VW-Aktie legt Vollbremsung hin - Ausblick enttäuscht Volkswagen-Anleger
· Börse Online Redaktion
Der Überschuss zog den vorläufigen Zahlen zufolge im abgelaufenen Jahr um ein Fünftel Prozent auf elf Milliarden Euro an. Dazu trug auch das starke China-Geschäft bei, das VW als Beteiligung im Finanzergebnis verbucht. Die Dividende soll um je 80 Cent auf 4,80 Euro je Stamm- und 4,86 Euro je Vorzugsaktie erhöht werden. Hier hatten Experten mit mehr gerechnet. Den Anteilseignern war mittelfristig eine höhere Ausschüttungsquote versprochen worden.
Für das laufende Jahr nimmt sich das Management im Kerngeschäft erneut eine operative Rendite in der Spanne zwischen 5,5 und 6,5 Prozent vom Umsatz vor. Der Konzernerlös solle um bis zu vier Prozent steigen.
Angeschoben wurde das operative Ergebnis im vergangenen Jahr nach Meinung von Experten abermals von den beiden Premiumtöchtern Audi und Porsche, die zusammen fast zwei Drittel des Gewinns einfahren. Dagegen schwächelt die Hauptmarke VW, bei der neben hohen Investitionen auch die Absatzprobleme in mehreren Regionen zu Buche schlagen. Kernchef Martin Winterkorn hat deshalb ein Sparprogramm aufgelegt, um der Ertragskraft auf die Sprünge zu helfen. Die ersten Früchte der Sparbemühungen will VW im laufenden Jahr ernten.
Erwartet wurde, dass der Aufsichtsrat Porsche-Chef Matthias Müller in den Konzernvorstand beruft. Damit ebnet VW den Weg für eine umfassende Neuorganisation. Während des rasanten Wachstums in den zurückliegenden Jahren hatte es der Konzern mit seinen zwölf Marken, weltweit nahezu 600.000 Beschäftigten und einem Umsatz, der mit gut 200 Milliarden Euro fast an die Wirtschaftskraft von Finnland heranreicht, nach Meinung von Experten versäumt, sich um das Zusammenspiel der in ihm schlummernden Kräfte zu kümmern. Dies soll sich durch eine bessere Koordination ändern.
Reuters
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