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Kraft Heinz-Anleihe: Mehr als nur Ketchup

Kraft Heinz-Anleihe: Mehr als nur Ketchup

WKN: A14TU4 ISIN: US5007541064 The Kraft Heinz Company

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07.05.2021 - 19:07
29.07.2018 06:00:00

Der Lebensmittelkonzern leiht sich Geld für Übernahmen. Moody’s stuft den Ausblick der Anleihe dennoch auf positiv herauf. Von Jörg Billina

Ketchup ist begehrt. In Deutschland liegt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch laut Statista bei 3,4 Kilogramm. Noch stärker nachgefragt wird das aus Tomatenmark, Zucker und Essig bestehende Würzmittel in den USA. Im Schnitt verzehrt ein US-Bürger im Jahr über sechs Kilo. Und die Nachahmung westlichen Lebensstils sorgt auch in asiatischen Staaten für zunehmende Nachfrage.



Zu den großen Anbietern zählt das aus der Fusion von Kraft Foods und Heinz Company im Jahr 2015 hervorgegangene Unternehmen The Kraft Heinz Company. Im Angebotssortiment des weltweit fünft-größten Lebensmittelkonzerns finden sich unter anderem auch Miracoli-Nudeln, Philadelphia-Frischkäse und Getränkepulver von Kool-Aid. Insgesamt bringt es der Konzern auf über 200 verschiedene Marken. Anders als bei Ketchup leidet jedoch die Nachfrage vielfach unter dem zunehmenden Wunsch der Verbraucher nach frischen Lebensmitteln. 2017 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nur minimal.


Konzernchef Bernardo Hees will sich damit nicht zufriedengeben und hat bereits eine Reihe von Wachstumsinitiativen eingeleitet. Auch mittels Akquisitionen will Kraft Heinz künftig Umsatz und Ertrag steigern. Als möglicher Übernahmekandidat wird derzeit Campbell Soup gehandelt. Marktgerüchten zufolge soll Hees auch am Getränkehersteller Pepsico interessiert sein.

Die zur Finanzierung von Übernahmen notwendigen Mittel besorgt sich Kraft Heinz auf dem Kapitalmarkt. In den vergangenen Wochen emittierte das Unternehmen mehrere Anleihen im Gesamtvolumen von drei Milliarden Dollar. Nachfrage und Liquidität des bis zum Jahr 2029 laufenden Bonds ist hoch. Die mit Investmentgrade eingestufte Anleihe rentiert aktuell mit über vier Prozent pro Jahr.

Die Kreditnote "Baa3" ist bislang nicht gefährdet. Moody’s bestätigte jüngst nicht nur die Bonitätseinschätzung, sondern stufte zudem den Ausblick von "stabil" auf "positiv" herauf. Die Ratingagentur begründete ihre Entscheidung unter anderem mit der erfolgreichen Durchführung von Kostensenkungsprogrammen. Zudem geht Moody’s davon aus, dass der zur Rückzahlung von Schulden verwendete freie Cashflow in diesem Jahr signifikant steigen wird.



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