21.35 Uhr - In der Hoffnung auf eine weniger konfrontative US-Außenpolitik unter einem US-Präsidenten Joe Biden steigen Anleger in Schwellenländer-Währungen ein. Dadurch verliert der Dollar mehr als zwei Prozent auf 77,385 Rubel sowie gut ein Prozent auf 20,8686 mexikanische Peso. An außerchinesischen Börsen fällt er zur chinesischen Währung sogar auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 6,6190 Yuan. Bei der Präsidentenwahl dauerte die Stimmauszählung noch an, das Rennen zwischen Biden und Amtsinhaber Donald Trump ist sehr knapp.

21.15 Uhr - Schwindende Aussichten auf ein umfangreiches US-Konjunkturpaket auf Pump und einer dadurch befeuerten Inflation machen Gold zu schaffen. Da die Demokraten ihr Ziel, neben dem Repräsentantenhaus auch im Senat die Mehrheit zu erringen, verfehlt hätten, würden Hilfen voraussichtlich deutlich geringer ausfallen als erwartet, sagt Bart Melek, Chef-Anlagestratege für Rohstoffe beim Brokerhaus TD Securities. Allerdings könne mit weiteren Geldspritzen der US-Notenbank Fed gerechnet werden.

19.08 Uhr - Schwindende Furcht vor einer Kürzung des US-Wehretats gibt Rüstungsfirmen Auftrieb. Die Aktien von Lockheed Martin, Northrop Grumman oder Raytheon steigen um bis zu 5,3 Prozent. Genährt würden diese Spekulationen von der Aussicht, dass die Republikaner ihre Mehrheit im Senat wohl verteidigen, sagt Analyst Robert Stallard vom Research-Haus Vertical. Er warne aber vor überzogenem Optimismus. "Der US-Wehretat wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich stagnieren."

17.38 Uhr - Wegen der Aktienrally an der Wall Street ziehen sich Anleger aus US-Anleihen zurück. Dies drückt den T-Bond-Future, der auf den zehnjährigen US-Anleihen basiert, um 0,7 Prozent auf 171-18/32 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit dem Börsencrash vom März.

15.05 Uhr - Der auf Eis gelegte Börsengang des chinesischen Fintech-Konzerns Ant Group belastet den Mutterkonzern Alibaba. Die in New York gelisteten Aktien des Amazon-Rivalen Alibaba fallen vor US-Handelsstart rund sieben Prozent. Zwei Tage vor dem geplanten Börsendebüt in Shanghai und Hongkong haben Chinas Behörden offenbar die Reißleine gezogen. Chinas marktbeherrschendes Unternehmen für den mobilen Zahlungsverkehr erfülle wegen veränderter Regularien die Offenlegungspflichten wohl nicht, teilte die Börse in Shanghai mit.

13.12 Uhr - Der italienische Sportwagen-Bauer Ferrari hat seinen Betriebsgewinn im dritten Quartal dank Einsparungen gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um 6,4 Prozent auf 330 Millionen Euro, wie Ferrari mitteilte. Der Umsatz hingegen sank - auch in Folge weniger ausgelieferter Wagen - um drei Prozent auf 888 Millionen Euro. Ferrari gab sich zuversichtlich, die im August wegen der Corona-Krise gesenkte Jahresprognose am oberen Ende der Spanne zu erfüllen und rechnet mit einem Betriebsergebnis von rund 1,125 Milliarden Euro. Die Aktie stieg nach Veröffentlichung der Quartalszahlen mehr als zwei Prozent.

11.33 Uhr - Der Dax hat am Tag der US-Präsidentschaftswahl seine Erholung vom Wochenauftakt beschleunigt. Mit einem Plus von zwei Prozent stieg der deutsche Leitindex am späten Vormittag auf 12 025 Punkte. Damit gelang es ihm zwar noch nicht, die mit dem Kursrutsch am vergangenen Mittwoch entstandene Lücke vollständig zu schließen, seit dem Tief bei 11 450 Punten am vergangenen Freitag hat der Index aber mittlerweile schon wieder um fünf Prozent zugelegt. "An der Börse setzt man darauf, dass die US-Wahl die Klarheit bringen wird, die in der Lage ist, die Unsicherheit der vergangenen Tage zu vertreiben", kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Stanzl verwies zudem auf die erwartete weitere Schützenhilfe der US-Notenbank: "Egal, wie sich nach dem heutigen Wahltag die politischen Mehrheiten in den USA verschieben werden, die Fed dürfte in jedem Fall Wirtschaft und Finanzmärkte weiter stützen, während die Wall Street vom anhaltenden Gewinnwachstum im Technologiesektor profitieren sollte." Europaweit war die Stimmung an den Börsen am Dienstag von Hoffnung und Optimismus geprägt. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone legte mit plus zwei Prozent genauso stark zu wie der Dax.

11.00 Uhr - Anleger decken sich bei Pandora ein. Die Aktien des dänischen Schmuckherstellers legen bis zu 6,1 Prozent zu. Boomende Online-Verkäufe stimmen das Management optimistisch.

