BÖRSENWISSEN

CFD-Serie: Das ganz besondere Trading-Universum

CFD-Serie: Das ganz besondere Trading-Universum

WKN: ISIN: KE0000000133 CMC Holdings Ltd.

09.03.2015 08:02:00

Öl & Co stehen unter Druck. Im dritten Teil der Serie erklären wir, wie Trader mit CFDs auf einen anhaltenden Abwärtstrend, aber auch auf die Erholung setzen können. Von Wolfgang Hagl



Rohstoffe

Es sieht ganz danach aus, als würde es wieder nichts mit dem Comeback des Rohstoffsektors. Dabei hatte die Anlageklasse einen vielversprechenden Start erlebt. Per 30. Juni 2014 notierten diversifizierte Commodity-Indizes rund ein Zehntel über dem Vorjahresultimo. Doch im dritten Quartal drehten Öl & Co nach unten und erlebten das schwächste Vierteljahr seit Herbst 2011. Für Investoren, die Rohstoffe aus Gründen der Diversifikation im Depot liegen haben, ist die Rückkehr in den Abwärtstrend ein Ärgernis. Trader hingegen kamen voll auf ihre Kosten.

Mehrere Einsatzmöglichkeiten

Sie können mithilfe eines Contract for Difference (CFD) sowohl auf steigende als auch auf fallende Warenpreise setzen. "Eine stärkere Volatilität erhöht für viele Trader die Attraktivität dieser Anlage", erklärt Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets. Nach seinen Worten greifen beim Marktführer nicht nur Spekulanten zu Rohstoff-CFDs. Mitunter kommen die Kontrakte auch zur Depotabsicherung oder -diversifikation zum Einsatz. "Generell eignen sich CFDs auf Rohstoffe für Anleger mit kurzfristigem wie auch langfristigem Investmenthorizont", meint der Experte. Die Kontrakte geben stets die reine Differenz zwischen dem Ein- und Ausstiegswert eines Terminkontrakts oder eines Kassapreises wieder (siehe Investor-Info).

"Der beliebteste Rohstoff-CFD ist Rohöl", berichtet Paciorek. Seit längerer Zeit geht es mit dem Energieträger massiv nach unten. Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank, nennt eine Kombination aus enttäuschender Nachfrage, steigendem Angebot und einer ausbleibenden Reaktion vonseiten der Organisation OPEC als Grund für den Ausverkauf. In der Tat dämpft die schwache Konjunktur den Energiebedarf. Erst kürzlich senkte die Internationale Energieagentur ihre Prognose für den globalen Ölverbrauch.

Hinzu kommt, dass die USA das - hierzulande heftig umstrittene - Fracking weiter forcieren. Bei dieser Technik wird mit Chemikalien und Sand versetztes Wasser unter massivem Druck in dichte Gesteinsmassen gepresst, um Öl und Gas zu gewinnen. Das US-Energieministerium geht davon aus, dass die USA ihre Produktion 2014 auf 8,5 Millionen Barrel pro Tag erhöhen. 2015 soll die Förderung um eine weitere Million Fässer zunehmen. Schon jetzt bewegt sich die Ölproduktion des Landes auf dem höchsten Niveau seit 29 Jahren.

Auf Seite 2: Kribbeln in den Fingern

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6

Bildquelle: Istockphoto

Rohstoffe in diesem Artikel

Kupferpreis 6.951,00 7,50
0,11
Weizenpreis 163,00 -0,75
-0,46
Ölpreis (Brent) 73,71 0,11
0,15
Ölpreis (WTI) 68,26 0,11
0,16

Aktien in diesem Artikel

Commerzbank 10,80 -0,41% Commerzbank

Aktuelle News zu

Nachrichten

  • Nachrichten zu CFDs
  • Alle Nachrichten
pagehit