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BÖRSEN-TICKER

Wichtige Kursbewegungen: Übernahmespekulationen beflügeln Hella erneut

Wichtige Kursbewegungen: Übernahmespekulationen beflügeln Hella erneut
20.05.2021 16:00:09

Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

15.50 Uhr - Ein Bericht des "Manager Magazins" über einen nahenden Ausstieg der Eigentümer-Familien Hueck und Röpke hievt Hella auf ein Drei-Jahres-Hoch. Die Aktien des Autozulieferers steigen um 11,5 Prozent auf 56,78 Euro. Dem Magazin zufolge sind neben diversen Finanzinvestoren auch die Konkurrenten Faurecia aus Frankreich und Hasco aus China interessiert. Bei Letzterem könnte die Bundesregierung intervenieren, kommentiert Analyst Sascha Gommel von der Investmentbank Jefferies. Faurecia könne die Übernahme nur mit einem Partner stemmen.

13.50 Uhr - Die Kurserholung bei Bitcoin und anderen Cyberdevisen hilft auch den mit dem Sektor verbundenen Aktien wieder nach oben. Titel der Krypto-Börse Coinbase liegen nach ihrem Rutsch auf ein Rekordtief vorbörslich anderthalb Prozent fester. Papiere des Schürfunternehmens Marathon Digital steigen um 3,4 Prozent. Riot Blockchain gewinnen 4,4 Prozent und Titel des Bitcoin-Investors MicroStrategy um fast drei Prozent.

13.35 Uhr - Aktien von Virgin Galactic heben vorbörslich ab und steigen um knapp 13 Prozent. Das US-Raumfahrtunternehmen will am Samstag den nächsten raketengetriebenen Testflug der SpaceShipTwo VSS starten. Zuvor war eine Wartungsüberprüfung des Mutterschiff-Düsenflugzeuges VMS Eve abgeschlossen worden, das SpaceShipTwo in eine Höhe von 50.000 Fuß (umgerechnet rund 15 Kilometer) befördern soll. Die von dem Milliardär Richard Branson gegründete Firma will Touristenflüge ins All ermöglichen.

12.43 Uhr - Ein überraschend großer Verlust drückt EasyJet auf den tiefsten Stand seit vier Wochen. Die Papiere fallen in London in der Spitze um 3,6 Prozent auf 947,60 Pence. Die Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie brockten der britischen Billig-Airline im ersten Halbjahr einen Verlust vor Steuern von 701 Millionen Pfund ein.

12.15 Uhr - Der deutsche Online-Broker Trade Republic wird nach einer Finanzierungsrunde nun mit fünf Milliarden Dollar bewertet und steigt zu einem der wertvollsten europäischen Fintechs auf. Es seien 900 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt worden, teilte das in Berlin ansässige Unternehmen am Donnerstag mit. Die Finanzierungsrunde sei vom US-Wagniskapitalgeber Sequoia angeführt worden. Zudem hätten sich TCV und Thrive Capital wie auch die Bestandsinvestoren Accel, Creandum, Founders Fund und Project A beteiligt. Das 2015 gegründete Startup bietet ETF- oder Aktiensparpläne an und ermöglicht Anlagen in Kryptowährungen. Firmenchef Christian Hecker kündigte an, mit Hilfe der Geldspritze schneller neue Finanzprodukte zu entwickeln und europaweit zu expandieren. "Die Demokratisierung der Finanzmärkte ist eines der zentralen Themen der nächsten zehn Jahre", sagte Sequoia-Partner Doug Leone. Trade Republic stehe an der Spitze dieser Entwicklung in Europa und spreche eine ganze Generation von europäischen Sparern an. Sequoia hat in der Vergangenheit unter anderem in Apple, Google, Stripe und Klarna investiert. Jüngst hatte der Börsen-Hype um GameStop auch bei Trade Republic für eine hohe Nachfrage gesorgt.

11.15 Uhr - Aktien des britischen Bahnbetreibers Trainline stürzen um mehr als 27 Prozent ab. Händlern zufolge sorgt eine bevorstehende Neuorganisation des britischen Schienennetzes mit billigeren Tickets für Nervosität. Großbritannien wird in der größten Reform des Netzes seit einem Vierteljahrhundert einen neuen Eisenbahnbetreiber namens Great British Railways gründen.

10.44 Uhr - Eine Kooperation mit Spotify beflügelt Aktien des schwedischen Hörbuch-Streaming-Abonnementdienstes Storytel. Die Aktien gewinnen an der Stockholmer Börse rund achtzehn Prozent und notieren auf dem höchsten Stand seit vier Wochen. Ab Ende diesen Jahres sollen die Hörbücher der Firma auch auf Spotify zugänglich sein.

10:20 Uhr - Übernahmespekulationen treiben die Aktien von Nordic Semiconductor um knapp 13 Prozent auf ein Rekordhoch von 219,80 Kronen. Laut einem Bericht der italienischen Zeitung MF Milano Finanza hat der italienisch-französische Chiphersteller STMicroelectronics Interesse an dem norwegischen Unternehmen. Nordic-Semiconductor-Finanzchef Paal Elstad sagte auf Reuters-Nachfrage, er habe darüber keine Kenntnis. Die Aktien von STM notieren an der Mailänder Börse knapp im Minus.

10:05 Uhr - Ein deutlicher Umsatzeinbruch im ersten Quartal schickt die Aktien von CTS Eventim auf Talfahrt. Die Titel des Ticketvermittlers rutschen in der Spitze um rund sieben Prozent auf 50,34 Euro ab. Sie sind damit so billig wie seit fünf Wochen nicht mehr.

08.15 Uhr - Die Aussicht auf stärker steigende Gewinne lockt Anleger bei der Deutschen Telekom an. Die Aktien legen im Frankfurter Frühhandel ein Prozent zu. Das bereinigte Betriebsergebnis (EbitdaAL) des Bonner Konzerns soll in den kommenden Jahren um drei bis fünf Prozent zulegen und damit stärker als bislang geplant.

07.50 Uhr - Nach dem heftigen Kurssturz stabilisiert sich Bitcoin zunächst. Die Cyberdevise steigt um 4,2 Prozent auf 39.904 Dollar. Aus Furcht vor einer strengeren Regulierung der Kryptowährungen war der Kurs am Mittwoch um gut 30 Prozent auf ein Vier-Monats-Tief von 30.000 Dollar eingebrochen.

07.36 Uhr - Die Ölpreise haben sich am Donnertag etwas von ihren deutlichen Abschlägen vom Vortag erholt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,81 US-Dollar. Das waren 15 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 37 Cent auf 63,73 Dollar. Zur Wochenmitte waren die Erdölpreise erheblich unter Druck geraten. Ausgelöst wurde die Talfahrt durch die allgemein schlechte Stimmung an den Finanzmärkten. Rohöl gilt als riskante Anlageklasse, die von fallenden Aktienkurse mit nach unten gezogen wird. Für zusätzliche Belastung sorgte der steigende Dollar. Aus der Mitschrift zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed geht hervor, dass einige Zentralbanker über eine weniger großzügige Geldpolitik reden wollen, soweit sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzt. Ein steigender Dollarkurs verteuert Erdöl für Investoren außerhalb des Dollarraums und lastet auf der Nachfrage von dort.

rtr/dpa-AFX

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