SHORT-VERBOT/ FINANZZAHLEN

Wirecard-Aktie vor nächstem Absturz? Nach Ostern wird es spannend

Wirecard-Aktie vor nächstem Absturz? Nach Ostern wird es spannend

WKN: 747206 ISIN: DE0007472060 Wirecard AG

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18.04.2019 - 19:56
12.04.2019 03:30:00

Noch immer gibt es viele Investoren, die gegen die Wirecard-Aktie wetten. Mitte April endet das Short-Verbot für die Aktie. Und es kommt auf der verschobenen Bilanzpresse-Konferenz zum Showdown. Von Matthias Fischer

Noch immer setzen viele Leerverkäufer bei Wirecard auf einen neuerlichen Kurssturz der Aktie. Nach Angaben des Finanzdatendienstleisters IHS Markit befanden sich zum 1. April fast 12 Prozent der Marktkapitalisierung von Wirecard in Leihepositionen. Diese Leihen gelten als guter Indikator für die Höhe der Short-Positionen. Zum 1. März hatte der Anteil der Leihe-Aktien bei rund 12,5 Prozent gelegen.

Nun hängt alles von der Woche nach Ostern ab. Bis zum Donnerstag, den 18. April, nämlich gilt das Verbot der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFIn), neue Shortpositionen einzugehen. Dann folgen die Osterfeiertage. Zwar sind die deutschen Börsen an diesen Tagen geschlossen, außerbörslich aber könnte gehandelt werden. Am Dienstag, den 23. April öffnen die deutschen Börse dann wieder - und Leerverkäufer können wieder voll gegen die Wirecard-Akie wetten (es sei denn, die BaFin verlängert nochmal das Verbot). Mitte Februar hatte die BaFin ein Tabu gebrochen und verboten, die Wirecard-Aktie leer zu verkaufen. Es war das erste Mal, dass die Behörde in solches Leerverkaufsverbot für eine einzelne Aktie verhängt hatte. Zwischen 2008 und 2010 waren zwar schon einmal solche Leerverkäufe verboten worden, allerdings damals im Gefolge der Finanzkrisen bei allen elf deutschen Finanzwerten.

Hintergrund für das Short-Verbot der BaFin waren die dramatischen Kursverluste der im deutschen Leitindex DAX gelisteten Wirecard-Aktie. Die Verluste waren von Berichten der Financial Times (FT) ausgelöst worden, die Wirecard bilanzielle Unregelmäßigkeiten vorwarfen. Der Konzern mit Sitz in Aschheim bei München hat alle Anschuldigungen zurückgewiesen. Die Untersuchung einer Anwaltskanzlei ergab zudem keine Hinweise auf strafrechtliche Verstöße bei Wirecard.

Und am 25. April findet dann die Bilanzpressekonferenz statt. Ursprünglich war sie für den 4. April angesetzt gewesen, war dann aber verschoben worden, weil der Abschlussbericht der Anwaltskanzlei nicht rechtzeitig fertig geworden war. An diesem Tag lässt es der Konzern dann richtig krachen: Neben der Bilanzpressekonferenz steht auch die Veröffentlichung des Jahresfinanzberichts sowie eine Analystenveranstaltung auf dem Programm.

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Bildquelle: Wolfgang Rattay/Reuters

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