10.44 Uhr - Die seit dem Corona-Crash kaum vorwärts kommenden Aktien der Deutschen Pfandbriefbank (PBB) haben am Dienstag nach einem positiven Analystenkommentar der Deutschen Bank kräftig zugelegt. Sie gewannen unter den Topwerten im Nebenwerte-Index SDax mehr als sechs Prozent auf 5,78 Euro. Damit eroberten sie die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend zurück. Sie testeten zudem die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend und ihr Zwischenhoch von Ende Oktober bei 5,875 Euro. Analyst Mengxian Sun von der Deutschen Bank hatte die PBB-Anteile von "Hold" auf "Buy" hochgestuft mit einem von 6 auf 8 Euro angehobenen Kursziel. Die Anbieter von Immobilienkrediten sei in den vergangenen Monaten ebenso wie der Konkurrent Aareal Bank zwar hart von der Virus-Pandemie getroffen worden, nach den hohen Kursverlusten der vergangenen Monaten seien die Papiere nun aber attraktiv bewertet. Die im MDax notierten Aareal-Anteile rückten am Dienstag um mehr als zwei Prozent vor.

09.51 Uhr - Mit einem Aufschlag von bis zu 6,6 Prozent stehen die Aktien der Bank BNP Paribas an der Spitze des Pariser Leitindex. Das französische Institut profitierte vom Investmentbanking und erwirtschaftete im dritten Quartal mehr Gewinn als erwartet. Das könnte dazu führen, dass die Prognose für den Gewinn je Aktie erhöht werde, schreiben die Experten der Credit Suisse, was die Dividendenrendite nach oben treiben könnte, sobald die Banken wieder Geld an die Aktionäre ausschütten dürfen.

09.40 Uhr - Die Rückkehr in die Gewinnzone macht Hugo Boss unter Anlegern begehrt. Die Aktien des Modekonzerns legen in der Spitze 5,6 Prozent zu. Nach zwei verlustreichen Quartalen profitierte der Konzern vom zunehmenden Onlinegeschäft und der Erholung des chinesischen Marktes.

09.15 Uhr - Die türkische Lira fällt am US-Wahltag auf ein Rekordtief. Der Dollar steigt im Gegenzug auf 8,4470 Lira. Analysten gehen davon aus, dass es nach einem Wahlsieg des demokratischen Herausforderers Joe Biden zu weiteren Spannungen zwischen den Regierungen in Ankara und Washington kommen könnte.

08.40 Uhr - Die Deutsche Pfandbriefbank profitiert von einer Hochstufung der Deutschen Bank. Im Frankfurter Frühhandel legt die Aktie drei Prozent zu. Die Deutsche-Bank-Experten hoben ihre Einschätzung auf "Buy" von "Hold" an und setzten das Kursziel herauf auf acht von zuvor sechs Euro.

08.31 Uhr - Die Aktien des Verkehrstechnikkonzerns Vossloh legen im Frankfurter Frühhandel 3,2 Prozent zu. Die Experten von Berenberg hoben ihre Einstufung auf "Buy" von "Hold" an.

07.39 Uhr - Die Reise-Beschränkungen haben den Umsatz des Schweizer Dutyfreeshop-Betreibers Dufry im dritten Quartal 2020 um 80,5 Prozent auf 487 Millionen Franken einbrechen lassen. Dank der Kapitalerhöhung sowie Verhandlungen mit Vermietern und Lieferanten sei Dufry in der Lage, auch eine längere Geschäftsflaute bequem zu überstehen. Das Basler Unternehmen wolle im laufenden Jahr eine Milliarde Franken einsparen und bestätigte die Cash-Flow-Prognose.

07.12 Uhr - Der Stahlhändler Klöckner&Co hat in der Corona-Krise operativ mehr Gewinn geschrieben. Im dritten Quartal sei auch dank des Sparkurses ein operatives Ergebnis (Ebitda vor wesentlichen Sondereffekten) von 40 (Vorjahr: 26) Millionen Euro erzielt worden, teilten die Duisburger am Dienstag mit. Zudem schraubte KlöCo den über digitale Kanäle erzielten Umsatzanteil auf 42 Prozent in die Höhe - insgesamt gingen die Umsatzerlöse aber auf rund 1,3 (1,5) Milliarden Euro zurück. Den Verlust konnte der Stahlhändler im Quartal unter dem Strich auf fünf Millionen Euro eingrenzen, im Vorjahreszeitraum war noch ein Minus von 23 Millionen Euro angefallen. KlöCo hatte im Mai den Abbau von rund 1000 Stellen angekündigt. "Die erste Welle der Pandemie haben wir erfolgreich bewältigt", bilanzierte Konzernchef Gisbert Rühl. Für das vierte Quartal rechnet Rühl indes mit einem niedrigeren Absatz und Umsatz als im Vorquartal. Im Gesamtjahr erwartet er weiter ein operatives Ergebnis von 75 bis 95 Millionen Euro.

rtr/dpa-AFX