale. "Hier in Wolfsburg glauben einige, sie wüssten, welche Autos die Brasilianer fahren wollen, welche Autos den Amerikanern und den Indern gefallen." Nicht immer träfen aber die Autos dann den Kundengeschmack. Er plädierte für mehr regionale Verantwortung.
Den Rücktritt von Piech halte er für bisweilen überbewertet. "Hier ist doch nicht jede Entscheidung in Salzburg gefallen", sagte Osterloh. Auch "bei Volkswagen benötigt der Vorstandschef eine gewisse Distanz zum Aufsichtsratsvorsitzenden". Piech war nach einem Machtkampf im April als Aufsichtsratschef zurückgetreten. Osterloh hatte Winterkorn damals Rückendeckung gegeben. rtr
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