Wirecard-Aktie: Zahlungsfirma erwartet bald Durchbruch für Handy-Bezahldienste
· Börse Online Redaktion
Den Löwenanteil des Geschäfts macht immer noch die Abrechnung von Bestellungen und Buchungen bei Online-Händlern aus, von denen Wirecard Gebühren kassiert. Der Konzernumsatz legte im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 601 Millionen Euro zu. Das Betriebsergebnis (Ebitda) kletterte ungleich stärker um 37 Prozent auf 173 Millionen Euro und soll im laufenden Jahr bis zu 230 Millionen Euro erreichen. Grund der steigenden Profitabilität sei die hohe Automatisierung der Abrechnungsdienste, sagte Finanzchef Burkhard Ley.
Der Nettogewinn legte um 30 Prozent auf 108 Millionen Euro zu. Wie im Vorjahr will Wirecard die Dividende um einen Cent erhöhen und nun 13 Cent je Aktie an die Anteilseigner ausschütten. Das entspreche 15 Prozent des Gewinns, rechnete Braun vor und kündigte an, auch künftig rund 85 Prozent des Gewinns für Investitionen zu behalten: "So lange wir von einem derart starken Wachstum ausgehen, halten wir dieses Verhältnis für ein sehr gutes." Die Wirecard-Aktien verloren 2,5 Prozent und gehörten damit zu den größten Verlierern im Technologieindex TecDax.
Nachdem sich Wirecard zuletzt mit Übernahmen in Asien, Australien und Afrika verstärkt hat, plant das Unternehmen nun den Schritt nach Nord- und Südamerika, wie Braun bereits im Januar im Reuters-Interview angekündigt hatte. "Wir verfügen über eine Kriegskasse von 650 Millionen Euro, womit wir für mögliche Übernahmen bestens gerüstet sind", sagte Finanzchef Ley nun. In den USA prüfe Wirecard angesichts hoher Kaufpreise aber auch den Markteintritt aus eigener Kraft, fügte Braun hinzu. Jedenfalls werde sich Wirecard dort kein Wettrennen mit Finanzinvestoren um mögliche Übernahmeziele liefern.
Reuters
Buchtipp: Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen
Es ist der Traum eines jeden Anlegers: die nächste Amazon, Apple, Tesla oder Google vor allen anderen zu finden, sie ins Depot zu legen, jahrelang nicht anzurühren und dann eines Tages den Verzehn-, Verzwanzig- oder gar Verhundertfacher sein Eigen zu nennen. Oder zumindest die Unternehmen zu finden, deren Anteile sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Der Name dieser Kunst: „Stock-Picking“ – die Auswahl der Gewinner von morgen. Joel Tillinghast ist einer der erfolgreichsten Stock-Picker überhaupt. In diesem Buch teilt er seine Gedanken, seine Methoden und seine Strategien mit dem Leser. Er zeigt, welche Fehler die Masse macht, welche Nischen man ausnutzen kann, wie man denken sollte und vieles mehr. Unter dem Strich ein Lehrbuch, das seine Leser zu erfolgreicheren Anlegern machen wird.
Autoren: Tillinghast, Joel
Seitenanzahl: 384
Erscheinungstermin: 24.07.2025
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-68932-065-2