Die Zahlen des weltweit führenden Chipausrüsters ASML stießen auf ein gemischtes Echo. Doch die Analysten der Deutschen Bank haben sie offenbar überzeugt: Sie gaben am Donnerstag ein neues Kursziel heraus. BÖRSE ONLINE-Leser liegen ohnehin weit im Plus.
Deutsche Bank Research hat das Kursziel für ASML von 1.500 auf 1.600 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Damit liegt das neue Kursziel gut 25 Prozent über dem aktuellen Kurs vom Donnerstag. Der niederländische Weltmarktführer für Anlagen zur Chipfertigung hatte am Mittwoch Quartalszahlen gemeldet, die im Markt eher gemischt aufgenommen worden waren, obwohl ASML nach einem überraschend guten ersten Quartal seine Prognosen für das Gesamtjahr anhob. Angepeilt wird nun ein Umsatz von 36 bis 40 Milliarden Euro statt der bisher anvisierten 34 bis 39 Milliarden Euro, die Jahres-Bruttomarge soll wie bisher eingeplant 51 bis 53 Prozent betragen.
Die Nachfrage nach Chips übersteige derzeit das Angebot, sagte Konzernchef Christophe Fouquet. Der Auftragseingang bei ASML sei daher weiterhin sehr stark.
Aktie fällt, doch Analysten sehen Kurstreiber
Doch die Anleger hatten von dem Spezialisten für Lithographie-Systeme offenbar noch viel mehr erwartet: Die Aktie fiel am Mittwoch zeitweise um acht Prozent, erholte sich dann aber im späten Handel in den USA wieder.
Die Aufstockung der Jahresziele sei erwartet worden, schrieb auch Deutsche-Bank-Analyst Robert Sanders in seinem am Donnerstag veröffentlichten Kommentar zu ASML. Aus seiner Sicht würden „positive Signale für 2027“ die Wachstumsstory untermauern, auch wenn der Halbleiter-Ausrüster keine genaue Prognose für die Auftragszahlen genannt habe.
Wird das Potenzial im Markt unterschätzt?
Bereits am Mittwoch hatte auch die UBS ihr Kursziel auf ebenfalls 1.600 Euro angehoben. Die Anleger würden die technischen Errungenschaften der neuen Modellgenerationen von ASML mit ihrem viel höheren Wafer-Durchsatz verkenne, schrieb Analyst François-Xavier Bouvignies. Er erhöhte seine Ergebnisschätzungen bis 2028 und rechnet im Jahresverlauf noch mit einigen Kurstreibern.
Zusätzlicher Rückenwind für die ASML-Aktie kam am Donnerstag vom weltgrößten Chipfertiger TSMC: Die Taiwanesen meldeten einen rasanten Gewinnanstieg um 58 Prozent und prallvolle Auftragsbücher. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für weitere Investitionen, auch in ASML-Technik.
BÖRSE-ONLINE-Leser mindestens 40 Prozent im Plus
BÖRSE ONLINE hat die ASML-Aktie schon seit langem auf ihre Kaufliste. Selbst Leser, die erst seit unserer Titelgeschichte in Heft 41/2025 (erscheinen am 9. Oktober 2025) dabei sind, liegen schon wieder mehr als 40 Prozent im Plus.
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Häufige Fragen zum Thema
Wie beurteilt BÖRSE ONLINE die Aktie von ASML?
BÖRSE ONLINE rät bei den Aktien von ASML zum Kauf.
Was sagen Analysten zu den Aktien von ASML?
Analysten raten im Konsens ebenfalls zum Kauf von ASML-Aktien. Jüngste Studien der Deutshcen Bank und UBS sehen sogar eine Upside biszu 25 Prozent.
Was hat die Aktie von ASML diese Woche bewegt?
ASML mledete starke Quartalszahlen und hob den Ausblick an. Dennoch verlor die Aktie am Mittwoch zunächst deutlich, bevor sie am Donnerstag wieder zulegen konnte.